Was nicht bei darwin steht: Der Instinkt

Erstellt am: November 26th, 2007

Klappentext:
1885 erfuhr die Öffentlichkeit erstmals, dass der große Naturforscher Charles Darwin einen Teil seiner Texte in seinen weltbekannten Werken über die Entstehung der Arten und die Abstammung des Menschen nicht veröffentlicht hatte. Diese „unterdrückten“ Texte durften jedoch mit Darwins Erlaubnis in den Werken seines Kollegen G. John Romanes abgedruckt werden. So wurden Original-Texte von Darwin nicht unter dessen, sondern unter fremden Namen publiziert -und gerieten in Vergessenheit; darunter auch Charles Darwins Essay über den Instinkt.

Rezension:
Darwin geht in seinem Essay der Frage nach, ob es nach seiner Theorie möglich ist, dass der tierische Instinkt nicht etwa angeboren sei, sondern durch schrittweise Umbildung die Erwerbung eines höhern Instinktes möglich macht. Nach seiner Theorie sei das Aussterben vieler Spezies darauf zurückzuführen, dass diese Arten Ihren Instinkt nicht umbilden oder vervollkommnen, um den Lebenskampf mit den übrigen Arten Ihres Gebietes fortsetzen zu können.

Anhand von Beispielen wie den Wander- und Nestbauinstinkt bei Vögeln oder die erbliche Zahmheit der Haustiere deutet er auf den Unterschied zwischen zufällig auftretenden Gewohnheiten, welche aber nicht als richtige Instinkte betrachtet werden können, wohl aber den Anlass zur Entwicklung geben könnten, hin.

Dieses Essay erschien bereits vor 135 Jahren und liegt nun als kostengünstiger Reprint vor. Mit wenigen Ausnahmen, die kenntlich gemacht sind, wurden Satzfehler und falsche Interpunktion übernommen, um das Werk nicht zu verfälschen. (Silvia Dunker)

Titel: Was nicht bei darwin steht: Der Instinkt
Autor: Charles darwin
Verlag: M.-G.-Schmitz
Seiten: 87
ISBN: 3922272568

Die Neandertaler

Erstellt am: November 26th, 2007

Anhand der Geschichte der Forschung über die Neandertaler werden Stück für Stück die jeweiligen Erkenntnisse über unsere Vorfahren erklärt. Für ein populärwissenschaftliches Buch ist es durchaus anspruchsvoll aber dabei noch immer allgemein verständlich. Für jeden Interessierten eine lohnende Anschaffung.

Kritik wurde geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von www.buchkritik.at

Titel: Die Neandertaler
Autor: Erik Trinkaus/Pat Shipman
Verlag: C.Bertelsmann
Seiten: 576
ISBN: 3570121380

Fermats letzter Satz

Erstellt am: November 26th, 2007

Seit mehreren Wochen nun schon hat sich “Fermats letzter Satz” von Simon Singh einen festen Platz auf den oberen Rängen der Sachbuch-Bestsellerlisten erobert – und dies, obwohl das Buch keine leichte Kost auftischt, sondern sich mit einer Materie befasst, die vielen von uns aus der Schule noch in eher unerfreulicher Erinnerung geblieben sein dürfte. Es geht um Mathematik, genauer gesagt um die Entschlüsselung eines Rätsels, das Pierer de Fermat, ein genialer Kopf aus dem siebzehnten Jahrhundert, der Nachwelt hinterlassen hat.

Seitdem der Franzose in einer nachlässig hingekritzelten Notiz die Behauptung aufgestellt hat, er könne beweisen, dass der Satz des Pythagoras nur bis zur zweiten Potenz gelte, dieser in allen höheren Potenzen jedoch nicht lösbar sei, haben sich Mathematiker aus aller Herren Länder um die Entdeckung dieses Beweises bemüht, doch erst im Jahre 1995 gelang es Andrew Wiles mit den modernsten und ausgeklügelten Methoden und Verfahren der heutigen Mathematik dann tatsächlich diese Aufgabe zu bewältigen.

Anregend und teilweise sogar spannend erzählt uns Singh die Geschichte der harten Nuss, die Fermat den Mathematikern zu knacken gegeben hatte. Er spannt dabei einen weiten Bogen vom alten Griechenland bis in die heutige Zeit. Er macht uns mit den berühmtesten Mathematikern der verschiedensten geschichtlichen Epochen und mit ihren Entdeckungen bekannt. Wir erfahren etwas über die alten Griechen Pythagoras, Euklid und Diophantos, über Leonard Euler, den unglücklichen Evariste Galois, Blaise Pascal, Carl-Friedrich Gauß, Sophie Germain, die allen Vorurteilen zum Trotz bewies, dass auch Frauen etwas von Mathematik verstehen können, natürlich auch viel über Pierre de Fermat – neben Wiles eine der beiden wichtigsten Personen des Buches – sowie über Mathematiker der jüngeren Zeit wie die Japaner Taniyama und Shimura, über Ken Ribet, nicht zuletzt auch über Andrew Wiles persönlich und über viele andere Wissenschaftler mehr. Auf diese Weise macht Singh seine Leser mit der Geschichte der Mathematik und mit ihren wichtigsten Entdeckungen vertraut. Zum Glück langweilt er uns nicht mit seitenlangen, für Laien unverständlichen Formelgebilden und hochgestochenen Gleichungen und Funktionen, aber er hält seine Leser auch nicht für zu blöde um kompliziertere Sachverhalte nachverfolgen und zumindest in Grundzügen verstehen zu können und gibt ihnen durchaus die Gelegenheit, geniale Gedankengänge zum Teil längst verstorbener Geistesgrößen nachzuvollziehen.

