C@sino Online
Jim, ein karrierebewusster Redakteur bei einer Zeitschrift über die Kultur des Computer- und Internetzeitalters, will unbedingt den Buchautor Darren Cooper treffen, um mit ihm über eine Idee zu einem Buch ins Gespräch zu kommen. Als er von einer Party erfährt, wo Cooper auftauchen soll, beschließt er auch hin zu gehen.
Kat, eine junge Praktikantin bei einem noch recht erfolglosen, jungen Computermagazin, ist mit einigen Freunden auch dort eingeladen.
Als Jim wegen einer Autopanne verspätet auf dieser Party erscheint, ist Cooper schon wieder weg. Doch er hat gesagt, dass er sich wahrscheinlich später am Abend noch einmal mit Kats Gruppe treffen will. Jim hört das, und überredet die jungen Leute bei ihm zu Hause weiterzufeiern, um Cooper doch noch zu treffen. Dort lässt er sich mitreißen, und konsumiert reichlich Pot und Alkohol und bricht schließlich im Bad völlig weggetreten zusammen.
Kat bemerkt seinen aufgedrehten Computer und durchstöbert seine Bookmarks. Dabei stößt sie auf eine Glücksspiel-Homepage und verspielt im Glauben, dass es nicht um richtiges Geld geht, eine sehr hohe Summe. Am nächsten Tag bekommt Jim eine E-Mail mit seinen Schulden von diesem Online-Casino und schreibt verärgert über den vermeintlichen Irrtum zurück, ist sich aber danach nicht sicher, ob er nicht in seinem berauschten Zustand doch gespielt hat.
Bald darauf trifft er wieder mit Kat zusammen und kommt ihr kurz näher. Als sie ihn auf ihrem Roller nach Hause fährt, bemerkt er ein Auto und einige zwielichtige Typen vor seinem Haus und Kat und er fliehen. Damit beginnt eine immer gefährlicher werdende Verfolgungsjagd für die Beiden.
Der Roman ist ein schwungvoller Thriller aus dem Umfeld der Technik-Freaks. Die Ausdrücke aus der Internetwelt werden ohne Erklärung benutzt, und darum mag sich jemand ohne irgend welche Erfahrungen in diesem Bereich vielleicht manchmal etwas schwer damit tun.
Die beiden Hauptpersonen werden in ihrer Persönlichkeit für mein Gefühl oft etwas zu schnell der Handlung angepasst. So wandelt sich Jim ziemlich übergangslos vom Erfolgsgeilen Unsympathler zum Good-Guy um den Leser die Identifikation nur ja nicht ein wenig anstrengend zu machen.
Insgesamt überwiegt aber aufgrund des flotten Tempos und des interessanten Umfeldes der positive Eindruck.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: C@sino Online
Autor: Carla Sinclair
Verlag: Knaur
Seiten: 363
ISBN: 3426609460
Abgelegt unter Romane
