Des Teufels Kardinal
In Rom wird ein Kardinal bei einem Attentat getötet und kurz darauf ein Anschlag auf einen Bus verübt, bei dem Pater Daniel ums Leben kommt. Sein Bruder Harry Addison reist nach Rom um seinen Leichnam nach Amerika zu überführen. Dort angekommen stellt er fest, dass sein Bruder des Attentats auf den Kardinal verdächtigt wird und bald darauf merkt er, dass die Leiche nicht die seines Bruders ist. Nachforschungen bringen ihn schnell in Schwierigkeiten und er kann nur knapp und mit Glück seiner Ermordung entgehen. Während er weiter nach seinem Bruder sucht und selbst von der Polizei als vermeintlicher Mörder verfolgt wird, spinnt ein größenwahnsinniger und rücksichtsloser Kardinal im Hintergrund seine Fäden zu einem irrwitzigen Plan.
Der temporeich erzählte Roman gehört unter den in den letzten Jahren in Mode gekommenen Thrillern aus dem Umfeld der römisch-katholischen Kirche sicher zu den lesenswerteren Exemplaren. Mit viel Action, Toten und der üblichen Verschwörung zieht der Autor den Leser gekonnt in seinen Bann. Natürlich darf auch die sich in den Hauptdarsteller verliebende Ordensschwester nicht fehlen oder die abgrundtief bösen Bösewichte und andere Klischees. Ohne besondere Ecken und Kanten oder ausgefallene Charaktere, bleibt das Buch trotzdem gekonnte Unterhaltung.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Des Teufels Kardinal
Autor: Allan Folsom
Verlag: C. Bertelsmann
Seiten: 473
ISBN: 3570002802
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