Wer den Text aufmerksam liest hat zumindest immer eine ungefähre Vorstellung vom dem, um was es geht.

Im Anhang erläutert Singh einige logische Beweisführungen, die auch von Nicht – Mathematikern verstanden werden können.

Insofern erweitert die Lektüre dieses Buches nicht nur unser Allgemeinwissen sondern sie gibt auch den grauen Zellen ein wenig Arbeit.

Da offenbar eine Menge Leute dieses Buch kaufen (und hoffentlich auch lesen) komme ich hocherfreut zu der Feststellung, das es doch auch für uns Deutsche noch etwas anderes gibt, als Zlatko, “Big Brother” und “Wadde hadde dudde da”. Kritik geschrieben von Eva Behrens, Herausgeberin von “Evas Leseland”

Titel: Fermats letzter Satz
Autor: Simon Singh
Verlag: dtv
Seiten: 364
ISBN: 342333052X

Numerische Mathematik mit Excel

Erstellt am: November 26th, 2007

Microsoft Excel ist eines der erfolgreichsten Tabellenkalkulationsprogramme. Marian Mesina beschreibt in einer Kurzfassung die Excelgrundlagen, Direktberechnungen und darauf aufbauende mathematische Funktionen, als auch das Solver Modul und die Zielwertsuche. Eine Einführung in die VBA-Programmierung zeigen den Weg zur linearen Algebra, Lösungen von nichtlinearer Gleichung, Approximation von Funktionen und numerische Lösung gewöhnlicher Differentialabgleichung.

Grundlegend wurde das über 200 Seiten starke Buch in zwei Bereiche unterteilt. Zum einen in Grundlagen und zum anderen in numerische Verfahren, welche sich ebenfalls in neun verschiedene mathematische Bereiche unterteilen.

Die in dem Buch vorgestellten Beispiele wurden auf zwei Arten gelöst. Zum einen ohne und zum anderen mit VBA-Programmierung. Verständliche und bebilderte Lösungswege zeigen die Stärken von Excel.

Die beigelegte CD beinhaltetet Ziele zur Umsetzung und animiert den Benutzer weitere zu finden und zu verstehen. Anwender, welche kein Interesse zur Programmierung haben kommen aber nicht zu kurz. Fertige Ergebnisse sind ebenfalls auf der CD enthalten.

Auf den ersten Seiten kann man erkennen, dass das Buch für Laien nicht geeignet ist. Allerdings ist das auch nicht gewollt. Spricht der Autor bereits in seinem Vorwort die Zielgruppe der Excelanwender an, welche hauptsächlich in dem technisch-wissenschaftlichen und betriebswissenschaftlichen Bereich angesiedelt sind, als auch Mathematikstudenten.

Interessierten Anwendern ist das Buch zu empfehlen, allen anderen ist abzuraten, da DM 99,95 zu viel sind, um das Buch unverstanden bei Seite zu legen. (Silvia Dunker)

Titel: Numerische Mathematik mit Excel
Autor: Marian Mesina
Verlag: Franzis Verlag
Seiten: 217
ISBN: 3772343147

Blutsauger, Staatsgründer, Seidenfabrikanten

Erstellt am: November 25th, 2007

Die schier unendliche Vielfalt an Insekten, ihren Verhaltensweisen und ihren Einfluss auf die Menschen werden in diesem Buch in leicht lesbarer Form vorgestellt.

So war zum Beispiel die Seidenraupe bei der Entwicklung des Computers indirekt beteiligt, weil die ersten Lochkarten für einen Webstuhl entwickelt werden.

Fadenkreuze werden aus den Spinnfäden der bekannten, überaus giftigen Schwarzen Witwe hergestellt.

Das schnelle Zuschlagen der Gottesanbeterin inspirierte einen Kung-Fu Meister zu der Kreation eines nach diesem Insekt genannten Kampf – Stil.

