Foundation

Erstellt am: Dezember 11th, 2007

„Foundation“ ist zusammen mit „Foundation und Imperium“, „Zweite F00oundation“ und dem hochinteressanten Essay „Einführung in die Psychohistorik (Introduction to Psychohistory)“ von Michael F. Flynn als „Foundation“ bei Heyne erschienen.

Als das Galaktische Imperium der Menschheit zusammenbricht, gründet der Psychohistoriker Hary Sheldon zwei Foundations, um die Zeit des Chaos zu verringern. Die Psychohistorik soll mit mathematischen Mitteln die zukünftige Geschichte der Menschheit bestimmen.

Die erste Foundation entsteht auf dem abgelegenen Planeten Terminus zum ausschließlichen Zweck der Schaffung einer „Galaktischen Enzyklopedie“, in der das gesamte Wissen der Menschheit gespeichert werden soll. Ernsthafte Bedrohungen von außen zwingen die Wissenschaftler jedoch politisch zu reagieren und ihre rein wissenschaftlichen Interessen teilweise aufzugeben.

Asimov erzählt hier die ersten 200 Jahre in der Geschichte der Foundation, einer weit in der Zukunft spielenden, fiktiven Menschheitsgeschichte. Das Buch ist sicher nicht nur wegen seiner frühen Entstehungszeit ein Klassiker der SF.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at.

Titel: Foundation
Autor: Isaac Asimov
Verlag: Heyne
Seiten: 272
ISBN: 3453127706

Sterne wie Staub

Erstellt am: Dezember 11th, 2007

Zuletzt ist „Sterne wie Staub“ auf deutsch zusammen mit „Ein Sandkorn am Himmel“ und „Ströme im All“ unter dem Titel „Die Größe des Imperiums“ (ISBN: 3-453-12771-4) erschienen.

Biron Farrill ist Sohn eines Herrschers über einen Agrarplaneten und studiert auf der Erde, als eines Tages ein Anschlag auf sein Leben erfolgt. Er wird von einem Mann namens Sander Jontis gerettet und erfährt von ihm, dass sein Vater im Gefängnis ist. Neben vielen anderen, wird auch sein Heimatplanet von den Tyranni beherrscht, und diese beschuldigen seinen Vater des Hochverrats.

Jontis gibt sich Biron gegenüber als Widerstandskämpfer gegen die Tyranni zu erkennen, und schickt ihn unter falschen Namen mit einem Auftrag zum ebenfalls im tyrannischen Einflussbereich liegenden Planeten Rhondia. Dort soll er Kontakt zu Hinrik, dem dortigen Administrator aufnehmen. Er trifft dort auf die Tochter des Administrators und dessen Verwandten Gillbret, die ihn zu einer gemeinsamen Flucht überreden, nachdem die Tyranni hinter sein Geheimnis gekommen sind und ihn jagen.

Sicher nicht der beste Roman Asimovs. Man merkt der Geschichte allzu oft ihr Alter an und z. B. die Tyranni sind weder von der Namensgebung noch als Kopie der Mongolen besonders einfallsreich. Und schlussendlich wird’s ein bisserl arg Amerika-Patriotisch. Übrig bleibt eine durchaus noch lesenswerte und unterhaltsame Geschichte.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at.

Titel: Sterne wie Staub
Autor: Isaac Asimov
Verlag: Heyne
Seiten: 220
ISBN: 3453127714

Foundation und Imperium

Erstellt am: Dezember 11th, 2007

„Foundation und Imperium“ ist zusammen mit „Foundation“, „Zweite Foundation“ und dem hochinteressanten Essay „Einführung in die Psychohistorik (Introduction to Psychohistory)“ von Michael F. Flynn als „Foundation“ bei Heyne erschienen.

Nach 200 Jahren ist die Foudation ein von Handelsfürsten regiertes Staatsgebilde. Ein ehrgeiziger General aus dem zwar zusammenbrechenden, aber immer noch überaus mächtigen ehemaligen Imperium hat von der Foundation erfahren und plant ihre Eroberung. Mit seiner weit überlegenen Militärmacht greift er schließlich an, und nichts scheint ihn stoppen zu können. Und doch wird er zu Fall gebracht.

