Ocean’s Eleven



„Das Bildnis hing an einem Ort, den man einen Widerspruch in sich hätte nennen können – an einem höchst unwahrscheinlichen Ort: einer Kunstausstellung in einem Kasino. Terry Benedict nannte es lieber die Bellagio-Hotel-Galerie. In der Welthauptstadt des Neons, des Kitsches und des schlechten Geschmacks, wo die gesellschaftlichen und ästhetischen Wert der westlichen Gesellschaft auf den Kopf gestellt werden, sofern man sie nicht gleich sterben ließ, hatte ein Kunstobjekt von großer Schönheit und großem Wert seinen Platz gefunden.“

Zwar haben es die smarten Gentleman-Gangster in „Ocean’s Eleven“ nicht auf Kunstwerke abgesehen, sondern eher auf schnöden Mammon, aber dieser kurze Auszug aus dem vorliegenden Buch zeigt sehr deutlich, in welcher glitzernden Atmosphäre sich die Story entfaltet. Im Mittelpunkt steht der Ex-Sträfling Daniel Ocean, der einen raffinierten Plan ausgeheckt hat: 150 Millionen Dollar Beute warten auf das Verbrecher-Team, dem es gelingt, gleich drei Casinos in Las Vegas auszurauben. Auf dem Weg dorthin stehen ihm allerdings drei Probleme im Weg: Er muss sein Team aus alten Tagen reanimieren, den Raubzug durchführen und mit der Tatsache klarkommen, dass seine Exfrau Tess mittlerweile mit einem der Casino-Besitzer liiert ist…

Bereits 1967 wurde „Ocean’s Eleven“ schon einmal verfilmt, damals unter dem Namen „Frankie und seine Spießgesellen“ und mit Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis Jr. prominent besetzt. Doch die Besetzung des Remake setzt noch einen oben drauf: Darsteller wie George Clooney, Brad Pitt und Julia Roberts lesen sich wie ein Who is Who der Hollywood-Stars und auch Regisseur Steven Sonderbergh ist kein unbeschriebenes Blatt. Für ihn dürfte „Ocean’s Eleven“ allerdings nur wenig mehr als eine Gelegenheit, seine Fähigkeiten darzustellen, gewesen sein. Und so ist ein äußerst unterhaltsamer Film dabei herausgekommen, der allerdings nicht sehr lang im Gedächtnis nachhallt. Und was auf den Film zutrifft, trifft auch auf das vorliegende Buch zum Film zu: Amüsant, kurzweilig und schnell wieder vergessen.

Fazit: „Ocean’s Eleven“ ist ein kurzweiliges geschriebenes Buch zu einem der Blockbuster dieser Saison, doch genauso wie der Film wird auch das Buch nach dem Genuß schnell in Vergessenheit geraten.

Ab sofort kann man Filmbücher auf dem iPad lesen, iPad mit Handyvertrag ist Voraussetzung, sofern man mobil weitere Bücher oder Anwendungen laden möchte.

(Tino Hahn)

Titel: Ocean’s Eleven
Autor: Dewey Gram
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 224
ISBN: 3453209419

Abgelegt unter Krimi

Einen Kommentar schreiben

Du mußt angemeldet sein, um kommentieren zu können.



DigitalVD.de News-Reader zum kostenlosen Download DigitalVD.de News-Reader

Der DigitalVD.de News-Reader ist eine kostenlose Software mit der Neuheiten aus der DVD- und Heimkino-Szene automatisch auf dem eigenen PC gelesen werden knnen. Ihr werdet kostenlos und automatisch rund um die Themen Film und Heimkino auf dem Laufenden gehalten.

[Beschreibung und Download]