Inspektor Jury schläft ausser Haus
Inspektor Jury wird in das winterliche Dorf Long Piddelton geschickt um dort zwei Morde aufzuklären. Die Männer wurden in zwei Gasthäusern getötet und der Eine mit dem Kopf in ein Bierfass gesteckt und der Andere anstatt des Namensschildes vor dem Haus hin gehängt. Die Dorfbewohner vermuten einen Psychopathen als Täter, aber Jury glaubt, dass es einer der einheimischen Gäste im Lokal war. Diese Gäste waren in beiden Lokalen zum fraglichen Zeitpunkt fast die selben Personen. Nach und nach sucht Jury diese Leute auf und lernt dabei auch Melrose Plant und seine nervtötende Tante kennen.
Bald nach seiner Ankunft passieren aber dann noch drei weitere Morde und er hat zwar einige vage Verdächtige aber noch keine konkreten Anhaltspunkte. Das letzte Oper war der Dorfpfarrer und er hat den entscheidenden Hinweis hinterlassen, der Jury mit der Hilfe Plants zum Täter führt.
Die Amerikanerin Grimes schreibt schon übertrieben britische Krimis. Obwohl sie kein Klischee auslässt, gelingen ihr gerade dadurch überaus humorvolle und mit zahlreichen skurrilen Typen bevölkerte Romane. Die englischen Dörfer und Kleinstädte und ihre eigenartigen Bewohner bieten einen zwar wenig realitätsnahen aber dafür um so unterhaltsameren Hintergrund für ihre Geschichten. Die Handlung selbst ist nach dem klassischen “wer ist der Mörder”-Muster gestrickt, und animiert den Leser bis zum Ende am Miträtseln.
“Inspektor Jury Schläft außer Haus” ist ein früherer Roman aus dieser Serie, in dem sie die Späteren Hauptdarsteller ihrer Krimis, Jury und Melrose Plant zum ersten Mal begegnen. Auch das Dorf Long Piddelton und einige seiner Bewohner spielen in späteren Inspektor-Jury Romanen noch oft eine Rolle.
Kurzweiliges und oft zum Schmunzeln anregendes Lesefutter.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Inspektor Jury schläft ausser Haus
Autor: Martha Grimes
Verlag: Rowohlt
Seiten: 313
ISBN: 3499159473
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