Wie Frauen fischen und jagen



Jane ist vierzehn, als sie beginnt, sich für den Umgang mit dem anderen Geschlecht zu interessieren. Zunächst jedoch geht es noch nicht um ihre eigenen Liebesdinge, sondern sie beobachtet ihren Bruder Henry und dessen Freundin.

Einige Jahre später hat Jane dann selber diverse Beziehungen zu Männern. Doch sie hat kein Glück mit ihren Partnern, denn alle ihre Beziehungen sind mehr oder weniger stressig und scheitern schließlich.

Da ist zum Beispiel Jamie, der mit Jane in die Karibik reist und den Urlaub dazu nutzt um wieder mit Bella, seiner inzwischen verheirateten Exfreundin anzubändeln.

Der nächste Mann ist Archie, ein berühmter Lektor, mehr als doppelt so alt wie Jane, mit diversen gesundheitlichen und sexuellen Problemen geschlagen und obendrein auch noch Alkoholiker. Doch Jane hat auch nach der schließlich erfolgten Trennung Schwierigkeiten, sich von ihm zu lösen. Nach einigen Jahren beginnt sie die Beziehung erneut und erleidet zum zweiten Male Schiffbruch.

Der nächste Mann bringt Jane ebenfalls kein Glück und so langsam beginnt sie an ihrer sexuellen Attraktivität zu zweifeln.

Auf der Hochzeit ihrer besten Freundin lernt sie Robert kennen – ihren Traummann!

Diesmal will sie absolut nichts falsch machen und zieht das Büchlein “wie Frauen fischen und jagen” zu Rate. Die beiden Ratgeberinnen Faith und Bonnie versorgen sie mit Tips à là “mach’ dich rar” oder “lass ihn nach dir lechzen” und “wecke seine Eifersucht”.

Zunächst scheint die Strategie der beiden Beraterinnen aufzugehen, doch dann plötzlich zieht sich Robert von Jane zurück….

Das Buch ist leicht und locker mit einer gewissen Boshaftigkeit und einem wohlschmeckenden Spritzer Humor erzählt. Es ist angenehm zu lesen, unterhaltsam und an einigen Stellen sogar mit einem gewissen Tiefgang versehen. Obwohl auch einige traurige Stellen vorkommen, handelt es sich um ein vergnügliches Werk, das einen fröhlich stimmt. Das einzige, was mich an dem Roman stört, ist das etwas einsam im Raume stehende eingeschobene Kapitel über Janes Wohnungsnachbarin, vor allem weil es eine Weile dauert, bis der Leser überhaupt begreift, von wem da jetzt plötzlich die Rede ist. Doch ansonsten handelt es sich um ein erfreuliches Buch, das ich gerne weiterempfehlen möchte.

Kritik geschrieben von Eva Behrens, Herausgebering von Evas Leseland

Titel: Wie Frauen fischen und jagen
Autor: Melissa Bank
Verlag: Diana
ISBN: 3828400302

Abgelegt unter Romane

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