Timbuktu
Hilflos muss der Hund Mister Bones mit ansehen, wie sein Herrchen, der Penner Willy stirbt. Das Tier ahnt, dass der Tod seines menschlichen Freundes nichts Gutes für ihn bedeutet. Während Willy vor den Türen des Edgar Allan Poe-Museums dahin dämmert philosophiert der Hund über das Leben, die Menschen über andere Hunde, über Freundschaft und Feindschaft.
Nachdem Willy von einer Polizeistreife aufgegriffen worden und zum Sterben in ein Krankenhaus transportiert worden ist, muss sich Mister Bones alleine durchschlagen. Bei seinen Versuchen möglichst rasch einen neuen Besitzer und eine Bleibe zu finden gerät er in etliche unangenehme Situationen. So verbringt er mehrere Wochen im Hinterhof eines Chinarestaurants, gelangt später zu einer wohlhabenden Familie und schließlich in eine Hundepension.
Austers Idee, die menschliche Gesellschaft aus der Sicht eines klugen Hundes zu betrachten, ist interessant, denn anders als jeder Mensch kann ein Tier frei und unbeschwert von sozialen oder finanziellen Gesichtspunkten seine Gedanken und Philosophien entwickeln. Es sind viele kluge Gedanken und Schlussfolgerungen, die dem Leser auf dies Art und Weise nahe gebracht werden.
So hundertprozentig konnte mich der Roman dennoch nicht begeistern. Es fehlt ihm an Schwung, an Pep und an Humor. Dinge, die in den anderen Werken Austers eigentlich nicht zu kurz kommen. (Eva Behrens)
Titel: Timbuktu
Autor: Paul Auster
Verlag: Rowohlt
Seiten: 189
ISBN: 3499228823
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