Ausspioniert: ”Das kleine Bond Buch”
Anders als die Anderen – das kleine Bond Buch, das Bond und seine Fans liebevoll auf die Schippe nimmt und einige sonst vernachlässigte Aspekte der Bond-Rezeption aufs Korn nimmt – und nebenbei die Kulturwissenschaft und ihre Arbeitsweise einer breiteren Öffentlichkeit vorstellt.
So werden Fragen nach Bonds Vorlieben für teure Hotels und exotische Inseln, seinem Erfolg und seiner Männlichkeit, seiner Rolle im Reggae oder nach der physikalischen (Un-) Möglichkeit seiner Stunts kenntnisreich und mit einem Augenzwinkern beantwortet. Warten auf den neuen Bond-Film – das ist auch für Kulturwissenschaftler eine harte Sache. Also rücken sie dem Phänomen Bond mit ihrem ureigenen Handwerkszeug zu Leibe, mit strukturalistischen Ansätzen, Psychoanalyse, Gender-Theorien, ökonomischen, transnationalistischen und postkolonialen Fragestellungen mit den Primärtexten (den Romanen), den eigentlichen Film-Texten und ihren Kontexten (der Rezeption und den gesellschaftlichen Wertvorstellungen).
DAS KLEINE BOND BUCH ermöglicht viele neue und recht vergnügliche Blicke auf das Phänomen James Bond – doch 007 übersteht auch diesen Angriff.
Ellen Grünkemeier, Martina Iske, Jürgen Kramer, Anette Pankratz, Claus-Ulrich Viol (Hg.):
Das kleine Bond-Buch, Marburg (Schüren Verlag), 2007, 200 S., Pb., ISBN: 978-3-89472-499-3, 14,90 € (D) / 29,- SFR
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