Meister der Dimensionen



Robert Wolff stößt bei der Besichtigung eines Hauses auf ein Tor in eine fremde, unbekannte Welt. Dort sieht er einen Mann, der ihm ein silbernes Horn zuwirft. Da er jeden Moment überrascht werden kann, versteckt er es schnell. Nachts bricht er in das Haus ein und dringt mit Hilfe des Hornes in die Fremde Welt ein.

Dort trifft er auf eine von phantastischen Geschöpfen bevölkertes Paradies und wird durch die dort vorgefundene Nahrung wieder zum jungen, kräftigen Mann. Mit der Zeit findet es heraus, daß die Bewohner zwar ein dem Vergnügen gewidmetes Leben führen, aber sonst keinerlei Ambitionen zu haben scheinen. Auch von einem geheimnisvollen, scheinbar allmächtigen Herrn über diese, anscheinend künstlich geschaffenen Welt erfährt er.

Gerade als er sich mit einer der Bewohnerrinnen näher anfreundet, wird er von einer Horde fürchterlicher Wesen angegriffen. Er kann vorerst knapp entkommen, doch schließlich überwältigen sie ihn, bemächtigen sich des Mädchens und des Horns und lassen ihn in einer ausweglosen Situation zurück. Ein anderer Bewohner dieser seltsamen Welt rettet ihn und er macht sich an die Verfolgung einen riesigen Berg hinauf.

Wieder gerät er in Gefangenschaft. Dieses mal ist es eine Art Harpie, die über zahlreiche riesige Adler herrscht und den Herrscher der Welt abgrundtief hasst. Mit Hilfe eines anderen, wortgewandten Gefangenen kann Wolff sie davon überzeugen, dass er selbst hinter Häschern des Herrn her ist und dadurch wieder in Freiheit gelangen. Zusammen mit diesem Mann, dessen Name Kickaha ist und der sich auf dieser seltsamen Welt sehr gut auszukennen scheint, macht er sich wieder an die ursprüngliche Verfolgung. Von seinem neuen Freund erfährt Wolff, dass diese Welt wie eine mehrstöckige Torte beschaffen ist, der Paradiesgarten war die unterste Ebene, als nächste erreichen sie eine Ebene, die der amerikanischen Prärie vor Ankunft der Weißen ähnelt. Manche dort lebende Geschöpfe gab es auf der Erde aber bestenfalls in Legenden.

Ähnlich wie im „Flußwelt“-Zyklus hat Farmer hier einen Fantasyroman mit Science Fiction-Hintergrund geschrieben. Ein Mensch gerät in eine phantastische, von legendären Wesen bevölkerte Welt, die von einem fremden, technisch weit höher entwickeltem Volk geschaffen worden ist. Im Grunde ist es aber ein reiner Fantasyroman. Die Haupthandlung besteht aus einer für dieses Genre so typischen Reise durch eine märchenhafte Welt mit wunderlichen Geschöpfen und seltsamen Gegenständen um schlussendlich den Oberbösewicht zu besiegen. Die Protagonisten sind ebenso durchschnittlich und mit relativ wenig Überraschungen ausgestattet wie die Geschichte selbst. Zu seiner Entstehungszeit waren diese Gleise aber noch nicht so ausgefahren und die Idee noch innovativ. Für den heutigen Leser bleibt dank der Erzählkunst des Autors noch immer ein überdurchschnittlicher Fantasyroman.

Das Buch hat übrigens ein richtiges Ende, obwohl noch vier Fortsetzungen folgen.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Meister der Dimensionen
Autor: Philip José Farmer
Verlag: Knaur
Seiten: 288
ISBN: 3426605112

Abgelegt unter Science Fiction

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