Kalt erwischt
Erstellt am: Oktober 29th, 2007Polly, eine alleinstehende Engländerin in den Dreißigern, wird seit längerer Zeit von einem unerwünschten Verehrer belästigt, der sich selbst durch ein gerichtliches Verbot nicht davon abbringen lässt. Vor über sechzehn Jehren hatte sie eine kurze aber heftige Affäre mit einem in England stationierten amerikanischen Offizier.
Als mitten in der Nacht das Telefon klingelt, vermutet sie zuerst, dass ihr lästiger Bewunderer der Anrufer ist. Doch es stellt sich heraus, dass ihre ehemalige Liebe, der inzwischen zum Viersternegeneral aufgestiegene Offizier dran ist und sich mit ihr treffen will.
Mit einer Mischung aus schwarzen Humor und tiefen Einfühlungsvermögen selbst in viele Nebenfiguren rollt Elton das Leben zweier denkbar gegensätzlichen Menschen auf und führt es zu einem dramatischen Höhepunkt. Er versteht es ausgezeichnet, den Leser mit jedem Satz an das Buch zu fesseln, selbst wenn die Handlung wenig Dramatik zu bieten hat.
Der ganze Roman besteht fast ausschließlich aus dem zusammentreffen eines ehemaligen Liebespaares und zahlreichen Rückblenden auf ihr jeweiliges Leben und ist trotzdem fesselnder als so mancher Thriller. Erst gegen Ende beginnt die Geschichte richtig dramatisch zu werden, wird aber vorher bei keiner Zeile Langweilig.
Mit Hilfe seiner Protagonisten zeigt der Autor mit ironischer Distanz die Absurdität festgefahrener Weltanschauungen und mancher gesellschaftlicher Strömungen.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Kalt erwischt
Autor: Ben Elton
Verlag: Goldmann
Seiten: 287
ISBN: 3442541026
Buddhas kleiner Finger
Erstellt am: Oktober 29th, 2007Pjotr ist Insasse einer psychiatrischen Klinik weil glaubt, seine wahre Identität wäre die des Adjutanten von Tschapajew, eines in Russland legendären Feldkommandanten der Roten Armee während des Bürgerkrieges. Dieser geheimnisvolle Tschapajew rettet ihn aus einer prekären Situation und nimmt ihn als Politkommissar zu sich. Dabei lernt Pjotr auch die schöne Maschinengewehrschützin Anna kennen, der er oft aber vergeblich näher zu kommen versucht.
Zwischendurch “träumt” er immer wieder von der Nervenklinik und den etwas eigenartigen Heilungsverfahren eines Professors. Auch die Geschichten seiner drei Zimmerkollegen erlebt er auf diese Weise sehr realitätsnah mit.
Von ausgiebigen Alkohol- und Drogenkonsum begleitet, bringt ihm Tschapajew die buddhistische Lehre näher und die ganze Sache wird dadurch zunehmend irreal.
Das Buch ist bei den meisten Literaturkritikern in den höchsten Tönen gelobt worden. Mir selbst hat es sich nicht ganz erschlossen, was vermutlich an mir liegt. Mein Eindruck war der eines durch Drogen und Alkohol ziemlich umnebelten und, dadurch angeregt, mit Begeisterung ziemlich abgedrehten philosophischen Gesprächen frönenden Siddhathra im heutigen Russland.
Die Handlung selbst ist schon in hohem Maß skurril, aber diese ausgiebigen Dialoge um die Nichtexistenz allen Seins machen den Roman zu einen nicht einfach zu lesenden Lektüre. Man sollte das Nachwort vor der Geschichte selbst lesen, wenn man sich das Verstehen leichter machen will. Ein vielschichtiges, nicht so zum zwischendurchlesen geeignetes Buch.
Kritik geschrieben von Alfres Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Buddhas kleiner Finger
Autor: Viktor Pelewin
Verlag: Volk & Welt
Seiten: 422
ISBN: 3353011404
Lilien im Sommerwind
Erstellt am: Oktober 29th, 2007Tory Bodeen hat eine Entscheidung getroffen. Sie wird in ihre Heimatstadt Progress in South Carolina zurückkehren, um sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Ihre Freundin Hope wurde als Kind brutal ermordet und Tory hat geistig diese grauenvolle Tat miterlebt. Denn sie hat übersinnliche Empfindungen. Niemand jedoch wollte ihr das so recht glauben und außerdem teilt ihr der Geist von Tory, mit dem sie ab und an Kontakt hat, mit, das dieser Mörder gestoppt werden muss, denn er treibt in Progress immer noch sein Unwesen. Tory gelingt es ihr eigenes Geschäft zu eröffnen und sie trifft sich immer öfters mit Cade Lavelle, dem älteren Bruder von Hope. Außerdem muss Tory auch noch Vergangenheitsbewältigung ganz anderer Art betreiben, denn sie wurde als Kind regelmäßig von ihrem Vater verprügelt. Während sich zwischen ihr und Cade eine Beziehung anbahnt, sucht der Mörder von Hope ein neues Opfer und außerdem ist nicht jedes Mitglied der Lavelle-Familie, Tory wohlgesonnen.
“Lilien im Sommerwind” ist eine ziemlich komplexe Geschichte bei der Nora Roberts aus meiner Sicht etwas zuviel des guten getan hat. Es gibt zu viele handelnde Personen und sie geht einfach zu sehr auf Kindesmisshandlungen ein. Der Roman ist gut geschrieben, jedoch fand ich die grausamen Details der Handlung wurden einfach zu “genüsslich” ausgebreitet.
Kritik geschrieben von Isolde Wehr, Herausgeberin der romantischen Bücherecke und Moments
Titel: Lilien im Sommerwind
Autor: Nora Roberts
Verlag: Heyne
Seiten: k. A.
ISBN: 3453199839
Der Schlüssel zu Rebecca
Erstellt am: Oktober 29th, 2007Während Rommel immer weiter nach Osten vorstößt, dringt der deutsche Spion Alexander Wolff in Ägypten ein. Weil er bei seinem ägyptischen Stiefvater aufgewachsen ist, kennt er alle Eigenheiten des Landes und seiner Einwohner. Doch gleich am Anfang ist er gezwungen einen britischen Corporal zu ermorden.
Wolff findet mit Hilfe seiner alten Bekannten Sonja, einer in ganz Alexandria berühmten Bachtänzerin, einen Weg an brisantes Geheimmaterial heranzukommen, aber auch sein Gegenspieler Major Vandam nimmt bereits seine Spur auf. Während Wolff einen Weg findet an die nötigen Informationen zu gelangen schafft er es immer wieder seien Verfolgern zu entgehen. Erst als Vandam die ägyptische Jüdin Elene auf Wolff ansetzt scheint sich eine Möglichkeit zu dessen Ergreifung zu ergeben.
Follett treibt seine Protagonisten unter Hochspannung und Tempo durch alle möglichen Zwickmühlen. Er widmet sich ausführlich den verschiedenen Persönlichkeiten, der Jagd nach dem Spion und benutzt zusätzlich das historische Umfeld um den Roman in Schwung zu halten.
Obwohl Follett in seinen Büchern fast immer die Jagd nach einem Spion in der Zeit um den 1. Oder 2. Weltkrieg als Grundstoff verwendet und wenig neue Ideen bei den verschiedenen Verfolgungsszenen bringt, sind seine Romane zu den besseren in diesem Genre zu zählen. So spielen immer interessante Frauen eine entscheidende Rolle, wenn der Spion zur Strecke gebracht wird. Aber wer sich daran nicht stört und gern Agententhriller im historischen Umfeld liest bekommt erstklassigen Lesestoff.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Der Schlüssel zu Rebecca
Autor: Ken Follet
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 415
ISBN: 3404104811
Der Ruf der Wellen
Erstellt am: Oktober 26th, 2007Tate Beaumont liebt das Tauchen und das Suchen nach vergessenen Dingen auf dem Meeresgrund, wie zum Beispiel einem Schiffswrack. Da lernen Sie und ihre Eltern Matthew Lassiter und seinen Onkel kennen, ebenfalls beides Taucher aus Leidenschaft. Und die beiden suchen nach einem ganz bestimmten Gegenstand auf dem Meeresboden, nämlich “Anguelique’s Curse”, einem Collier, das mehr ist als nur ein einfaches Schmuckstück. Und da die Chancen einfach größer sind wenn man sich zusammentut, schließen die Lassiters und die Beaumonts einen Deal und man sucht gemeinsam.
Tate findet Matthew anfangs äußerst arrogant und versucht sich von ihm fernzuhalten, aber seine Erfahrung beim Tauchen und auch sein gewinnendes Wesen ziehen sie immer mehr in den Bann. Und auch Matthew kann seine Augen und Hände nicht von Tate lassen.
Dann erfährt Tate jedoch das Matthews Vater gestorben ist, weil er auf der Suche nach “Anguelique’s Curse” war. Ist das Schmuckstück etwa wirklich verflucht? Als sich das Glück der kleinen Tauchergruppe wendet, kann man das fast glauben. Aber das Schicksal hat noch einige Überraschungen parat.
Ein interessanter Roman, allerdings kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, das Nora Roberts anfängt ihre älteren Geschichten zu “recyceln”. Es ist nämlich noch nicht lange her da habe ich einen ihrer früheren Romane gelesen indem es auch um das Tauchen nach einem versunkenen Schiff bzw. Schatz ging. Trotz allem nicht nur für Fans der Autorin ein Lesespaß.
Kritik geschrieben von Isolde Wehr, Herausgeberin der romantischen Bücherecke (http://www.die-buecherecke.de)
Titel: Der Ruf der Wellen
Autor: Nora Roberts
Verlag: Heyne (Rondo)
Seiten: 500
ISBN: 3453181905
Die Jesus-Verschwörung
Erstellt am: Oktober 26th, 2007Der junge Israeli Ary ist Mitglied der streng gläubigen und traditionalistischen jüdischen Sekte der Chassidim. Eines Tages wird sein atheistischer Vater von einem Freund vom Geheimdienst Israels gebeten eine verschwundene, uralte Schriftrolle zu finden. Einer der Besitzer dieser Rolle wurde auf bestialische Weise ermordet. Diese Schriftrolle gehört zu den berühmten Schriftrollen, die in Qumran gefunden wurden und ungefähr aus der Zeit stammen, in der Jesus wirkte.
Ary begleitet seinen Vater um ihn zu beschützen, und bald stellt sich die Gefährlichkeit ihrer Mission heraus. Kurz nachdem sie ehemalige Besitzer der Schriftrolle aufgesucht haben, werden diese gekreuzigt tot aufgefunden. Jemand scheint mit allen Mitteln das Auffinden des brisanten Schriftstückes verhindern zu wollen.
Der mit reichlichen Zitaten aus der Bibel und den Qumran-Rollen durchsetzte Thriller steigert die Spannung in den ersten zwei Dritteln gekonnt. Allerdings hat er stark religiöse Tendenzen und das sehr lange Ende treibt den mystischen Aspekt allzu sehr auf die Spitze. Ist der Roman bis dahin ein wirklich nicht schlechter Thriller, wird er dann doch zunehmen esoterisch und präsentiert ein etwas gar zu großartiges Ende. Manchen Leser mag das nicht stören, aber für den durchschnittlichen Leser wirkt das Ganze vermutlich dadurch schlussendlich gar zu übertrieben. Insgesamt überwiegt aber der positive Eindruck und darum ist der Roman trotz des Kritikpunktes durchaus lesenswert.