Doch nicht viel später erscheint ein weiterer Eroberer auf der galaktischen Bühne. Ein geheimnisumwitterter Mann, der sich „Das Maultier“ nennt, schreitet bei seinen Siegen scheinbar unaufhaltsam voran. Er ist ein Mutant mit gefährlichen, geistigen Fähigkeiten und dadurch unbesiegbar. Nur die noch geheimnisvollere zweite Foundation könnte ihn stoppen.

In der Fortsetzung zu „Foundation“ hetzt Asimov seine zukünftige Menschheit durch zwei militärische Konflikte und benutzt seine Psychohistorik wieder für interessante Einfälle und überraschende Wendungen. Die Geschichte hat allerdings kein wirkliches Ende und wird erst in „Zweite Foundation“ richtig entwirrt.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at.

Titel: Foundation und Imperium
Autor: Isaac Asimov
Verlag: Heyne
Seiten: 277
ISBN: 3453127706

Ein Käfer im Ameisenhaufen

Erstellt am: Dezember 11th, 2007

Lew Abalkin gehört zu den Progressoren, einer Spezialeinsatztruppe, und ist auf einem weit von der Erde entfernten Planeten im Einsatz. Doch eines Tages reist er überraschend zur Erde und meldet sich nicht bei seiner Dienststelle. Daraufhin wird der Progressor Maxim Kammerer mit der Suche nach ihm beauftragt.

Langsam stellt sich dabei heraus, dass Abalkin von einem Geheimnis umgeben ist. Es scheint mit einem Jahrzehnte zurückliegenden Fund eines Artefakts des außerirdischen Volks der geheimnisvollen, weit überlegenen sogenannten „Wanderer“ zusammenzuhängen.

Die Strugatzli-Brüder sind die wohl bekanntesten SF-Autoren Russlands. In „Ein Käfer im Ameisenhaufen“ wird eine zwar klassische, aber durchaus originelle Geschichte erzählt. Typische SF-Teile wechseln sich mit krimiartigen Abschnitten ab. Es gibt genug Ungeklärtes, um der Erzählung eine gewisse Spannung und etwas Mysteriöses zu geben. Auch der Schluss bietet keine wirkliche Aufklärung aber ein definitives Ende. Bei den handelnden Personen sticht vor allem die Beschreibung des Verhaltens eines hundeartigen Außerirdischen hervor.

Ein gediegener SF-Roman, abseits von Weltraumschlachten und Action.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Ein Käfer im Ameisenhaufen
Autor: Arkadi und Boris Strugatzki
Verlag: Suhrkamp
Seiten: 197
ISBN: 3518388231

Die Rettung des Imperiums

Erstellt am: Dezember 11th, 2007

Die Menschheit hat Millionen Planeten in der Galaxis besiedelt. Seit Tausenden Jahren besteht dieses galaktische Imperium unter der Führung eines Kaisers auf Trantor.

Als der Mathematiker Hari Seldon einen Vortrag über die Psychohistorik, eine wissenschaftliche Methode die Zukunft der Menschheit vorauszusagen, hält, wird der Kaiser und sein mächtige Kanzler Eto Demerzel auf ihn aufmerksam. Mit Hilfe des Journalisten Chetter Hummin und der Historikerin Dors Venabili versucht er sich dem Zugriff der Regierung zu entziehen und gleichzeitig Fortschritte bei seinen Forschungen zu erreichen.

Bei dieser Flucht lernt er einige Teile Trantors kennen und gewinnt neue Freunde. Aber er manövriert sich mit seinen Nachforschungen auch immer wieder in Schwierigkeiten.