Anfang des 19. Jahrhunderts waren in England dunkle Versionen des Birkenspanners unter Schmetterlingssammlern eine seltene Rarität. Doch bald waren dies häufiger als die hellere Version. In den Industriegebieten von Birmingham war die dunkle Färbung als Tarnfarbe wegen Ruß, Rauch und dem Absterben der hellen Flechten an Bäumen nützlicher. Als Gesetze gegen Umweltverschmutzung für reinere Luft sorgten, nahm auch der Bestand an hellen Birkenspannen wieder zu.

Im Mittelalter wurde Insektenschwärme durch kirchliche Gerichte angeklagt und, trotz eines eigens für sie gestellten Verteidigers, manchmal Exkommuniziert.

Der spätere Teufel Beelzebub war ein Gott und der Herr der Fliegen bei den Philistern in der Stadt Ekron.

Kritik wurde geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Blutsauger, Staatsgründer, Seidenfabrikanten
Autor: May R. Berenbaum
Verlag: Spektrum Akademischer Verlag
Seiten: 526
ISBN: 3827400783

Warum macht Sex Spaß?

Erstellt am: November 25th, 2007

In diesem Buch sind keine neuen Stellungen zu finden um das eigene Liebesleben unfallgefährdeter zu gestalten. Hier spekuliert der Evolutionsbiologe Diamond darüber, warum und wie sich die menschliche Sexualität zur bekannten Form entwickelt hat.

Von einem Kapitel zum Nächsten stellt er Eigenheiten der menschlichen Fortpflanzungsstrategie, wie die nicht wahrnehmbare “Brunstzeit”, die ununterbrochene sexuelle Aktivität oder die weiblichen Wechseljahre, vor und vergleicht oder kontrastiert sie zum besseren Verständnis mit dem Fortpflanzungsverhalten bestimmter Tiere.

Diamond beschreibt das alles in einer auch für den Laien leicht verständlichen, unterhaltsamen und lesbaren Form.

Kritik wurde geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von www.buchkritik.at

Titel: Warum macht Sex Spaß?
Autor: Jared Diamond
Verlag: C.Bertelsmann
Seiten: 190
ISBN: 3570120082

Dune – Der Wüstenplanet

Erstellt am: November 25th, 2007

Obwohl bereits in den sechziger Jahren geschrieben, führt „Dune“ dennoch in den meisten Umfragen die Skala der beliebtesten SF-Romane an und verweist „Star Wars“ und Konsorten auf die weiteren Plätze. Beachtet man, dass bislang jede filmische Umsetzung von „Dune“ sich zu einem mehr oder wenig großen Flop entwickelte, so ist dieses Ergebnis noch beachtlicher.

Die 1984 entstandene Verfilmung von David Lynch war künstlerisch ambitioniert, scheiterte letztendlich jedoch an der äußerst komplexen Story, die beinahe unmöglich in 2 Stunden zu verfilmen ist. Auch der vor einigen Monaten erschienene Director’s Cut von David Lynchs „Dune“ kann an diesem Manko nur wenig ändern.

Die zweite Verfilmung, die vorletztes und letztes Jahr entstanden ist, scheitert nicht an der Story, die diesmal angemessenen Platz findet, sondern an den unzulänglichen schauspielerischen Leistungen und den erbärmlichen Special Effects, die den ganzen Film deutlich als TV-Serie outen.

So bleibt dem Leser nichts anderes übrig, als „Dune“ in seinem eigenen Kopf zu verfilmen. Und mit der jetzt anlässlich der neuen Verfilmung erschienenen Auflage werden auch wieder neue und alte Anhänger der Sage um Paul Atreides und den Wüstenplanet Arrakis in den Bann gesogen, dem schon so viele erlegen sind.

Arrakis ist eine feindliche und lebensbedrohende Welt, deren Gefahr durch riesige Sandwürmer noch potenziert wird. Einzige Bewohner des Wüstenplanets sind die Fremen, deren Augen durch das nur auf Arrakis vorkommende Spice vollkommen blau gefärbt sind. Und dieses Spice ist der Grund, warum Arrakis zu einem Streitpunkt zwischen mächtigen Herzogshäusern wird: Anhand dieser bewusstseinserweiternden Substanz ist es möglich, interstellare Flüge innerhalb von Sekundenbruchteilen zu erledigen. Wer Arrakis kontrolliert, kontrolliert das Spice und somit das Universum.

Kein Wunder, dass sich deshalb mächtige Familien in ein Intrigenspiel verwickeln, das im Verlauf der Handlung immer undurchdringlicher wird und den im Mittelpunkt stehenden Paul Atreides zuerst verwirrt, ihn dann aber zum Kämpfer für die Freiheit von Arrakis macht. Mithilfe des Spice und der Fremen organisiert er den Widerstand gegen die Harkonnen, den mächtigen Widersacher der Atreides. Doch welche Rolle spielt Pauls Mutter dabei und wem kann man vertrauen und wem nicht?

Mehr Worte über die Story zu verlieren, wäre müßig, denn die Story von „Dune“ ist hochkomplex angelegt und spielt auf mehreren Ebenen. Außerdem hat Autor Frank Herbert die Erzählung von Anfang an auf mehrere Bände festgelegt, weshalb die komplette Geschichte von „Dune“ in insgesamt 5 Bänden erschienen ist, deren Qualität allerdings im weiteren Verlauf immer mehr nachlässt.

Der große Erfolg der Serie beruht zu einem großen Teil auf dieser Komplexität, denn Frank Herbert verstand es ausgezeichnet, eine Prise Machiavelli mit Abenteuer, Action und der niemals alt werdenden Metamorphose eines behüteten Jungen zum Freiheitskämpfer zu mixen. Durch die exzellente Atmosphäre des Buches, die den Wüstenplanet Arrakis zu einem wunderschönen und gleichzeitig entsetzlichen Ort macht, hob Herbert seine Erzählung auf einen Platz ganz weit oben im Olymp der Science-Fiction-Literatur. Mittlerweile hat sogar die Computerspielbranche „Dune“ als Schauplatz entdeckt und versorgt die Schar der Echtzeitstrategiefans in regelmäßigen Abständen mit neuen Spielen rund um das Spice. Diese Gründe sorgen dafür, warum die Quelle der neuen Jünger des Spices niemals versiegen wird und „Dune“ auch noch in 50 Jahren zu einem der meistgelesenen Science-Fiction-Büchern gehören wird, auch wenn Teile davon mittlerweile schon antiquiert wirken.

Die neue Auflage anlässlich der Neuverfilmung verfügt über Bildtafeln der Schauspieler und Szenen aus dem Film, aber wer möchte schon ernsthaft Uwe Ochsenknecht in einem Science-Fiction-Film sehen? Die Bilder allein stellen keinen Kaufanreiz für passionierte Dune-Freaks dar, wer „Dune“ jedoch noch nicht besitzt, kann unbesorgt zugreifen! (Tino Hahn)

Titel: Dune – Der Wüstenplanet
Autor: Frank Herbert
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 873
ISBN: 3453185676

Ich, der Robot

Erstellt am: November 25th, 2007

“Das Buch ist eine durch eine Zwischenhandlung verbundene Kurzgeschichtensammlung. Der Autor ist einer der bekanntesten Klassiker in diesem Genre. Heute vielleicht nicht mehr so herausragend wie in der Entstehungszeit seiner Bücher aber allemal noch lesenswert. Kaum ein anderer Autor hatte mehr Einfluss auf andere SF-Autoren und selbst auf manche Wissenschafter (z.B. KI) als Asimov. Zuletzt ist “”Ich, der Robot”" auf deutsch zusammen mit “”Geliebter Roboter”" und “”Der Zweihundertjährige”" unter dem Titel “”Meine Freunde, die Roboter”" (ISBN: 3-453-12766-8) erschienen.

Robbie
Robbie
1940
30 Seiten

Die kleine Gloria hat einen Roboter als Kindermädchen. Als ihre Mutter sich wegen ihrer zu nahen Beziehung zu ihm Sorgen macht, gibt sie ihn weg. Gloria wird daraufhin immer zurückgezogener und die Familie zieht nach New York um sie durch die neue Umgebung von ihrer Trauer um ihren maschinellen Freund abzulenken. Doch es hilft alles nichts, Gloria versucht weiter ihren “”Robbie”" wiederzufinden.

Die kleine, sentimentale Geschichte spielt am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts, in der Anfangszeit des Asimov-Universums. Der darin vorkommende Roboter kann noch nicht sprechen.

Runaround
Runaround
1942
28 Seiten

Auf einer Expedition zu einem stillgelegten Bergwerk am Merkur spielt der mitgenommene Roboter verrückt. Die zwei mit ihm dort festsitzenden menschlichen Forscher Donovan und Powell benutzen dort seit Jahren deaktivierte Roboter und ihren Kopf, um die Ursache dafür zu finden. Eine Kurzgeschichte über die berühmten Roboterregeln von Asimov. Durchschnitt.

Vernunft
Reason
1941
27 Seiten

Donovan und Powell sind auf einer Raumstation stationiert, die Sonnenenergie mittels eines Unwandlers an die Erde weiterleitet. Zur Unterstützung bekommen sie die Bauteile des neuen Robotertyps QT1. Nachdem sie ihn zusammengebaut haben und “”Cutie”" genannt haben, entwickelt er eigenartige Vorstellungen. Er hält sich als ein den Menschen überlegenes Wesen und glaubt nicht, von ihnen geschaffen worden zu sein. Stattdessen hält er den Umwandler für seinen Schöpfer und sich selbst für dessen Prophet. Donovan und Powell versuchen mal wütend, mal gerissen, den Roboter von den Tatsächlichen Umständen zu überzeugen.

