eGovernment – Eine Standortbestimmung
Erstellt am: Oktober 9th, 2007Informationsgesellschaft ist eines jener Worte, welche vor zehn Jahren noch nahezu unbekannt waren, heutzutage jedoch kaum noch wegzudenken wären: Hinter dem Wort verbergen sich vollkommen neue elektronische Verfahren mit weitreichenden Wirkungen, wie z.B. E-Commerce. Durch E-ommerce werden bestehende Märkte und Gegebenheiten teilweise vollkommenen Änderungen unterzogen. Unternehmen müssen ihre Unternehmensstrategie überdenken, die Zusammenarbeit mit Lieferfirmen und ihr Vertriebssystem sowie nicht zuletzt auch den Umgang mit Kunden neu überdenken. Und besonders dieser menschliche Aspekt spielt eine entscheidende Rolle bei E-Government. Ende der 90iger-Jahre drang dieser Forschung aus der Forschung allmählich in die Praxis und sah sich schon bald dem Vorwurf konfrontiert, nur ein weiteres der „E“-Wörter zu sein, die lediglich auf einen spezialisierten Teil des generellen E-Business zu sein. Doch bald kristallisierte sich heraus, dass unter dem Oberbegriff E-Government sich sowohl die logische Weiterentwicklung von Verwaltungsinformatik befindet als auch die elektronische Variante des New Public Management, kurz NPM. Aber E-Government ist weit mehr, denn seine Wurzeln entspringen lediglich der Verwaltungsinformatik und deckt darüber hinaus wesentliche neue Aspekte ab und kann NPM tatkräftig unterstützen.
Wie an dieser sehr knappen und teilweise unvollständigen Erläuterung von E-Government zu sehen ist, bedarf es kompetenter Literatur, um sich diesem nicht gerade einfachen Gebiet adäquat zu nähern. Die beiden Herausgeber Michael Gisler und Dieter Spahni unternehmen diesen Versuch mit „E-Government – Eine Standortbestimmung“ und er ist ihnen weitestgehend geglückt. Beginnend mit den Grundlagen und Möglichkeiten von E-Government, die sich besonders den in Deutschland sehr wichtigen Aspekten Sicherheit und Vertrauen widmet, setzen Gisler und Spahni das Thema auf 329 Seiten zwar trocken, aber sehr kompetent und relativ leicht verständlich um. Dadurch wird dieses sehr spezielle Thema, welches erst in einigen Jahren allgemeine Bedeutung erlangen wird, allerdings nicht sehr viel einfacher.
In weiteren Teilen des Buches wird im Rahmen der organisatorischen Aspekte darauf eingegangen, wie sich E-Government auf die Organisation der Verwaltung auswirkt und wie die öffentliche Hand Projekte im Internet durchführen kann. Einen weiteren Schwerpunkt setzt das Buch auf die rechtlichen Bedingungen, die im Einsatz der Neuen Medien entsprechend berücksichtigt werden müssen. Durch einige praktische Beispiele sowie kurze Beschreibungen von bereits in die Realität umgesetzten Pilotprojekten wird die Lektüre ein wenig aufgelockert, doch insgesamt überwiegt der theoretische Anteil bei weitem, was allerdings bei einem Werk mit dieser Thematik nicht weiter störend sein sollte. Störend wirkt allerdings die gehäufte Verwendung von neuen Schlagwörtern, die sich wahrscheinlich niemals durchsetzen werden, wie z.B. E-Voting und E-Taxes. Darüber hinaus wird in „E-Government – Eine Standortbestimmung“ durchgängig die von IBM verwandte Schreibweise des „eBusiness“ benutzt anstatt der gängigen Schreibweise E-Business, was jedoch nur einen optischen Fauxpas darstellt, in allen anderen Belangen kann das Werk hingegen überzeugen.