In der Art vieler Fantasy-Romane benutzt Asimov die Flucht der Protagonisten als Möglichkeit, den Leser verschiedene Lebensräume und Kulturen zu präsentieren. Als realistische Zukunftsvisionen sind seine Fiktionen zwar wenig wahrscheinlich, aber sonst gehören seine Bücher sicher zu den besseren, nicht allzu eindimensionalen Geschichten und Persönlichkeiten.

Mit „Das Foundation-Projekt“ findet die Geschichte um Hari Sheldon ihre Fortsetzung und Abschluss.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at.

Titel: Die Rettung des Imperiums
Verlag: Heyne
Seiten: 538
ISBN: 3453127722

Der Megabyte Magier

Erstellt am: Dezember 11th, 2007

Nachdem der Magier Antryg Windrose durch Joannas Schuld in die Gefangenschaft der Inquisition in seine Welt zurückgebracht wurde und Suraklin, der Dunkle Magier, den Körper ihres ehemaligen Liebhabers Gary übernommen hat, versucht sie wieder in die Welt Windroses zurück zu gelangen, um ihn zu befreien.

Eines Tages ist es so weit, und Suraklin öffnet ein Tor zwischen den Welten um hinüber zu wechseln. Joanna folgt ihm heimlich und beginnt das mühsame Unternehmen von Windroses Befreiung um ihm ein Einschreiten gegen Suraklins Machenschaften zu ermöglichen. Doch die Angst ihrer möglichen Verbündeten vor der Inquisition, den anderen Magiern und dem Prinzregenten ist so groß, daß es niemand wagt, sie tatkräftig zu unterstützen.

Hier führt Hambly die Handlung von „Der Zauberturm“ zu Ende. Wie der erste Teil, ist auch „Der Megabyte Magier“ einer der besseren Fantasy-Romane der letzten Zeit. Die beiden Bücher sollten auch nicht einzeln gelesen werden, außer jemand hat nach dem ersten Teil genug, und will gar nicht wissen, wie es weiter geht. In „Der Megabyte Magier“ gibt es aber ein richtiges Ende ohne das offene Fragen übrigbleiben.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Der Megabyte Magier
Autor: Barbara Hambly
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 347
ISBN: 3404202430

Die Marsprinzessin

Erstellt am: Dezember 11th, 2007

Wenige Menschen wissen, dass einige wenige Menschen seit dem Absturz eines UFOs 1948 Kontakt mit den Bewohnern des Mars haben. Howard Hughes, der superreiche Exzentriker gehört zu diesen kleinen Kreis. Als der neu gewählte Präsident Kennedy einen Flug zum Mond plant, steht ihre Entdeckung und wahrscheinliche Vernichtung unmittelbar bevor. Die Marsbewohner haben einen derartig hohen moralischen Standard, dass sie Übergriffen der eroberungswütigen Menschheit trotz ihrer technischen Überlegenheit nichts entgegensetzen könnten. Kennedy muss von seinem Vorhaben abgebracht werden und bei einem Treffen mit ihm kommen sie auf eine interessante Lösung.

Diese Erzählung kann man wohl als überzeichnete Mischung aus Science Fiction und Verschwörungstheorie bezeichnen. Dabei wimmelt sie vor originellen und witzigen Einfällen und gibt gleich für mehrere beliebte Themen bei Verschwörungsfans eine nicht ganz ernst zu nehmende Erklärung ab. Sie ist vom Erzählstil, der Handlung über die Protagonisten bis zu ihrem humorigen Aspekt rundum gelungen und eine der bemerkenswertesten Kurzgeschichten der letzten Jahre aus dem Genre.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Die Marsprinzessin
Autor: Ben Bova
Verlag: Heyne
Seiten: 445
ISBN: 3453156633

Der Zauberturm

Erstellt am: Dezember 11th, 2007

Caris, ein junger Krieger im Dienste der Magier, beobachtet einen Mord. Als sein Großvater, der Erzmagnus, den seit Jahren in einem Turm verbannten Magier Antryg Windrose aufsucht, begleitet er ihn als Leibwächter. Bei einem der Besuche verschwindet Windrose zusammen mit dem Erzmagnus durch ein Tor zwischen den Welten und Caris kann ihnen gerade noch hinterher folgen, bevor es sich wieder schließt. Das Tor führt in unsere Welt, und Claris kann zwar Windrose entdecken, nicht aber den Erzmagnus.

Überraschend müssen beide wieder durch ein Tor in ihre Welt fliehen, wobei sie gezwungen sind, die junge Computerprogrammiererin Joanna mitzunehmen. Eigenartige und gefährliche Dinge gehen dort vor sich. Monströse Wesen treiben ihr Unwesen und die Drei werden von der Kirche und dem Regenten verfolgt. Ständig auf der Flucht, versuchen sie etwas über die Hintergründe der beängstigenden Ereignisse herauszubekommen.

Der flott und spannend geschriebene Parallelwelt-Fantasyroman hat einen originellen Plot und , vor allem zum Schluss, einige überraschende Wendungen. Er ist eindeutig eines der bemerkenswerteren Bücher im Fantasy-Bereich der sonst zum großen Teil vom schlechten Durchschnitt dominiert wird.

Am Ende gibt’s einen Cliff-Hanger der erst im Folgeband der Trilogie „Der Megabyte-Magier“ auflöst.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Der Zauberturm
Autor: Barbara Hambly
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 378
ISBN: 3404202392

Zweite Foundation

Erstellt am: Dezember 10th, 2007

„Zweite Foundation“ ist zusammen mit „Foundation“, „Foundation und Imperium“ und dem hochinteressanten Essay „Einführung in die Psychohistorik (Introduction to Psychohistory)“ von Michael F. Flynn als „Foundation“ bei Heyne erschienen.

Der Mutant der sich „Das Maultier“ nennt, hat die Foundation erobert. Nur mehr von der sagenhaften zweiten Foundation droht ihm Gefahr, und darum lässt er fieberhaft nach ihr suchen.

Zwei seiner Männer scheinen erfolgreich zu sein, und entdecken ein kleines, unscheinbares Staatsgebilde, das sie für die Heimat der zweiten Foundation halten. Vorsichtig beginnen sie mit Erkundungen.

Nach „Foudation“ und „Foundation und Imperium“ ist das die abschließende Geschichte der Kerntrilogie um Asimovs Foundation. Zusammen ist es sicher einer der bedeutensten und bekanntesten Klassiker der SF. Asimovs Stärken bei der Zeichnung der Charaktere und seine auch heute noch originellen Ideen zeigen sich auch schon in diesen Frühwerken.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at.

Titel: Zweite Foundation
Autor: Isaac Asimov
Verlag: Heyne
Seiten: 271
ISBN: 3453127706

Robot Roderick II

Erstellt am: Dezember 10th, 2007

Während der Roboter Roderick sich mit miesen Jobs über Wasser hält, wird er ohne sein Wissen von einer geheimnisvollen Organisation gesucht um vernichtet zu werden. Doch der Zufall ist oft auf seiner Seite und er entgeht allen Anschlägen. Auch ein Großkonzern ist hinter ihm her, um ihm kommerziell auszuschlachten. In dieser Zeit schließt Roderick auch einige Freundschaften, meist mit sehr eigenartigen Typen und lernt zahlreiche wunderliche Religionen kennen. Schließlich verschlägt es ihn in eine Universität.

Der zweite Teil um den Roboter Roderick ist mindestens genau so burlesk wie es schon der erste war. Ebenso beißende Gesellschaftskritik aber mit leider deutlich weniger Humor gewürzt. Dadurch erreicht er nicht ganz die Qualität dieses Meisterwerkes, bleibt aber trotzdem ein herausragender Science Fiction Roman. Die handelnden Personen sind eher noch wunderlicher und der Ton ist eher kritischer. Das Buch ist aber eher nur für Leser des ersten Teiles zu empfehlen. In deutscher Sprache sind die beiden Teile sowieso nur zusammen erhältlich.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Robot Roderick II
Autor: John Sladek
Verlag: Heyne
Seiten: 356
ISBN: 3453054199

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