Der kleine Machiavelli
Das kleine Handbuch der Macht ist eine Satire. Es ist eine Abrechnung mit den grauen Eminenzen, die von Statussymbolen umgeben, die Geschicke großer Konzerne lenken. Beinahe jedes Mittel muss dem erfolgreichen Aufsteiger, oder auch dem, der es gerne wäre recht sein, um den Karrierefluss in Gang zu halten.
Für Manager heißt das, dass man sich an die brancheninternen Grundsätze gebunden fühlt. Machtgewinn steht für das erklärte Ziel. Ständig gilt es den eigenen Marktwert zu steigern und sich möglichst perfekt die „Powerplay“-Gesetze anzueignen.
Trotz ihrer vielen Einschränkungen im Dienste der Macht sind Manager immer gefährdet, ihren Posten zu verlieren. Sobald irgendeine Panne geschieht, müssen sie als Sündenbock herhalten. Das Schlimmste, was ihnen passieren kann, ist die Entlassung per “goldenem Handschlag”. Deshalb haben die Autoren fürsorglich patente Rezepte zur Sicherung des Arbeitsplatzes zusammengetragen.
So sollten Manager, unbedingt verheiratet sein und über genügend Statussymbole verfügen. Sie sollten wissen wie man mit Kollegen umgeht, die man auf der Karriereleiter überholen möchte und was den ausgekochten Fuchs ausmacht, wenn er Feinde im Unternehmen hat. Ein Topmanager muss dafür sorgen, dass andere für ihn arbeiten, und er sollte diese fleißigen Bienen kontrollieren. Das kann er auch per Handy von seinem Feriendomizil aus, in dem er sich gerade ein verlängertes Wochenende gönnt. Die Regeln in dem Buch versprechen — richtig angewendet den Posten eines Direktors.
Eine erschreckend aktuelle und dabei sehr vergnügliche Satire auf eine Spezies, deren hohes soziales Prestige mit teilweise höchst zweifelhaften Verhaltensnormen einhergeht. (Silvia Dunker)
Titel: Der kleine Machiavelli
Autor: Peter Noll , Hans Rudolf Bachmann
Verlag: Knaur
Seiten: 173
ISBN: 3426775123
Abgelegt unter Humor
