Untersucht: MEDIALE ORDNUNG
Das Erzählen prägt in zentraler Weise die Medien. Im Changieren zwischen Beschreiben und Darstellen, Präsentieren und Berichten bestimmt es in vielfältiger Weise die Angebotsstrukturen der Medien – und dies nicht nur in den fiktionalen Formen, sondern auch in den faktualen (dokumentarischen) und anderen Modi der kommunikativen Vermittlung von Inhalten. Erzählen schafft Ordnung im Erzählten, es grenzt aus und schließt ein, es bildet Abfolgen, stellt Kausalitäten her, und dies nicht nur mit Hilfe der Worte, sondern auch mit Bildern, mit Tönen und Geräuschen, häufig auch in einer komplexen Kombination aller medialen Elemente.
Der vorliegende Band nimmt unterschiedliche Aspekte des Themas auf und geht von einem breit gefächerten narratologischen Verständnis aus. Behandelt werden nicht nur die durchaus im Zentrum stehende Spielfilm- und die fiktionalen Fernsehformen, sondern auch Fragen nach dem Erzählen bei Shows, bei Computerspielen und Webpages bis hin zu klangbildnerischen oder assoziativen Erzählverfahren in audiophonen Produktionen.
Corinna Müller, Irina Scheidgen (Hrsg.):
Mediale Ordnungen. Erzählen, Archivieren, Beschreiben.,
Marburg (Schüren Verlag), 2007, 328 S., Pb., ISBN 978-3-89472-533-4, 29,90 € (D) / 49,90 sFr
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