Der Herr der Ringe



Es ist schon eine Weile vergangen, seit meiner ersten Bekanntschaft mit Tolkiens Romantrilogie „Der Herr der Ringe“.

Seitdem habe ich die Bücher immer mal wieder hervorgenommen, um darin zu schmökern, mich in eine andere Realität zu begeben, zu träumen und mit meinen Gedanken in fremden, unbekannten Welten herumzustromern. Die drei Bände gehören wohl zu den meistgelesenen Exemplaren meines Bücherschrankes. Und nicht nur ich hatte daran meine Freude, auch mein Mann, meine Kinder und unzählige Freunde und Bekannte haben sie mit Begeisterung verschlungen.

Die Geschichte spielt in Mittelerde, einer fiktiven Welt, die bevölkert ist von seltsamen Wesen. Hobbits, die nur halb so groß sind wie wir Menschen, feengleiche Elben, Zwerge, Zauberer, Drachen, böse Orks, noch bösere Geister und so manch andere Gestalten sind dort anzutreffen.

Frodo, ein Hobbit, gelangt in den Besitz eines mächtigen Zauberringes. Da dieser Ring von Sauron, dem finstersten aller Wesen geschaffen wurde, wohnen ihm zerstörerische Kräfte inne und deshalb muß der Ring vernichtet werden. Diese Aufgabe, die Frodo zuwächst, erscheint fast unmöglich zu bewältigen. Begleitet von 3 weiteren Hobbits, sowie von Elben, Menschen – auch diese gibt es in Mittelerde-, Zwergen und Gandalf, dem Zauberer, tritt der Halbling die gefahrvolle Reise ins Land Mordor, das Reich des Bösen an, wo allein der Ring zerstört werden kann. Natürlich versuchen alle Mächte der Finsternis dies zu verhindern und so müssen die Gefährten nicht nur gegen Gollum, den Vorbesitzer des Ringes – eine Mischung aus Kriechtier, Insekt und Hobbit -, sondern auch gegen Orks, Trolle, Balrogs, schwarze Reiter, fliegende Geister, Riesenspinnen und andere Kreaturen kämpfen.

Schließlich, nach verlustreichen Kriegen und einem entbehrungsreichen Marsch, den Frodo allein mit seinem Diener Sam durch das Land Mordor unternimmt, siegt das Gute und auf die Bewohner von Mittelerde wartet eine glückliche Ära.

Dieses umfangreiche Werk ist ein wundervolles Märchen. Es entführt in eine Welt voller Fantasie und lädt ein zum Besuch nie gekannter Gegenden. Tolkien entwirft ein komplettes Universum und entwickelt hierfür nicht nur die entsprechende Religion und Mythologie sondern auch eine genaue Geografie und sogar eine gut durchdachte eigene Sprache. Wenn man sich wirklich auf die Geschichte einlässt kann man ganz darin versinken und völlig vergessen, dass man sich in Wahrheit im Lande von Finanzämtern, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Rentenanpassungsgesetzen, im Zeitalter von Atomkraftwerken, Computern und Globalisierung befindet.

In den letzten Jahren hat Tolkien viele Nachahmer gefunden. Wer kennt nicht unendlichen Regalmeter in den Bücherläden, gefüllt mit zahllosen Fantasyromanen, -geschichten, -erzählungen und -spielen? Doch nicht ein einziger von all‘ den vielen Autoren hat auch nur annähernd jene Meisterschaft erreicht, mit der Tolkien zu fesseln vermag.

Selbst wer Fantasyromane eigentlich nicht mag, sollte den „Herrn der Ringe“ lesen, denn dieser Klassiker ist einfach gut.

Kritik geschrieben von Eva Behrens, Herausgeberin von „Evas Leseland“.

Titel: Der Herr der Ringe
Autor: John Ronald Reuel Tolkien
Verlag: Klett-Cotta
Seiten: 1100
ISBN: 3608935444

Abgelegt unter Fantasy und Mystery

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