Im Zeichen der Sechs
Arthur Conan Doyle, der erfolgreiche Autor der Sherlock Holmes Bücher wird im September 1894 von seinem amerikanischen Verleger zu einer Reise in die USA eingeladen. Zehn Jahre nach seinem Abenteuer mit Jack Sparks und der teuflischen Bruderschaft der Sieben wird Doyle bei der Überfahrt erneut in seltsame Ereignisse hineingezogen. Eine Gruppe geheimnisvoller Mörder versucht dem Juden Lionel Stern ein altes, einzigartiges religiöses Buch zu stehlen.
Etwa zur gleichen Zeit werden der japanische Shinto-Priester Kanazuchi, der Rabbi Jakob Stern und die Indianerin “Die Allein Geht” von seltsamen Träumen zu einer Reise zu einem dunklen Turm in einer Wüste gedrängt. In Amerika angekommen trifft Doyle auf einen alten Bekannten und den ursprünglich aus Indien stammenden Rechtsanwalt und Zauberkünstler “Presto” Peregrine Raipur die ebenfalls von diesen Traum heimgesucht werden. Wie sich herausstellt, sind auch andere heilige Bücher gestohlen worden und die Mörder sind noch immer hinter Lionels Buch her.
Inzwischen läßt Reverend A.Glorios Day die Stadt “The New City” und eine gewaltige schwarze Kirche von seinen Gläubigen in der Wüste Arizonas aufbauen …
Der Nachfolgeroman von “Sieben” hat mir noch deutlich besser gefallen als Frost Erstlingswerk. Die Geschichte ist spannender und zielstrebiger erzählt.
Aber vor allem gelingt es Frost den verschiedenen Protagonisten und den Teilen des Romans, wo sie jeweils die Hauptrolle spielen durch die Verwendung eines jeweils eigenen, typischen Schreibstils einen besonderen Reiz zu geben. Obwohl ich das englische Original nicht kenne, und so den Unterschied nicht beurteilen kann, hat das für mich auch der Übersetzer Rainer Schmidt in hervorragender Weise in der deutschen Ausgabe geschafft.
Der unaufdringliche Humor und eine oft ironische Schilderung der Ereignisse locken dem Leser immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht. Vor allem den typisch britischen Humor und den die unverkennbare jüdische Selbstironie hat der Autor zielsicher getroffen.
Mark Frost hat sich mit “Im Zeichen der Sechs” gesteigert und in die erste Liga der Autoren von Horror- und Mysterygeschichten hineingeschrieben.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Im Zeichen der Sechs
Autor: Mark Frost
Verlag: Heyne
Seiten: 540
ISBN: 3453131029
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