Das Dilbert Prinzip
Dilbert ist die Verkörperung des durchschnittlichen amerikanischen Angestellten, der in einer Zelle eines Großraumbüros wie ein Gefangener gehalten wird. In vielen Zeitungen, Zeitschriften und an Bürotüren/Pinnwänden von Universitäten finden sich Comics, die den alltäglichen Horror in der freien Wirtschaft auf die Schippe nehmen, in diesem Buch wird zusätzlich noch das gesamte Wirtschaftssystem der USA unter die Lupe genommen. Adams beschreibt einerseits wie sich das Berufsleben gestaltet und gibt andererseits Tipps, wie man unter den gegebenen Umständen nicht unter die Räder kommt. Nach der Lektüre dieses Buches muss man sich zwangsläufig fragen, wieso überhaupt noch eine Firma wirklich existieren kann, zu erschreckend logisch klingen die Beispiele, wie idiotisch man sich anstellen kann. Am besten finde ich die These, dass nur die unfähigsten Mitglieder einer Projektgruppe in Managerpositionen befördert werden, da der Projektleiter nicht auf seine fähigsten Mitarbeiter verzichten will… Gewürzt wird das ganze dann noch mit einigen eMails, in denen Arbeitnehmer kuriose Ereignisse oder Zustände in ihrer Firma schildern. Manche Dinge kann man dabei vielleicht selbst nur dann verstehen, wenn man schon einmal gezwungen war, mit Trotteln zusammenzuarbeiten. Außerdem fallen einige offensichtlich rein amerikanische Gewohnheiten auf, die man hier nicht unbedingt nachvollziehen kann – jedenfalls gehe ich nicht unbedingt laufen, wenn jemand in meiner Nähe das Wort ‘Paradigma’ benutzt, in den USA scheint das Wort dagegen inflationär oft benutzt zu werden.
Kritik geschrieben von Info Strauch, Herausgeber von Brack’s Bücherkiste
Titel: Das Dilbert Prinzip
Autor: Scott Adams
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 330
ISBN: 3453148304
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