Wieder spielen Donovan und Powell die Hauptrolle. In dieser Geschichte geht’s aber etwas humoriger zu und auch die Grundidee ist origineller und hat in der Science Fiction zahlreiche Nachahmer gefunden.

Erst den Hasen fangen
Catch the Rabbit
1944
31 Seiten

Donovan und Powell sollen den neuen Roboter Dave auf einem Asteroiden bei Bergwerksarbeiten überwachen. Dave unterstehen fünf andere Roboter, die fast so etwas wie Körperteile von ihm selbst sind. Wie üblich, tauchen bald Probleme auf. Die beiden menschlichen Überwacher versuchen alles Mögliche, um die Sache Aufzuklären. Sie erkennen, daß Dave und seine fünf “”Finger”" immer bei Notsituationen verrückt spielen. Weil sie nicht dahinter kommen, was da schief läuft, lösen sie selbst so eine Situation aus und bringen sich dabei aber nur selbst in Lebensgefahr.

Diese Geschichte hat nicht ganz die Qualität der Vorhergehenden, ist aber auch noch sehr gut.

Ein Lügner
Liar!
1941
28 Seiten

Nach der Montage stellt sich bei einem Roboter heraus, dass er Gedankenlesen kann. Die Robotpsychologin Dr. Calvin soll mit Anderen herausfinden, warum das so ist. Diese Untersuchung ist nicht ohne Fallstricke, weil der Roboter die intimsten Gedanken der Beteiligten kennt. Durch das erste Robotergesetz, niemals einen Menschen zu verletzten oder das auch nur durch Untätigkeit zuzulassen, fühlt er sich veranlasst, den Menschen auch bei ihrer privaten Konflikten behilflich zu sein. Und damit sorgt er für einige Verwirrung und bringt sich auch selbst in eine Zwickmühle.

Eine durchaus originelle Idee stand bei dieser Kurzgeschichte Pate. Wie bei “Runaround” geht es um die Konflikte zwischen den verschiedenen Robotergesetzen und die Probleme, die daraus entstehen. Offensichtlich ein Lieblingsthema des frühen Asimov.

Kleiner verlorener Robot
Little lost Robot
1947
41 Seiten

In einem gesperrten Gebiet im Weltraum wird der neue hyperatomische Motor hergestellt. Besondere Umstände bei dieser Arbeit erfordern Roboter, bei denen das erste Robotergesetz modifiziert wurde. Als sich einer dieser Roboter nach einem missverständlichen Befehl auf einem Frachtschiff zwischen zweiundsechzig absolut identischen Robotern versteckt, kann ihn niemand von ihnen unterscheiden. Dr. Calvin und Dr. Bogert von der Firma U.S. Robot werden hingesandt um das Problem zu lösen. Mit Hilfe verschiedener Versuche mit den dreiundsechzig Robotern versuchen sie den Problematischen herauszufiltern. Aber aufgrund seiner Modifikation ist es ihm immer wieder möglich, sie zu überlisten.

Wieder präsentiert Asimov eine Kurzgeschichte mit Dr. Calvin. Überhaupt sind seine Charaktere durch ihr wiederholtes Vorkommen für das Kurzgeschichtenformat auffallend komplexe Persönlichkeiten. Beim Thema der Geschichte spielen, wie fast immer, die Robotergesetze die Hauptrolle.

Flucht
Paradoxical Escape
1945
33 Seiten

Die beiden Firmen U.S.Robot und Consolidated Robot Corp. sind heftig mit der Entwicklung eines interstellaren Raumschiffes beschäftigt. Als das Rechengehirn von Consolidated Robot Corp. bei einer dafür benötigten Berechnung zerstört wird, bietet die U.S.Robot für die Berechnung dieser Aufgabe eine Riesensumme. Da U.S.Robot das einige noch funktionierende Robotsupergehirn hat, hofft die Konkurenzfirma, daß dieses ebenfalls bei der Aufgabe zerstört wird. U.S.Robot glaubt aber mit der Aufgabe fertig zu werden, ohne das das Rechnergehirn kaputt geht und damit die für die Raumfahrt nötigen Berechnungen zu bekommen und gleichzeitig einen Haufen Geld zu verdienen. Vorsichtig gehen sie ans Werk, doch die Probleme lassen Naturgemäß nicht lange auf sich warten.

Hier treten die eher witzigen Charaktere Donovan und Powell das erste Mal in einer Geschichte mit Dr.Calvin und dem restlichen Forscherteam zusammen auf. Eine locker erzählte Kurzstory mit einfallsreichen Hintergrund. Und natürlich spielen auch wieder die unvermeidlichen Robotergesetze eine Rolle…

Beweismaterial
Evidence
1946
37 Seiten

Der Kandidat für das Bürgermeisteramt, Stephen Byerley wird von seinen politischen Gegnern beschuldigt, ein Roboter zu sein. Um das zu beweisen, werden Dr. Calvin und Dr. Lanning von U.S.Robot mit einer Überprüfung beauftragt. Doch Byerley ist ein mit allen Wassern gewaschener Staatsanwalt und lässt sich nicht so leicht in die eine oder andere Richtung drängen, sondern nutzt die Situation schlussendlich für seine Zeile aus.

Eine gelungene Pointe macht diese Kurzgeschichte mit ihrem einfallsreichen Plot zu einer der Besten in “”Ich, der Robot”".

Der unvermeidliche Konflikt
The evitable Conflict
1950
34 Seiten

Die Welt ist unter einem Zentralkoordinator in vier Bereiche mit jeweils einem eigenen Koordinator und einem beratenden Superrechnergehirn aufgeteilt. Stephen Byerley ist dieser Zentralkoordinator und er sieht sich zwar kleinen, aber beunruhigenden Fehlleistungen der Rechengehirne gegenüber. Mit Hilfe von Dr. Calvin und einer Visite bei den vier Regionalkoordinatoren versucht er den Grund dafür herauszufinden.

Ein im Vergleich zu den anderen Kurzgeschichten in diesem Buch Durchschnittliche Geschichte mit eher schwachem Schluss.”

Die Kritik wurde geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Ich, der Robot
Autor: Isaac Asimov
Verlag: Heyne
Seiten: 263
ISBN: 3453127668

Der Zweihundertjährige

Erstellt am: November 25th, 2007

Das Buch ist eine Kurzgeschichtensammlung. Zuletzt ist “Der Zweihundertjährige” auf deutsch zusammen mit “Ich, der Robot” und “Geliebter Roboter” unter dem Titel “Meine Freunde, die Roboter” (ISBN: 3-453-12766-8) erschienen.

Im besten Mannesalter
The Prime of Life
1966

Gedicht des verärgerten Autors, weil er von Fans beim persönlichen Aufeinandertreffen immer überrascht zu hören bekommt, dass sie ihn für einen sehr alten Mann gehalten hätten.

Weibliche Intuition
Feminine Intuition
1969
33 Seiten

Die Firma U.S.Robot beschließt, einen Roboter mit intuitiven Fähigkeiten zu bauen um unter den unzähligen Sternen mit Planeten einen mit einem besiedelbaren Planeten zu finden. Die riesige Menge von Daten stellte bisher konventionelle Roboter vor unlösbare Probleme. Um Widerstand in der Öffentlichkeit vorzubeugen wird der neue Roboter als “weiblicher Roboter” bezeichnet und mit einer passenden Stimme ausgestattet. Doch ein überraschender Unfall bewirkt die Zerstörung dieses Roboters, der die Lösung gefunden, aber noch nicht weitergegeben hat. Nur ein Zeuge soll davon wissen, doch die Mitarbeiter von U.S.Robot finden ihn trotz intensiver Bemühungen nicht. Verzweifelt bitten sie die längst pensionierte Dr. Calvin um Hilfe.

Durchschnittliche Robotergeschichte mit einer humorigen Schlusspointe.

Der Wasserschlag
Waterclap
1970
47 Seiten

Der Sicherheitschef der Mondkolonie besucht eine Unterwassersiedlung um sich über deren Sicherheitsvorkehrungen zu informieren. Doch in Wirklichkeit führt er ganz anderes im Schilde.

Eine etwas langatmig geratene Geschichte. Der Hintergrund wird in Form von Dialogen zwischen den Protagonisten erklärt, und das zieht die Sache etwas in die Länge.

Daß du seiner eingedenk bist
That thou art mindful of him
1974
32 Seiten

Die Firma U.S.Robot steht vor dem Zusammenbruch, weil sich die Roboter durch ihre Effizienz bei ihrer Arbeit im Weltraum selbst überflüssig gemacht haben und ihr Gebrauch auf der Erde von der Regierung verboten ist. Keith Harriman ist sich der Ausweglosigkeit der Lage bewusst und setzt heimlich einen Roboter auf das Problem an, weil derartige Tätigkeit für diese streng untersagt ist. Und wirklich, knapp vor dem Aus findet der Roboter eine Lösung, die Harriman als seine eigene Idee in der Öffentlichkeit präsentiert.

Gute, aber nicht herausragende Robotergeschichte. Der Schluss mit seinen unerfreulichen Aussichten rettet sie aber.

Fremdling im Paradies
Stranger in Paradise
1974
34 Seiten

In einer düsteren Zeit sorgen die beiden Brüder Anthony und William als treibende Kräfte für den ersten Roboter auf dem Merkur. Das selbständig denkende Gehirn dieses Roboters befindet sich auf der Erde und bis es soweit ist, sind einige Schwierigkeiten zu überwinden. Nicht zuletzt zwischen den beiden Brüdern.

Eine eher dunkle Kurzgeschichte mit zu dieser Stimmung passenden Pointe.

Das Leben und Streben des Multivac
The Life and Times of Multivac
1975
17 Seiten

Der Supercomputer Multivac hat die Menschheit vor dem Untergang bewahrt und beherrscht seither alle Aspekte der wenigen Überlebenden. Ronald Bask schleicht sich in sein Vertrauen ein, wobei er das Vertrauen aller seiner Freunde riskiert und schlussendlich auch verliert. Doch sein von langer Hand vorbereiteter Plan scheint ihm jede Unannehmlichkeit wert zu sein.

Kurze, zügig voranschreitende Kurzgeschichte mit einer herrlich zweideutigen Pointe.

Worfeln
The Winnowing
1976
10 Seiten

Die politische Führung der Erde hat sich wegen gravierender Nahrungsknappheit zu einem groß angelegten Massenmord zugunsten weniger, dann aber überlebensfähiger Millionen Menschen entschlossen. Der Wissenschaftler Dr. Rodman hat ein Mittel gefunden, mit dessen Hilfe dieses Unternehmen auf nicht allzu auffällige Weise möglich wäre. Als er sich weigert, wird zuerst er und dann seine Familie unter Druck gesetzt.

Eine düstere Zukunftsvision mit schwarzhumoriger Pointe. Generell sind die später entstandenen Geschichten in “Der Zweihundertjährige” der Technik gegenüber weniger Kritiklos als seine frühen Werke.

Der Zweihundertjährige
The Bicentennial Man
1976
52 Seiten

Andrew, der Roboter der Familie Martin entwickelt sich, gefördert durch das Familienoberhaupt Gerald Martin zu einem erfolgreichen Künstler. Immer mehr gewinnt er die persönliche Sympathie der Familienmitglieder, vor allem der kleinen Tochter. Nachdem er durch Gerald Martin sein selbst verdientes Geld für sich behalten darf, kommt er zu Wohlstand. Schließlich gelingt es ihm, gegen den Willen Gerold Martins, aber mit heftiger Unterstützung der jüngsten Tochter, seine Freiheit als Individuum vor einem Gericht durchzusetzen. Doch langfristig ist ihm das nicht genug, und er versucht immer mehr ein Mensch zu werden, während seine Freunde nach und nach wegsterben.

Eine herrlich schwermütige und Traurige Geschichte um die Sehnsucht nach dem Menschsein. Die Titelgeschichte ist der Höhepunkte in “Der Zweihundertjährige”.

Marching in
Marching in
1976
10 Seiten

Der Musiker Jerome Bishof wird um Hilfe bei der Musiktherapie für geistig kranke Menschen gebeten. Zuerst steht er der Sache skeptisch gegenüber, doch sein Interesse beginnt zu erwachen, als er mehr darüber erfährt.

Eine Liebeserklärung an die Musik.

Altmodisch
Old fashioned
1976
12 Seiten

Zwei Astromineraloder stoßen im Asteroidengürtel auf ein Schwarzes Loch. Bei dem damit verbunden Zusammenstoß mit einem Asteroiden geht allerdings der Gro0teil ihres Raumschiffes kaputt. Ohne Funk und Antrieb sind sie im Gravitationsfeld des Schwarzen Loches gefangen und werden in spätestens zwei Wochen sterben, wenn ihnen keine außergewöhnliche Idee kommt.

Eine klassische SF-Kurzgeschichte mit einer wirklich originellen Idee.

Der Zwischenfall bei der Dreihundertjahrfeier
The Trecentenary Incident
1976
20 Seiten

Der Präsident der Vereinigten Staaten benutz einen Roboter als Doppelgänger um vor Attentätern geschützt zu sein. Bei einem großen, öffentlichen Auftritt wird dieser Roboter zerstört. Der Sicherheitsbeamte Lawrence Edwards hat den Anschlag mit eigenen Augen gesehen, und ihm fallen einige Ungereimtheiten auf. Als er durch Nachforschungen zu einem erstaunlichen Verdacht gerät, wendet es sich an der privaten Sekretär des Präsidenten.

Kurzer SF-Politthriller ohne allzu überraschende Einfälle, aber trotzdem mindestens gehobener Durchschnitt.

Geburt eines Begriffs
Birth of a Notion
1976
6 Seiten

Zeitreisender trifft in der Vergangenheit auf den berühmten Hugo Gernsback.

Hommage an den Gründer des SF-Magazins “Amazing Stories”. Man beachte den Gag beim Originaltitel, der an den berühmten Stummfilm “Birth of a Nation” angelehnt ist.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Der Zweihundertjährige
Autor: Isaac Asimov
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 280
ISBN: 3453127668

Besuch von Drüben

Erstellt am: November 25th, 2007

In diesem Buch sind 8 Erzählungen und Kurzgeschichten dieses 1869 geborenen und 1951 gestorbenen englischen Autors zu finden.

Der Horcher
The Listener
1907
37 Seiten

Ein Journalist auf der Suche nach einem günstigen Zimmer stößt auf ein wirklich günstiges Angebot. Langsam machen sich unheimliche Begebenheiten immer stärker bemerkbar. Das Angebot scheint nicht grundlos so günstig gewesen zu sein.

Die Spuk-Insel
A Haunted Island
1906
21 Seiten

Nach einem Urlaubsaufenthalt auf einer Insel in der Nähe Canadas beschließt ein Student noch einige Zeit allein dort zu verbringen um in Ruhe zu lernen. Der nächtliche Besuch zweier seltsamer Indianer lässt in dann aber schnell seine Meinung ändern.

Besuch von Drüben
Keeping his Promise
1906
18 Seiten

Der Student Mariott bereitet sich verbissen auf eine Prüfung vor, an der er schon einige Male gescheitert ist. Eines Nachts bekommt er überraschend Besuch von einem völlig ausgehungerten Jugendfreund und stellt ihm Essen und Bett zur Verfügung. Er ahnt nicht, dass ein lange vergessenes Versprechen Anlass für den ihm langsam unheimlich erscheinenden Besucher ist.

Gestohlenes Leben
With Intent to Steal
1906
28 Seiten

Als ihn der erfahrene und durch viele Abenteuer gegangene Shorthouse bittet, mit ihm eine Nacht in einer Scheune zu verbringen und einem dortigen Spuk ein Ende zu machen, willigt unser jugendlicher Held begeistert ein. Doch in dieser Nacht soll er noch das Fürchten vor solchen Mächten kennen lernen und der tapfere Shorthouse wird ihnen erliegen und auf seine Hilfe angewiesen sein.

Kein Zimmer mehr frei
The Occupant of the Room
1907
11 Seiten

Ein Engländer beschließt spontan einen Urlaub in den Alpen zu verbringen. Als er jedoch dort ankommt, findet er kein freies Zimmer mehr. Nach einigem Hin und Her wird ihm doch noch eines angeboten. Die vorherige Bewohnerin ist vor 2 Tagen spurlos in den Bergen verschwunden. Doch bald beschleicht ihm in diesem Zimmer ein ungutes Gefühl.

Ein gewisser Smith
Smith: An Episode in a Lodging House
1906
20 Seiten

Ein alter Medizinprofessor erzählt ein seltsames Erlebnis aus seinen Studententagen. Er bewohnte ein kleines, billiges Zimmer mit einem überaus seltsamen Bewohner der unter ihm liegenden Räumlichkeiten. Bald wird er selbst in die unheimlichen Ereignisse rund um dessen gefährlichen, magischen Praktiken hineingezogen.

Seltsame Abenteuer eines Privatsekretärs in New York
The Strange Adventures of a Private Secretary in New York
1906
40 Seiten

Shorthouse ist Privatsekretär bei einem Mann mit Vergangenheit. Als dieser von einem ehemaligen Kompagnon erpresst wird, bekommt er einen heiklen Auftrag. Er soll diesen Mann mit einigen Papieren aufsuchen, sich diese aber keineswegs entwenden lassen. Doch dieser Mann und sein Diener stellen sich als überaus seltsame und beängstigende Personen heraus.

Griff nach der Seele
A Psyhical Invasion
1908
64 Seiten

Dr. Silence nimmt sich nur Fällen an, die ihn interessieren. In diesem Fall verlangt er aber kein Honorar. Als ihm das Schicksal eines jungen Schriftstellers geschildert wird, der von unsäglicher Angst geplagt wird, beschließt er zu helfen. Die junge Mann spürt seit einem Versuch mit einer Droge eine unsagbar böse, unsichtbare Persönlichkeit in seinem Haus. Dr. Silence rät ihm, das Haus zu verlassen und greift ihm dabei finanziell unter die Hände. Er selbst beschließt, eine Nacht in dem Haus zu verbringen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Zur Unterstützung nimmt er einen Hund und eine Katze mit, da Tiere in übersinnlichen Dingen weit sensibler als Menschen sind. Doch er hat nicht mit einem derart mächtigen und bösen Wesen gerechnet, wie er dann gegenübertreten muss.

Die Geschichten handeln, dem Titel des Buches entsprechen, fast durchwegs von Geistererscheinungen. Meist sind sie bösartiger Natur und bedrohen den Betroffenen in seinem Seelengleichgewicht. Dem oft weitschweifigen Stil merkt man die Entstehungszeit der Geschichten meist an, was bei dieser Thematik aber durchaus eine passende Atmosphäre entstehen lässt. Manche Helden sind dann doch etwas zu heldenhaft, aber in den meisten Geschichten ist die Hauptfigur eher ein ziemlich hilfloses Opfer. Wer sehr klassische Gruselgeschichten mag, wird bei Blackwood gut bedient.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Besuch von Drüben
Autor: Algernon Blackwood
Verlag: Suhrkamp
Seiten: 245
ISBN: 3518392018

Weitere Buchbesprechungen im Lesertreff: