Timbuktu

Erstellt am: Oktober 26th, 2007

Hilflos muss der Hund Mister Bones mit ansehen, wie sein Herrchen, der Penner Willy stirbt. Das Tier ahnt, dass der Tod seines menschlichen Freundes nichts Gutes für ihn bedeutet. Während Willy vor den Türen des Edgar Allan Poe-Museums dahin dämmert philosophiert der Hund über das Leben, die Menschen über andere Hunde, über Freundschaft und Feindschaft.

Nachdem Willy von einer Polizeistreife aufgegriffen worden und zum Sterben in ein Krankenhaus transportiert worden ist, muss sich Mister Bones alleine durchschlagen. Bei seinen Versuchen möglichst rasch einen neuen Besitzer und eine Bleibe zu finden gerät er in etliche unangenehme Situationen. So verbringt er mehrere Wochen im Hinterhof eines Chinarestaurants, gelangt später zu einer wohlhabenden Familie und schließlich in eine Hundepension.

Austers Idee, die menschliche Gesellschaft aus der Sicht eines klugen Hundes zu betrachten, ist interessant, denn anders als jeder Mensch kann ein Tier frei und unbeschwert von sozialen oder finanziellen Gesichtspunkten seine Gedanken und Philosophien entwickeln. Es sind viele kluge Gedanken und Schlussfolgerungen, die dem Leser auf dies Art und Weise nahe gebracht werden.

So hundertprozentig konnte mich der Roman dennoch nicht begeistern. Es fehlt ihm an Schwung, an Pep und an Humor. Dinge, die in den anderen Werken Austers eigentlich nicht zu kurz kommen. (Eva Behrens)

Titel: Timbuktu
Autor: Paul Auster
Verlag: Rowohlt
Seiten: 189
ISBN: 3499228823

Night Magic

Erstellt am: Oktober 26th, 2007

Michael ist ein Straßenkünstler, der sein Publikum mit einer Mischung aus Zaubertricks und Pantomime unterhält und von seiner Freundin, der Musikstudentin Emily mit der Flöte bei seinen Auftritten begleitet wird.

Bei einem Auftritt begegnet er einem seltsamen alten Mann und wird von diesem durch eine unheimliche Macht gezwungen, sich eine kurze Zeit als Frosch zu fühlen. Von dieser Macht beeindruckt und gegen den Willen Emilys versucht er diesen Mann wiederzufinden, um diese Magie von ihm zu lernen.

Damit beginnt ein langes Katz- und Mausspiel an dessen Ende es Michael schafft zum Lehrling des alten Magiers zu werden. Doch dessen schwarze Magie verändert ihn und verlangt schließlich einen schrecklichen Preis.

Die verhältnismäßig karge Handlung wird auf über 300 Seiten aufgebläht, obwohl er maximal Stoff für eine Kurzgeschichte abgibt. Die Geschichte ist vom Autor zwar gekonnt geschrieben aber es mangelt an originellen Ideen und Überraschungen. Die vorhandene Spannung wird durch keine dramatischen Höhepunkte oder Wendungen angeheizt und auch der Schluss bleibt farblos, obwohl sich alles auf ihn hin zu entwickeln scheint reißt das Geschehen den Leser nicht wirklich mit.

Kritik geschrieben von Alfres Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Night Magic
Autor: Thomas Tryon
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 332
ISBN: 3404128974

Die Meuterei auf der Bounty

Erstellt am: Oktober 26th, 2007

Roger Byam fährt auf der Bounty mit in die Südsee mit dem Auftrag, ein Wörterbuch der Sprache der Einheimischen für die Marine zu erstellen. Unterwegs stellt sich ihr Kapitän Leutnant Bligh als hinterhältiger Tyrann heraus. Bei ihrem Aufenthalt auf Thaiti kann sich die Mannschaft entspannen und Byam und sein Freund, der erste Offizier Fletcher Christian verheiraten jeder sich mit einer Eingeborenen.

Doch irgendwann muss die Heimreise angetreten werden, und Blights Schikanen erscheinen der Mannschaft jetzt noch unerträglicher. Unter der Führung Christians kommt es schließlich zur Meuterei. Bligh wird mit einem Teil der Mannschaft auf einem Beiboot ausgesetzt. Doch nicht alle, die sich nicht an der Meuterei beteiligten finden dort Platz und werden darum später auf Thaiti zurückgelassen, während Christian für sich und die Meuterer eine unbekannte Insel als Versteck sucht. Bligh kommt lebend nach England und die Marine schickt ein Kriegsschiff aus, um die Meuterer einzufangen.

Der typische Abenteuerroman überrascht weder negativ noch positiv in besonderer Weise. Die vermutlich jedem bekannte Geschichte wird flüssig und ohne die in dem Genre nicht seltenen, übertriebenen Schnörkel geradlinig erzählt. Ein kurzweiliges Buch, gerade recht, um so zwischendurch mit Genuss verschlungen zu werden.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Die Meuterei auf der Bounty
Autor: Charles B. Nordhoff, James Norman Hall
Verlag: Ullstein
ISBN: 3548230326

Agile Java-Entwicklung bei O’Reilly

Erstellt am: Oktober 25th, 2007

Agile Softwareentwicklung ist eine vieldiskutierte Strategie für erfolgreiche IT-Projekte. Sie steht für die Fähigkeit, auf veränderte Kundenwünsche, neue Gesetze oder umstrukturierte Marktsituationen erfolgreich reagieren zu können.

Mehr noch: Agile Programmierung fasst ständigen Wandel grundsätzlich positiv auf, denn je häufiger Kunden ihre Wünsche ändern oder präzisieren, desto eher erfüllt das fertige Produkt ihre Anforderungen.

“Agil zu entwickeln steigert die Wahrscheinlichkeit, Software erfolgreich bereitstellen zu können”, bekräftigt der Java Champion Michael Hüttermann. In seinem Buch “Agile Java-Entwicklung in der Praxis” stellt er die Best Practices vor: Paarweises Programmieren etwa, bei dem nach dem Vier-Augen-Prinzip immer zu zweit am Code gestrickt wird oder “Scrum Meetings”, in denen täglich jeder Projektteilnehmer über seine Fortschritte berichtet.

Der mit dem Wolf tanzt

Erstellt am: Oktober 25th, 2007

Leutnant Dunbar wird während des amerikanischen Bürgerkrieges irrtümlich in ein verlassenes Grenzfort im Indianerland geschickt. Dort schlägt er sich anfangs mit Instandsetzungsarbeiten durch und findet langsam Kontakt zu den in der Nähe lagernden Kommahnchenstamm.

Nachdem er mit der Zeit immer mehr von ihnen akzeptiert wird, beginnt er sich in eine als junges Mädchen vom Stamm aufgenommene junge Witwe zu verlieben, die ebenfalls eine Weiße ist. Er lernt die Lebensumstände des Stammes besser kennen und schätzen und durchlebt mit ihnen verschiedene Krisensituationen. So wird er selbst schließlich zum Mitglied des Stammes und entschließt sich, sein Leben in der Zivilisation hinter sich zu lassen.

Das Buch ist der vermutlich bei den Meisten bekannten Verfilmung sehr ähnlich. Man erfährt natürlich etwas mehr über die verschiedenen Charaktere, aber nichts wirklich anderes.

So wie die Indianer lange Zeit in Amerika als die überwiegend “Bösen” in den Western herhalten mussten, so werden sie heute in fast naiver Weise als die edlen, naturnahen und friedlichen Wilden verklärt. In dem Buch wird die Fremdartigkeit der fast noch in der Steinzeit wurzelnden Kultur der Prärieindianer nirgends auch nur angedeutet.

So bleibt ein unterhaltsamer, mit wenig Überraschungen aufwartender und geradliniger Abenteuerroman.

Kritik geschrieben von Alfres Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Der mit dem Wolf tanzt
Autor: Michael Blake
Verlag: Lübbe
Seiten: 282
ISBN: 340413348X

Schwarze Nebel

Erstellt am: Oktober 25th, 2007

Ibn Fadlan wird vom Herrscher von Bagdad in Jahr 922 mit einer Botschaft in das Reich der Bulgaren gesandt. Unterwegs trifft er auf Wikinger und wird von ihnen gezwungen, sie in ihre Heimat zu begleiten um dort einem König gegen eine ihm unbekannte Gefahr beizustehen. Nach der langen Reise müssen sie dort gegen die unheimlichen Wendol genannten Nebelwesen kämpfen.

Crichton hat den alten Reisebericht des Arabers Ibn Fadlan für den Leser in gekonnter Manier aufbereitet. Fasziniert und gespannt verfolgt man die Beschreibungen fremder Länder und Menschen vor 1000 Jahren. Trotz der etwas eigenwilligen Sprache in diesem Buch, ist das Lesen nicht mühsam oder langatmig. Mittels Fußnoten erklärt Crichton unklare stellen oder gibt darin zusätzliche Hintergrundinformationen.

Seit der Verfilmung unter dem Titel “Der 13. Krieger” ist das Buch unter diesem Titel bekannter.

Kritik geschrieben von Alfres Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Schwarze Nebel
Autor: Michael Crichton
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 252
ISBN: 342660289X

Frauen und andere Katzen

Erstellt am: Oktober 25th, 2007

„Frauen und andere Katzen“ behandelt Kurzgeschichten, Märchen und erotische Erzählungen von Carola Heine. Die Düsseldorfer Autorin lebt mit zwei Katzen und vier Computern in einem kleinen Haus, ein wenig aber auch auf Ihrer Homepage im Internet. Ihre Veröffentlichungen werden erfolgreich auf der eigenen Seite gelesen, nun auch in diesem Buch.

18 Kurzgeschichten und Erzählungen rund um das Thema Erotik sind in diesem Buch zu finden. Die Geschichten sind unterhaltsam, in einem lockern Stil geschrieben. Sie handeln von erotischen Tagträumen, Drachen und alten Männern.

Darunter finden sich Geschichten über Katzenliebe, wie „Die Katze“. Aber auch Männererzählungen: „Tiffany“ behandelt zum Teil überzogene Wünsche der Männer, dabei schreibt Heine abrechnend über Männer: „Vereinsamte Dorschgesichter mit nur mittelmäßigen Qualitäten onanieren lieber vor Models auf Papier und Film, als die netten, aber bedauernswert normalen Frauen ihrer Umgebung auch nur zu beachten.“

Carola Heine legt auf Ihren 1997 erschienen Online-Roman „Liebe auf der ersten Klick“ noch eins drauf. „Frauen und andere Katzen“ hat nur eins im Sinn: „Prickelnde Sehnsucht, weiche Knie und flirrendes, ziehendes Verlangen. Katzen und Kontaktanzeigen. Das ewig unbegreifliche Wesen Mann.“ (PF)

Titel: Frauen und andere Katzen
Autor: Carola Heine
Verlag: Books On Demand
Seiten: 104
ISBN: 3898119769

Die Feuer von Eden

Erstellt am: Oktober 25th, 2007

Eleanor bereist Hawaii auf den Spuren eines Tagebuches, dass eine ihrer Vorführinnen bei einer Reise im Jahr 1866 über ihrer seltsamen Abenteuer auf einer der Hawaiianischen Inseln geschrieben hat. Sie residiert in einem Luxushotel, dass dem Milliardär Trumbo gehört. Trumbo will das Hotel an Japaner verkaufen, doch zunehmend eskalierende Probleme mit einheimischen Göttern und Geistern drohen ihm einen Strich durch die Rechnung zu machen. Eleanor und ihre Urlaubsbekanntschaft, die kleine pummelige Cordie geraten auch zunehmend tiefer in diese Geschichte mit einem seltsamen Hund, dem Haifischmann und einem riesigen Schwein hinein.

Dan Simmons schreibt wie Stephen King in Hochform. Dieses Buch hat mir zwar nicht so gut gefallen, wie “Die Kinder der Nacht” oder “Die Macht des Bösen” aber ich finde es trotzdem absolut empfehlenswert. Gleichzeitig mit der Hauptgeschichte treiben die Tagebucheintragungen aus dem Jahr 1866 die Handlung voran und den zwei Finalen entgegen. Schnell durchgelesene, ausgezeichnete Unterhaltung aus dem Horror-Genre.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Die Feuer von Eden
Autor: Dan Simmons
Verlag: Goldmann
Seiten: 443
ISBN: 3442415977

Triage

Erstellt am: Oktober 25th, 2007

Der Kriegsberichterstatter Mark wird in Kurdistan verletzt und kehrt nach New York zurück. Dortige gesundheitliche Probleme stellen sich bald als Folgeerscheinung einen psychischen Traumas heraus. Der etwas zwielichtige Großvater seiner Lebensgefährtin bietet ihm unkonventionelle Hilfe an. Doch seine Freundin sträubt sich dagegen, weil sie jeden Kontakt mit ihm wegen einer Vergangenheit im faschistischen Spanien abgebrochen hat, und sie fürchtet, dass er versucht sich auf diese Art wieder in ihr Leben zu drängen. Mark jedoch gefällt seine Methode, sein Trauma zu beseitigen, und er will es damit versuchen.

Der Autor war selbst erfolgreicher Kriegsberichterstatter und kennt daher die Materie, über die er in seinem Debütroman schreibt. Obwohl die Erlebnisse der Hauptfigur in den Krisenregionen nur eine Nebenrolle spielen und es hauptsächlich um die innere Befindlichkeiten der drei Protagonisten und ihrer Beziehungen zueinander geht.

Ein eher ruhiges Buch mit kurzen, dann aber sehr dramatischen Einschüben wenn Erlebnisse aus dem Berufsleben der Hauptfigur erzählt werden.

Kritik wurde geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von www.buchkritik.at

Titel: Triage
Autor: Scott Anderson
Verlag: Alexander Fest Verlag
Seiten: 287
ISBN: 3828600344

Träume wie Gold

Erstellt am: Oktober 25th, 2007

Dora Conroy ist Besitzerin eines Antiquitätengeschäfts. Auf einer Auktion ersteigert sie mehrere ungewöhnliche Teile, eigentlich mehr aus Spaß, als um groß Geld damit zu verdienen. Dora weiß jedoch nicht, daß diese Stücke eigentlich für einen Kunstschmuggler bestimmt waren, und sie damit bald eine tödliche Bedrohung auf sich aufmerksam macht.

Jed Skimmerhorn hat seinen Job bei der Polizei aufgegeben, nachdem sein letzter Fall damit endete, dass man seine Schwester umgebracht hat. Er mietet sich bei Dora Conroy ein, und hat bald ein Auge auf seine hübsche Vermieterin geworfen. Und als er feststellt das ihr Leben bedroht ist, macht er sich mit Dora zusammen auf die Suche nach einer Erklärung für all die seltsamen Todesfälle und Einbrüche.

Dabei entdecken sie nicht nur ungeheuerliches, sondern auch noch ihre Liebe füreinander.

Auch hier kann man sich auf Nora Roberts verlassen. Eine gute Story, zwei interessante Helden und das gemixt mit einem tollen Schreibstil, garantiert dem Leser ein paar unterhaltsame Lesestunden.

Kritik geschrieben von Isolde Wehr, Herausgeberin der romantischen Bücherecke (http://www.die-buecherecke.de)

Titel: Träume wie Gold
Autor: Nora Roberts
Verlag: Heyne Taschenbuch
Seiten: 525
ISBN: 3453177614

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