Kritik wurde geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Die Jesus-Verschwörung
Autor: Eliette Abécassis
Verlag: Hoffmann und Campe
Seiten: 415
ISBN: 3455000657
Insel des Sturms
Erstellt am: Oktober 26th, 2007Jude Murray braucht dringend eine Auszeit und flieht deshalb von Chicago nach Ardmore, einem Dorf in Irland. In einem kleinen Haus einer ihrer Vorfahren, hofft sie Ruhe und Erholung von einer fehlgeschlagenen Ehe und ihrer misslungenen Karriere zu finden. Sie meint, am Rande eines Nervenzusammenbruchs zu stehen.
Ganz langsam gewöhnt sich Jude an Irland und sieht ihr Leben nicht mehr so streng und geordnet wie früher. Sie trifft in Ardmore im Gallagher’s Pub den gutaussehenden Aiden. Bereits seit Generationen wird der Gallagher’s Pub in der Familie weitergeführt, und Aiden und seine Geschwister erfüllen ihren Teil, nachdem ihre Eltern sich in Amerika niedergelassen haben.
Aiden ist von Anfang an von Jude fasziniert. Mit jeder Menge magischer Geschichten gewinnt er das Vertrauen der jungen Frau und hilft ihr dabei, zu sich selber zu finden. Mit der Liebe von Aiden und den magischen Kräften von Irland ist Jude dabei, ein vollkommen neuer Mensch zu werden.
Ein absolut wundervoller Roman. Nora Roberts bezaubert mich als Leser immer wieder. Dieser Beginn einer neuen Trilogie ist vielversprechend, süchtigmachend und verknüpft gekonnt Magie und Realität. Eine Geschichte die man keinesfalls verpassen sollte!
Kritik geschrieben von Isolde Wehr, Herausgeberin der romantischen Bücherecke
Titel: Insel des Sturms
Autor: Nora Roberts
Verlag: Blanvalet Taschenbuch
Seiten: 414
ISBN: 3442353211
Das Leuchten der Sirene
Erstellt am: Oktober 26th, 2007Als Ende des 19. Jahrhunderts der Polizeichef Siziliens ermordet in einem Bordell aufgefunden wird, schickt die noch junge italienische Regierung einen ihrer fähigsten Polizisten. Als Michele Tindari dort eintrifft, wird gerade versucht die ganze Sache unter den Teppich zu kehren. Bei seinen Ermittlungen stößt er oft auf eisige Ablehnung, Unverständnis und zweifelhaften Entgegenkommen. Auch ein von der Allgemeinheit fast mystisch respektierter Adeliger und seine geheimnisvolle Tochter erregt bald seine Aufmerksamkeit. Doch diese Familie scheint für ihn außer Reichweite zu sein. Als er seine Frau nach Sizilien kommen lässt und diese ermordet wird, wird die Suche nach dem Mörder plötzlich eine zutiefst persönliche Angelegenheit.
Ein beachtlicher historischer Krimi aus der Anfangszeit des italienischen Staates. Langsam wird die Hauptfigur von den Eigenheiten und der Fremdartigkeit Siziliens, vor allem repräsentiert von einer schönen, rätselhaften Frau, in den Bann gezogen. Sogar mit einigen übernatürlichen Phänomenen wird er konfrontiert. Dieses Wanken zwischen seiner Rationalität und den eigentümlichen Menschen und Gegebenheiten in diesem ursprünglichen Land, das durch sein Begehren nach einer geheimnisumwobenen Frau noch komplizierter wird, zieht sich, neben der eigentlichen Krimihandlung, als Hauptmotiv durch den ganzen Roman.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Das Leuchten der Sirene
Autor: Domenico Campana
Verlag: Knaur
Seiten: 227
ISBN: 342663032X
Die Afrikan Queen
Erstellt am: Oktober 26th, 2007Rose Sayer lebt mit ihrem Bruder, dem englischen Missionar Samuel in einer Mission in deutsch Ostafrika, als der 1. Weltkrieg losbricht. Ein deutscher Offizier rekrutiert die Schwarzen zu Militärdienst aus ihrer Mission und requiriert auch sonst alles Brauchbare. Bald nachdem er abgezogen ist, stirbt ihr Bruder und sie ist gezwungen, mit dem zufällig mit einem alten Kahn vorbeikommenden Mechaniker Charly mitzufahren.
Bald nach ihrem Aufbruch den Fluss hinunter überkommt sie die patriotische Idee, mit Hilfe des alten Kahns ein Kanonenboot der Deutschen zu versenken, das den See kontrolliert, in dem der Fluss mündet. Charly erklärt ihr, dass der Fluss nicht durchgängig befahrbar ist und sie mit ihrem Boot kaum ein Kanonenboot angreifen können, obwohl sie zufällig reichlich Sprengstoff geladen haben. Doch Rose lässt sich von ihrem Vorhaben durch keine Fakten abbringen, und es gelingt ihr schließlich Charly zu überreden. Und so beginnen sie mit einer langen, mühevollen und gefährlichen Reise.
Das Buch ist, wie der allseits bekannte Film, in erster Linie ein “Kammerspiel” für die beiden Hauptdarsteller. Wobei das Buch etwas distanzierter und ironischer ist, und deutlichere Verachtung für patriotische Wirrnisse ausdrückt. Die beide facettenreichen und etwas kauzigen Persönlichkeiten werden mit so viel Verständnis für ihre Schwächen beschrieben, dass mit nicht anders kann, als sie bald ins Herz zu schließen.
Das Ende ist übrigens etwas anders als im Film.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Die Afrikan Queen
Autor: Cecil S. Forester
Verlag: Ullstein
Seiten: 186
ISBN: 3548227546
Ruf der Wildnis
Erstellt am: Oktober 26th, 2007Der Hund Buck führt ein geruhsames Leben. Als in Alaska das Goldfieber ausbricht, entsteht plötzlich große Nachfrage nach Hunden und darum verkauft ein verschuldeter Hilfsgärtner Buck heimlich. Nach einer grausamen Abrichtung gelangt er mit dem Schiff in den Norden und wird dort als Schlittenhund von Postkurieren gekauft.
Die harte aber gerechte Behandlung lässt ihn schnell lernen und er beginnt sich immer mehr gegen die anderen Hunde durchzusetzen. Als er jedoch nach kurzer Zeit an eine unerfahrene Reisegruppe verkauft wird, sterben viel der Schlittenhunde während der Fahrt und er steht auch knapp vor dem Zusammenbruch. Er verweigert die Weiterreise und wird unerbittlich geschlagen, nur das Einschreiten eines Einheimischen rettet ihm das Leben. Von nun an hält er unerbittlich an seinen neuen Herrn fest und rettet ihm mehrmals das Leben und verübt auch sonst außergewöhnliche Leistungen in seinem Dienst. Und er verwandelt sich immer mehr vom Haushund zurück zum Wolf.
Eine Abenteuergeschichte komplett aus der Sicht des Hauptdarstellers, des Hundes Buck erzählt. Dieser ungewöhnliche Kunstgriff und Londons Erzähltalent macht aus “Ruf der Wildnis” einen hervorragende Abenteuerroman. Besonders jugendliche und tierliebende Leser werden von der Erzählung begeistert sein. London hatte offensichtlich ein besonderes Einfühlungsvermögen für Hunde, denn manche seiner Beschreibungen treffen ihr Verhalten überraschend genau. Obwohl er zugunsten der Geschichte den Hund ziemlich vermenschlichen muss.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Ruf der Wildnis
Autor: Jack London
Verlag: Insel
Seiten: 85
ISBN: 345833677X
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