Das Gebet
Jedem Monat widmet Tonio Kling eine Liebesgeschichte in seinem Buch „Das Gebet“. Jede eröffnet dem Leser lustvolle, sinnliche, erotische Fantasien zweier Liebenden.
Das Abschiedsfest erzählt die Geschichte von einer Frau und einem Mann, die über lange Zeit eine erfüllte Zweitbeziehung führten. Für beide war es das erste Mal, dass sie in einer Beziehung nichts von sich zurückgehalten hatten. Und nun sollte es zu Ende sein. Nicht, weil sie sich nicht mehr liebten, sondern, weil es einfach zu schwierig geworden war, ihre verschiedenen Welten unter einen Hut zu bringen.
So wie ihre Beziehung eine einziges großes Fest gewesen war, wollen sie auch den Abschluss als ein Fest feiern. Während sie im Zug sitzt und dem Treffen mit ihm entgegen fährt, ziehen vor ihrem inneren Auge die kleinen und großen Abenteuer vorbei, die sie miteinander erlebt hatten.
Es folgen elf weitere Geschichten aus dem Niemandsland der Vorstellungskraft bei denen der Ausgangspunkt stets der gleiche ist :
Beide haben eine Familie, die ihnen wichtig ist und zudem einen Alltag, der für sie nicht nur Verpflichtungen, sondern Teil eines reichen Lebens ist. Beide wollen sie nicht ihr altes Leben durch ein neues ersetzen, sondern beide Welten voll auskosten.
Die Geschichten schildern die Fülle dieser Begegnungen – Banalität und Schatten inklusive.
Es sind keine Liebesgeschichten, in denen Sexszenen gewöhnlich beginnen, wenn das Kapitel aufhört, waren literarische Beiträge aus erotischer Sicht eine Seltenheit. Deutlich betonen sie die Elemente der Verführung, des Begehrens und des mentalen Vorspiels. Sehr schnell taucht der Leser in diese einfallsreiche, intelligente Erotika von massiver Sinnlichkeit ein.
Der Autor empfiehlt das Buch nicht in einem Stück zu lesen, sondern eine Geschichte nach der anderen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, auch in einem Stück sind sie lesenswert. (Silvia Dunker)
Titel: Das Gebet
Autor: Tonio Kling
Verlag: connection medien
Seiten: 119
ISBN: 3928248162
Abgelegt unter Liebe und Leidenschaft