Fazit: „E-Government – Eine Standortbestimmung“ ist eine lohnenswerte Anschaffung für all diejenigen, die sich aus beruflichen Gründen näher mit einem Thema beschäftigen müssen, welches erst in einigen Jahren an Relevanz zunehmen dürfte. (Tino Hahn)
Titel: eGovernment – Eine Standortbestimmung
Autor: Michael Gisler, Dieter Spahni
Verlag: Haupt Verlag
Seiten: 329
ISBN: 3258063478
Formulare
Erstellt am: Oktober 9th, 2007In unserer Zeit wird Kommunikation immer wichtiger. Viele Kommunikationsaufgaben werden mit Formularen abgewickelt. Der Autor, René Martin, vermittelt in seinem Buch einen Überblick über die Formularerstellung. Angefangen mit Formularen auf Papier bis hin zu Formularen im Internet. Das Buch richtet sich an all die, die dynamische und intelligente Formulare erstellen müssen. Programmierkenntnisse (VBA oder HTML/JavaScript) werden hier allerdings vorausgesetzt.
Den Schwerpunkt legt der Autor auf die Möglichkeiten zur Formularentwicklung. Hier sind neben VBA (Visual Basic for Applications) auch JavaScript und HTML zur Formularbereitstellung im Internet ein Thema. Weitere Schwerpunkte in „Formulare“:
- Formulare auf Papier (MS-Visio)
- Formulare in Word und Excel
- Formulare in Acrobat
- Dialogboxen
- Outlook-Formulare
- Access-Formulare
Die Ausführungen des Autors sind leicht verständlich. Viele Abbildungen und Beispiele erleichtern das Verstehen der einzelnen Themenbereiche. Allerdings kommt der Leser ohne grundlegende Programmierkenntnisse das ein oder andere Mal ins Trudeln. Hier sollte man als Kaufinteressent schon beachten, dass zumindest Grundlagen in HTML und JavaScript erforderlich sind, um einen großen Teil der Ausführungen zu verstehen.
Dem Buch liegt eine CD-ROM bei, auf der alle beschriebenen Beispiele, ein Formularmanager zur Steuerung von Word und „Phase 5“, der HTML-Editor von Ulli Meybohm zu finden sind. Die Tools sind ausreichend, um die Beispiele im Buch erfolgreich umzusetzen.
Fazit: Für Entwickler, die intelligente Formulare erstellen müssen, ist das Buch eine wirklich lohnende Investition. Es hält neue Ansätze, Tipps und Tricks zur Formularerstellung bereit. (Stefan Andreas Scheipers)
Titel: Formulare
Autor: René Martin
Verlag: Hanser Verlag
Seiten: 583
ISBN: 3446216472
Murphys Computergesetze – Jetzt noch gemeiner
Erstellt am: Oktober 9th, 2007In Zeiten der Not ist es immer tröstlich zu wissen, dass man nicht allein ist. Und wann ist man mehr in Not als bei der täglichen Arbeit am PC? Papierfressende Drucker, permanente Systemfehler und Blue Screens, verschwundene Dateien und unverständliche Hilfetexte gehören zum täglichen Brot all jener, die am PC ihr Geld verdienen müssen.
Mit Murphys Computergesetzen lassen sich jetzt alle Probleme, Sorgen und Nöte, die am PC entstehen, auf einfache Art und Weise erklären: So wird zum Beispiel die Silbentrennung von Word „Urinstinkt“ nur dann in „Urin stinkt“ trennen, wenn es der Benutzer garantiert nicht merkt. Und da dieser Vorgang in selbstverständlicher Regelmäßigkeit auftaucht, ist dieses Phänomen sogar mit einem Namen bedacht worden: Es handelt sich dabei um „Stoyes Regel der natürlichen Nonsensmaximierung“!!!
Mit solch sarkastischen Bemerkungen versucht der Verfasser Joachim Graf, die Suizidgefährdung seiner Leserschaft zu minimieren und ein, wenn auch gequältes, Grinsen auf die Gesichter all jener zu zaubern, die unter den rechteckigen Wunderwerken der Technik, auch Computer genannt, leiden.
Die Täter hat er dabei feinsäuberlich nach Hardware und Software aufgeteilt und knöpft sich jeden einzelnen vor: Egal ob Drucker, Textverarbeitung oder Datenbanken, für jeden Fehler und jede auftretende Panne hat er eine schlüssige Erklärung parat, die meistens sogar wissenschaftlich untermauert ist. Ob die Erklärung allerdings als Entschuldigung akzeptiert wird, wenn man einen wichtigen Termin wegen Computerproblemen versäumt, steht auf einem ganz anderen Blatt…
In einem weiteren Kapitel wird endlich Schluss gemacht mit Computermythen, die sich seit Anbeginn des digitalen Zeitalters hartnäckig in unseren Köpfen halten und die „famous last words“ einiger armer Computersklaven bekommt der Leser auch noch zu Gesicht.
