Kurt Ostbahn, Blutrausch
Kurt Ostbahn, ein Rockmusiker, wird im Cafe Rallye Zeuge einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen den beiden Freunden Rudi und Wickerl. Auf dem Nachhauseweg findet er den übel zugerichteten Wickerl ermordet auf, meldet aber nichts bei der Polizei. Die sucht ihm am nächsten Tag auf und konfrontiert ihn mit einer bei dem Toten gefundenen, gefälschten, auf ihn ausgestellten Rechnung über eine Unmenge Musik-CDs und Videos.
Er erzählt seinen Freunden “Trainer” und “Doc Trash” davon, und sie beginnen der Sache nachzuforschen. Wobei er selbst kurz darauf in dieser Tätigkeit durch das Kennen lernen einer atemberaubenden Schönheit erheblich gestört wird. Die Spuren führen zu dubiosen Geschäftemachern in der Musikbranche bis zu Teufelskulten mit einer Vorliebe für Sado-Maso-Spielchen.
Die Hauptfigur Kurt Ostbahn, mit bürgerlichen Namen Willi Resetarits, dürfte auch in Deutschland einen gewissen Bekanntheitsgrad besitzen.
Der Roman ist in einer lockeren, temporeichen Sprache geschrieben, durchsetzt von typisch wienerischen Ausdrücken und Schmäh. Mit diesen Ausdrücken mag mancher Leser aus der “Piefkei” (Zitat) möglicherweise Probleme haben, wobei auch das 1 ½ seitige Wörterbuch am Ende des Buches nichts Entscheidendes ändern wird können. Es bietet eher zusätzlichen Unterhaltungsstoff für den Kenner beider “Sprachen”. Wer den Wiener Schmäh mag, bekommt einen unterhaltsamen und witzigen Krimiroman mit interessanten bis kuriosen und meist trinkfesten Protagonisten geliefert, der auch eine durchaus ansprechende Handlung und einen nicht oft zu findenden Unterhaltungswert zu bieten hat.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Kurt Ostbahn, Blutrausch
Autor: Günter Brödel
Verlag: Heyne
Seiten: 223
ISBN: 3453123921
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