„Murphys Computergesetze“, welches im handlichen Hosentaschenformat erschienen ist und sich angesichts des immer näher kommenden Chefs unauffällig verbergen lässt, dürfte all jenen, die vor ihrem Rechner am Verzweifeln sind, ein böses Grinsen aufs Gesicht zaubern. Gratis dazu bekommt man noch die Erkenntnis, dass man nicht allein ist auf der Welt mit seinen Problemen! (Tino Hahn)
Titel: Murphys Computergesetze – Jetzt noch gemeiner
Autor: Joachim Graf
Verlag: Markt und Technik
Seiten: 160
ISBN: 3827262054
LogOut – Warum Computer nichts im…
Erstellt am: Oktober 9th, 2007Wer sich mit der Geschichte des Internets beschäftigt hat, wird kaum um den Bestseller-Autoren Clifford Stoll herumkommen. Stoll, eigentlich Astronom und ab 1972 am Aufbau des Apranets beteiligt, hat unter anderem das viel diskutierte Buch „Die Wüste Internet“ veröffentlicht. Auch „LogOut“ liefert wieder jede Menge Stoff für Kontroversen.
Im Prinzip ist das Buch in zwei Hauptkapitel unterteilt: „Warum Computer im Klassenzimmer nichts zu suchen haben“ und „Was noch alles gegen Computer zu sagen ist“. Stoll fällt schon auf den ersten Seiten sozusagen mit der Tür ins Haus, indem er gnadenlos den Mythos vom PC als Heilmittel für gebeutelte Lehrer und Schüler von allen Seiten beleuchtet. Während Institute und Industrie immer lauter die „Schulen ans Netz“ rufen, sind nach Stolls Ansicht Computer und Internet nicht im mindesten ein Allheilmittel gegen den viel zitierten Bildungsnotstand.
Listig hinterfragt der Autor, wer eigentlich der Idee verfallen sei, dass im Gegensatz zu Fernseher und Videospiel-Konsole ausgerechnet der PC dafür sorgen wird, dass die Kids sich plötzlich mehr für Mathematik und Rechtschreibung interessieren. Wem nutzt der Schulabgänger, der zwar WebSites gestalten, aber kaum einen klaren Satz formulieren kann? Ebenso zweifelhaft ist, ob es sich wirklich auszahlen wird, wenn immer mehr Kinder von klein auf in virtuellen Welten wandeln und dabei den Kontakt zu realen Gegenständen und deren Eigenschaften zunehmend verlieren. Kann z. B. der Unterricht per eMail wirklich den direkten Kontakt zwischen Schüler und Lehrer ersetzen?
Im zweiten Hauptteil seines Buches spricht Stoll aus, was viele Anwender und Arbeitnehmer längst denken. Von der Hässlichkeit des PCs bis zum Dauerüberfall mit Powerpoint-Präsentationen, die wirbelnde Firmenlogos und sinnlose Animationen über den eigentlichen Inhalt stellen – geradezu boshaft macht sich Stoll daran, den PC vom Thron zu stoßen und von unverdientem Glamour zu befreien.
„LogOut“ sollte jeder lesen, der nicht einfach vom Computer-Wahn verschlungen werden will. Das lohnt sich in diesem Fall ganz besonders, denn Stolls Argumentationen sind nicht nur treffsicher, sondern auch humorvoll. (SK)
Titel: LogOut – Warum Computer nichts im…
Autor: Clifford Stoll
Verlag: S. Fischer Verlag
Seiten: 252
ISBN: 3100402200
Designing Web Audio
Erstellt am: Oktober 9th, 2007Der richtige Sound macht den Unterschied. Selbst wenn eine WebSite visuell gut gestaltet ist, kann das Einbauen von Soundeffekten oder das Anbieten von Sounddateien zum Download das Erlebnis des Besuchers stark beeinflussen. Josh Beggs und Dylan Theds haben für Interessierte die wichtigsten Programme und Formate für das Erstellen und Bearbeiten von Sounds ins Visier genommen.
„Designing Web Audio“ umfasst dabei nicht nur Basis-Informationen, sondern auch weiterführende Erklärungen und Step-by-Step-Anleitungen, mit deren Hilfe der Anwender optimale Ergebnisse erreichen kann. Einen guten Einstieg bietet das Buch allen Anfängern im ersten Kapitel, das die technische Entwicklung von Sounds und die spannenden Möglichkeiten ihres Einsatzes beschreibt. Anschließend werden die verschiedenen Standards und Formate detailliert dargestellt.
Ob Real Audio, MP3, Midi oder SMIL – in allen Kapiteln werden die wichtigsten Begriffe gut verständlich erklärt und die Anwendung gut strukturiert erläutert. Damit man immer den Überblick behält, wird im letzten Abschnitt stets eine Zusammenfassung zum Oberthema angeboten.
Fazit:
Das richtige Buch nicht nur für Fortgeschrittene sondern insbesondere auch Einsteiger. Nicht unbedingt leicht verdaulich aufgemacht, aber dafür sehr detailliert und umfassend. Wer nicht nur auf dem schnellsten Weg Ergebnisse erzielen will, sondern auch begreifen möchte, was er tut, sollte „Designing Web Audio“ in jedem Fall auf die Literaturliste setzen. (SK)
Titel: Designing Web Audio
Autor: Josh Beggs, Dylan Thede
Verlag: O’Reilly
Seiten: 382
ISBN: 1565923537
Goldhorus
Erstellt am: Oktober 9th, 2007Amunhotep ist der Kronprinz von Ägypten. Als er nach einem Kampf allein in der Wüste Syriens aufwacht, glaubt er noch schnell in seine Heimat zurückkehren zu können. Der stolze junge Mann jedoch ist es nicht gewöhnt, Befehlen Folge zu leisten und somit gerät er kurz darauf in Gefangenschaft. Niemand glaubt seinen Worten, dass er der Kronprinz Ägyptens ist. Und es ist auch gefährlich die Wahrheit zu sagen, denn diese bedeutet eine tödliche Gefahr für ihn.
Mit der Hilfe der Sklavin Hadjet, entkommt er dem Tod, wird jedoch zu einem Sklaven. Amunhotep kann sich mit der Situation nicht abfinden, und als er herausfindet das seine geliebte Frau Schischwa tot ist, hält ihn nichts mehr und zusammen mit Hadjet wagt er die Flucht.
Tatsächlich schafft er es sich bis nach Ägypten durchzuschlagen. Hier hat man ihn schon vor einiger Zeit für tot erklärt und das er plötzlich wieder lebendig dort erscheint, hält man für ein Wunder. Amunhotep jedoch hat sich während der letzten Monate verändert. Er kann sich nicht mit dem Tod seiner Frau abfinden und versucht die Ursachen hierfür herauszufinden, doch niemand scheint ihm helfen zu wollen, die Wahrheit herauszufinden.
Plötzlich gibt es am Hofe seines Vaters, Thutmosis III., dem gottgleichen Pharao einen neuen Wesir Seuna, der in dunkle Intrigen verstrickt zu sein scheint. Bevor Amunhotep jedoch die Wahrheit herausfindet, muss er noch jede Menge Gefahren überwinden, denn nicht jeder scheint sich über seine Rückkehr zu freuen.
“Goldhorus” ist ein faszinierender ägyptischer Krimi der feinsten Lesespaß garantiert. Das diese Geschichte auch noch von einer deutschen Autorin geschrieben wurde, lässt einem als Leser ehrfürchtig staunend beim Lesen die Seiten umblättern. Der Roman ist spannend, unterhaltsam und lässt auf einzigartige Weise das alte Ägypten wieder auferstehen. Nicht nur für Ägypten-Fans ein absolutes Muss!!!
Kritik geschrieben von Isolde Wehr, Herausgeberin von Die romantische Bücherecke
Titel: Goldhorus
Autor: Sabine Wassermann
Verlag: Eichborn
Seiten: 387
ISBN: 3821808535
Die fünfte Frau
Erstellt am: Oktober 9th, 2007Drei Morde passieren: ungeahnt grausam und alle verschieden in ihrer Ausführung .Es scheint sich um Ritualmorde zu handeln , ohne dass man sich erklären kann, wer der Verursacher ist oder welche Motive ihn/sie treiben.
Alle Morde werden an Männern begangen , die ihre Frauen oder Geliebten schlecht behandelt haben . So liegt die Vermutung nahe, dass es sich um Morde aus Rache handelt.
Wie in allen Romanen des Autors Henning Mankell wird neben der Handlung der Aufklärung eines verwirrenden Kriminalfalles von ungewöhnlichem Ausmaß auch etwas über das Leben von Kriminalkommissar Wallander bekannt.
Wir nehmen teil an seinen Empfindungen und seinen Gedanken. Er begegnet uns sehr menschlich: er hat Versagensgefühle im privaten Leben, — und erlebt Augenblicke der Trauer, wenn sich Ungewöhnliches in seinem Leben ereignet.
Das macht ihn uns so sympathisch und wir können sogar für und mit ihm fühlen.
Auffällig werden wir in diesem Roman einbezogen, mit den Augen Wallanders den Spuren nachzugehen ; wir laufen falschen Fährten nach, kommen ein Stück weiter,– müssen dann wieder feststellen , dass wir einen Irrweg gehen.
Obwohl von Beginn an schon geahnt werden kann, wo der Täter und die Ursachen des Verbrechens zu suchen sind, dauert es lange, bis wir mit Wallander beweisbare Spuren haben. Zusammen mit ihm kommen wir darauf, wie wir die Zusammenhänge für die vielen ungeklärten und auch unerklärlich grausamen Morde, die sich in Schonen ereignet haben , verstehen sollen.
Es ist eine verzwickte, manchmal ein wenig langatmige Geschichte , die in Schweden und auch Afrika spielt . Der gesellschafspolitische Hintergrund ist unverkennbar.
Wie in allen Romanen von Mankell spielt das Wetter eine große Rolle: es regnet viel. Wir können uns das triste Milieu der Kriminalwelt vorstellen,– es hat nichts Heiteres oder gar Komisches aufzuweisen.
Natürlich klärt sich nach schwierigsten Untersuchungen und gefährlichen Verstrickungen alles auf.
Hitchkock hat in ähnlicher Weise in seinen Filmen immer schon früh gezeigt, wer der potentielle Mörder sein könnte,– nur ist er komischer und schmissig.
Mankell dagegen beschreibt die Dinge schwermütig und ernst. Das Leben scheint eine Last für Kriminalkommissar Wallander,– aber er ist und bleibt allseits anerkannt und wird befördert, weil er so gut ist. Die Romane von Mankell sind spannend, psychologisch ausgefeilt, vielleicht nicht alle gleich gut. Aber bisher bin ich noch der Meinung ,es lohnt sich jeden zu lesen. (Claudine Borries)
Titel: Die fünfte Frau
Autor: Henning Mankell
Verlag: dtv
Seiten: 564
ISBN: 3423203668
Fotojournalismus und Pressefotografie
Erstellt am: Oktober 9th, 2007Elke Grittmann
Das politische Bild.
Fotojournalismus und Pressefotografie in Theorie und Empirie
2007, 504 S., 51 Abb., 58 Tab., Broschur, 213 x 142 mm
ISBN 978-3-938258-31-6
Fotografien sind seit fast 100 Jahren fester Bestandteil der Berichterstattung in der Presse und haben seit den 1990er-Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Unter zunehmendem Konkurrenzdruck, deutlichem Leserschwund und im Zuge der Digitalisierung setzen die Zeitungsverlage verstärkt auf Eyecatcher. Diese scheinbare Oberflächlichkeit hat der Pressefotografie vor allem in der politischen Kommunikationsforschung erhebliche Kritik eingebracht: Bekannte Topoi von der „Bilderflut“ und der „Informationslosigkeit“ prägen die Diskussion. Die wissenschaftliche Aufarbeitung steht jedoch erst am Anfang und verläuft sich in den Bruchstellen zwischen Fachgrenzen.
Angesichts dieser Situation hat sich die vorliegende Arbeit zum Ziel gesetzt, eine theoretische Fundierung und empirische Analyse zu leisten. In Anknüpfung an den Konstruktivismus, an kunstwissenschaftliche Bildtheorien und die Systemtheorie wird ein theoretischer Rahmen entwickelt, durch den sich der Fotojournalismus bzw. die Pressefotografie als Teilsystem des Journalismus beschreiben lässt. Gleichermaßen ist dieses Teilsystem, wie der Journalismus selbst, durch kulturelle Vorstellungen geprägt, die sich als kulturelle Sinnkonstruktionen in der Berichterstattung manifestieren. Die theoretische Neukonzeption von System und Kultur des Journalismus schafft die Grundlage für eine empirische Analyse von Politik in der Pressefotografie. Untersucht wird dies anhand einer Inhaltsanalyse der überregionalen Tageszeitungen, die Strukturen, Strategien und Bedeutungskonstruktionen der Pressefotografie systematisch offen legt.
Die Perspektiven der Cultural Studies.
Erstellt am: Oktober 9th, 2007Rainer Winter (Hrsg.)
Die Perspektiven der Cultural Studies.
Der Lawrence Grossberg Reader
2007, 304 S., Broschur,
213 x 142 mm
ISBN 978-3-938258-32-3
Cultural Studies in ihrer heutigen Gestalt verdanken den Arbeiten und dem Wirken von Lawrence Grossberg sehr viel. Neben Stuart Hall ist er der Autor, der sich besonders intensiv mit der Geschichte, den Theorien und der Methodologie von Cultural Studies auseinandergesetzt hat. In wichtigen Analysen hat er die Komplexität und die Perspektiven dieser intellektuellen Disziplin und der Cultural-Studies-Bewegung im Kontext der Philosophie seit Spinoza, der Theorieentwicklung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und der sich verändernden politischen Verhältnisse seit Ende der 1950er-Jahre herausgearbeitet. Während für einen Außenstehenden die verschiedenen Formationen von Cultural Studies oft nur schwer als ein einheitliches Projekt, als Einheit in der Differenz verständlich sind, zeigt Lawrence Grossberg überzeugend, wie sie als Reaktion auf unterschiedliche soziale und kulturelle Kontexte entstanden sind, wo ihre Stärken und Schwächen liegen, wie sie zusammenhängen und wie sie dazu beitragen, Cultural Studies immer wieder neu als ein intellektuelles Projekt zu schaffen, das differenziert und nuanciert auf die Herausforderungen der Gegenwart antwortet.
Cultural Studies sind für Grossberg ein transdisziplinäres, kritisches und politisches Projekt, das Machtverhältnisse analysiert, kritisiert und Möglichkeiten der Transformation sowie der Ermächtigung aufzeigen möchte. In seinen theoretisch und begrifflich elaborierten Untersuchungen macht er deutlich, warum intellektuelle Arbeit für das Verständnis der Gegenwart wichtig und unerlässlich ist.
Prominenz in den Medien
Erstellt am: Oktober 9th, 2007Thomas Schierl (Hrsg.)
Prominenz in den Medien.
Zur Genese und Verwertung von Prominenten in Sport, Wirtschaft und Kultur
2007, 360 S., 32 Abb., 33 Tab., Broschur, 213 x 142 mm
ISBN 978-3-938258-61-3
Egal ob Print, Hörfunk oder TV, wir können der Permanenz von Prominenz kaum entkommen. In den vergangen Jahren haben sich die Berichterstattung über Prominenz und die Nachfrage nach Prominenten stark ausgeweitet. Trotz der steigenden Relevanz in den Massenmedien hat sich die Forschung diesem Untersuchungsgegenstand in nur geringem Maß angenommen.
Der vorliegende Band widmet sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Es wird ein genauerer Blick auf rechtliche, kulturelle, ökonomische wie publizistische Entwicklungen geworfen und das Phänomen der Prominenz aus verschiedenen Blickwinkeln eingeordnet. Neben überblicksartigen Beiträgen über Angebot und Rezeption von Medienprominenz werden auch erste Analysen in ausgewählten Teilbereichen (z.B. Sport, Musik) vorgestellt.
Weitere Buchbesprechungen im Lesertreff: