Das Meer der Leiden

Erstellt am: Dezember 10th, 2007

Die entmachtete junge Königin Inos befindet sich im weit entfernten Königreich Arakkaran und versucht von dort mit Hilfe des unter einem Fluch einer Zauberin stehenden Sultan Azak zu fliehen um ihren Thron zurückzubekommen.

Währenddessen versucht ihr treuer Untergebener Rap, den es in eine weit entfernte Gegend von Pandemia verschlagen hat, sie zu finden. Dabei gerät er in die Fänge des gefürchteten Seeräubers Kalkor und später stößt er sogar auf einen Drachen. Mühsam dringt er schließlich zum Hexenmeister des Südens, den Elf Lith’rian, der ihn mit seinen beiden Weggefährten ins Königreich Arakkaran schickt wo ihn eine unangenehme Überraschung erwartet.

Im dritten Teil gewinnt die Geschichte wieder deutlich an Dynamik, was ihr nach dem etwas langatmigen zweiten Teil auch gut tat. Und der Schluss ist sogar ziemlich dramatisch und läßt den Leser gespannt darauf warten, wie es dem Autor gelingt, die Protagonisten aus der verwickelten Situation entkommen zu lassen.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Das Meer der Leiden
Autor: Dave Duncan
Verlag: Bechtermünz Verlag
Seiten: 475
ISBN: 3404202775

Die Insel der Elben

Erstellt am: Dezember 10th, 2007

Im letzten Moment wurden die frischgebackene Königin Inos und ihre Tante Kade von der Magierin Rasha aus einer von gegnerischen Soldaten belagerten Kammer gerettet. Sie landen im orientalischen Arakkaran und es stellt sich heraus, dass ihre Retterin nicht unbedingt selbstlos ist.

Rap, sein unfreiwilliger und ungewünschter Sklave, der Kobold Little Chicken und der verwünschte Dieb Thinal blieben in der Kammer zurück, werden aber von der Hexe des Nordens, Bright Water, gerettet indem sie von ihr nach Faery, die Insel der Elben geschafft werden.

Während Königin Inos sich mit Azak, dem Herrscher von Arakkaran anfreundet und ihre Flucht plant, geraten Rap und seine Reisegefährten langsam hinter das Geheimnis der Insel der Elben und damit in den Weg des mächtigen Hexenmeisters des Westens, dem rücksichtslosen Zwerg Zinixo.

Der zweite Teil der Pandemia Saga ist wie der Erste solide Fantasy-Kost und leidet noch etwas mehr an zeitweiser Langatmigkeit. Die bisher durchaus lesenswerte und unterhaltsame Geschichte der beiden ersten Teile hätte gut und gerne auf der Hälfte der Seiten Platz gefunden, wenn die unwichtigeren Szenen deutlich kompakter erzählt worden wären.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Die Insel der Elben
Autor: Dave Duncan
Verlag: Bechtermünz Verlag
Seiten: 474
ISBN: 3404202716

Planet der schmelzenden Berge

Erstellt am: Dezember 10th, 2007

Kickaha, Anana, Red Orc, Urthona und sein Scherge McKay strandeten auf einer fremdartigen, sich ständig verändernden Welt, die Urthona einst geschaffen hatte. Ihre einzige Chance aus der lebensbedrohlichen Umgebung zu entkommen ist, Urthonas Palast zu finden. Durch eine Flut werden sie getrennt und Kickaha fällt primitiven Eingeborenen in die Hände. Es gelingt ihm, sich ihnen als Stammesmitglied anzuschließen und mit ihnen mitzuwandern um Anana wiederzufinden. Anana geht es in Begleitung Urthonas und McKays umgekehrt ähnlich.

Mit dem fünften Teil der „Welt der tausend Ebenen“-Serie endet diese. Dieser letzte Band ist ungefähr mit dem Vorgänger „Hinter der irdischen Bühne“ vergleichbar. Der Überheld Kickaha und seine ebenso übermenschliche Begleiterin kommen in gefährliche, schier ausweglose Situationen und finden oft irrwitzige Auswege. Eine gediegene Abenteuergeschichte vor einem Science Ficton-Hintergrund ohne große Überraschungen aber routiniert erzählt.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Planet der schmelzenden Berge
Autor: Philip José Farmer
Verlag: Knaur
Seiten: 288
ISBN: 3426605155

Das galaktische Imperium

Erstellt am: Dezember 6th, 2007

Vor vielen Jahrhunderten haben Menschen fremde Planeten besiedelt und sich von der Erde losgesagt. Diese sogenannten „Spacer“ haben die irdischen Krankheiten besiegt und sind dadurch und durch verschiedene andere Mittel in der Lage, viel älter als die Menschen auf der Erde zu werden. Sie leben mit Hilfe ihrer Roboter bequem und sicher auf ihren relativ dünn besiedelten Welten. Auf der dichtbevölkerten und technisch gegenüber den Spacern rückständigen Erde leben die Menschen in überdachten riesigen Citys. Schließlich kam es zu einer weiteren Besiedlungswelle in den Weltraum durch die Erde und die Spacer sehen sich in ihrer Vormachtstellung bedroht. Der einflussreiche Politiker Amadiro auf der führenden Spacer-Welt Aurora versuch die Erde und ihre neuen Siedler mit allen Mitteln zurückzudrängen. Die geborene Solariarin Cladia lebt seit über 200 Jahren, davon die meiste Zeit auf Aurora. Sie hat die zwei Roboter Daneel und Giskard von einem verstorbenen Freund geerbt, und lebt ruhig und zurückgezogen. Diese beiden Robotern sind etwas Außergewöhnliches, Daneel ist einer der wenigen sehr menschlich aussehenden Roboter und Giskard ist in der Lage die Emotionen von Menschen mittels einer Art Telepathie zu erkennen und zu einem gewissen Grad zu beeinflussen, wovon aber außer Daneel niemand etwas weiß.

Als auf Aurora die Nachricht eintrifft, dass die Spacer-Welt Solaria anscheinend von ihren Bewohnern verlassen wurde, ohne zu wissen wohin, sind die führenden Kräfte nur leicht beunruhigt. Auch als zwei Raumschiffe von Händlern der Siedlerwelten dort zerstört werde, ist das kein Grund zu übermäßiger Aufregung. Und als ein Händler auf Aurora landet, und die ehemalige Solarianerin Cladia bittet, mit ihr zu dieser Welt zu reisen, um die Ursache für die Zerstörung der beiden Raumschiffe herauszufinden, erlauben sie es ihr, um auch selbst etwas darüber zu erfahren. Cladia nimmt ihre zwei Roboter mit auf die Reise und kann auf Solaria mit ihrer Hilfe knapp die Zerstörung ihres Raumschiffes durch eine neuartige Waffe und umprogrammierte Roboter verhindern. Der Kapitän des Siedlerschiffes nimmt sie und die Waffe auf seine Welt mit, wo sie als Heldin empfangen wird und alle doch noch bestehenden Ressentiments mit einer brillanten Rede verschwinden läßt. Inzwischen kommt Amadiro auf Aurora mit Hilfe eines jungen und ehrgeizigen Mannes zu einem Plan, die Erde selbst auf lange Sicht zu zerstören. Bald darauf erfährt er von den ungewöhnlichen Eigenschaften des Roboters Giskard und versucht alles ihm Mögliche, ihn in seine Hände zu bekommen oder ihn zu zerstören, weil er befürchtet, dass dieser seine Pläne verhindern könnte. Nach einigen Wirrnissen kommt es zum Showdown auf der Erde.

Dieser Roman ist kein Science Fiction-Krimi wie seine Vorgänger. Cladia und die beiden Roboter zusammen sind die Hauptprotagonist und führen die Handlung aus getrennten Blickwinkeln voran. Neben der gewohnt guten Schilderung der Persönlichkeiten, hat das Buch eine vielschichtige und komplexe Handlung, von der ein Teil aber am Ende noch nicht aufgeklärt wird. „Das galaktische Imperium“ ist auch etwas temporeicher, als zum Beispiel sein Vorgänger „Aufbruch zu den Sternen“ und auch zu seinem Vorteil etwas weniger Dialoglastig.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at.

Titel: Das galaktische Imperium
Autor: Isaac Asimov
Verlag: Heyne
Seiten: 540
ISBN: 3453127692

Ströme im All

Erstellt am: Dezember 6th, 2007

Zuletzt ist „Ströme im All“ auf deutsch zusammen mit „Ein Sandkorn am Himmel“ und „Sterne wie Staub“ unter dem Titel „Die Größe des Imperiums“ (ISBN: 3-453-12771-4) erschienen.

Die Agrarwelt Florina und ihre Bewohner werden vom Nachbarsystem Sark gnadenlos unterdrückt und ausgebeutet. Als ein Weltraumanalyst die bevorstehende Zerstörung des Planeten entdeckt, wird er von einem Unbekannten mittels Psychosonde in ein hilfloses Wrack verwandelt und dort ausgesetzt.

Ein Jahr später beginnen seine Erinnerungen langsam zurückzukommen und er versucht mit Hilfe eines Lehrers und seiner Florinaischen mütterlichen Freundin den Grund für seine beunruhigenden Ängste zu finden.

Trotz seines Alters behandelt der Roman ziemlich aktuelle Thematiken. Nur beim Hintergrund hat Asimov, wie in „Sterne wie Staub“ die irdische Geschichte geplündert. Aber sonst lieferte er eine spannende und gut durchdachte Geschichte mit den bei ihm gewohnten, interessanten Persönlichkeiten.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at.

Titel: Ströme im All
Autor: Isaac Asimov
Verlag: Heyne
Seiten: 271
ISBN: 3453127714

Die Dame aus dem Haus der Liebe

Erstellt am: Dezember 6th, 2007

Sie wohnt in einem verfallenen Schloss und ist wunderschön aber traurig. Denn sie ist ein Vampir und sehnt sich nach der Welt der Lebendigen. Meist lebt sie von Kaninchen, denn nur selten verirrt sich ein Reisender in diese einsame Gegend. Diese landen dann aber unweigerlich in ihrem Schlafzimmer, wo sie ihr zu einem für sie unerwarteten Vergnügen dienen dürfen. Und genau so scheint es auch einem jungen, gutaussehenden Engländer zu blühen, als er in das düstere Schloss zur Rast eingeladen wird…

Eine sehr melancholische Kurzgeschichte mit einem traurigen weiblichen Vampir. Mit einigen Kommentaren weist die Autorin auf die viel größere Grausamkeit menschlichen Tuns im Vergleich zu mystischen Horrorgestalten hin.

Gut passend ist auch der Adelstitel der Übersetzerin.

Auf deutsch in „Scheibenwahn“ (Heyne, ISBN: 3-453-15602-1) erschienen.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Die Dame aus dem Haus der Liebe
Autor: Angela Carter
Verlag: Heyne
ISBN: 3453156021

Die Suche nach der Erde

Erstellt am: Dezember 6th, 2007

Während die erste Foundation immer mehr an realer Macht gewinnt, lenkt die zweite Foundation im Hintergrund und ohne deren Wissen ihre Schritte.

Als der junge Ratsherr Golan Trevize in aller Öffentlichkeit zu sehr auf die Gerüchte um die zweite Foundation, wird er von der Bürgermeisterin von Terminus, die zugleich Herrscherin der Foundation ist, verbannt. Gemeinsam mit einem Historiker macht er sich auf die Suche nach der legendären Erde. Aber inzwischen ist auch die zweite Foundation auf ihn aufmerksam geworden und eine noch geheimnisvollere Macht hat ihre Hände im Spiel.

Der Fortsetzungsroman zur Foundations-Trilogie ist in der von Asimov gewohnten, guten Qualität. Am Anfang tut sich zeitweise nicht besonders viel, aber gegen Ende gewinnt die Handlung an Dramatik. Das Ende weist dann auf eine Fortsetzung der Handlung in „Die Rückkehr zur Erde“ hin.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at.

Titel: Die Suche nach der Erde
Autor: Isaac Asimov
Verlag: Heyne
Seiten: 585
ISBN: 3453127749

Das Dämonentor

Erstellt am: Dezember 6th, 2007

Die Computerprogrammiererin Joanna lebt mit Antryg Windrose, einem Magier aus einer Parallelwelt, zusammen. Auf beunruhigende Träume folgt ihre Entführung und Windrose wird ebenfalls von Magiern in seine Welt zurückgeholt. Doch die scheinen über die Entführung Joannas nichts zu wissen, sondern suchen seine Unterstützung bei der Untersuchung beunruhigender Phänomene. Weil sie ihm am zutiefst misstrauisch gegenüberstehen, berauben sie ihm seiner magischen Fähigkeiten. So behindert, versucht Windrose hinter die Gründe für die Phänomene zu kommen und gleichzeitig Joannas Aufenthaltsort herauszufinden.

Der dritte Teil der „Chroniken von Windrose“ beginnt mit der Handlung zwar nach „Der Megabyte Magier“, dem 2. Teil, ist aber auch, im Gegensatz zu den ersten beiden Teilen für sich allein lesbar. Keine Fortsetzung, sondern ein neues, in sich abgeschlossenes Abenteuer mit dem gleichen Hintergrund und Hauptdarstellern. Auch sonst ist das Buch mit den beiden Vorgängern vergleichbar, mit Ausnahme des nicht so originellen Plots.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Das Dämonentor
Autor: Barbara Hambly
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 411
ISBN: 3404202473

Die Rückkehr zur Erde

Erstellt am: Dezember 4th, 2007

Golan Trevize macht sich mit zwei Begleitern von der geheimnisvollen Welt Gaia aus auf die Suche nach der Ursprungswelt der Menschheit. Nachdem er auf Informationen über die ersten von Menschen besiedelten Planten gestoßen ist, sucht er diese auf. Doch er trifft nur auf Schwierigkeiten und findet vorerst keine Hinweise auf die legendäre Erde.

„Die Rückkehr zur Erde“ beendet die fiktive, zukünftige Geschichte der Menschheit von Asimov. Es ist sinnvoller zu lesen, wenn man „Die Suche nach der Erde“ vorher gelesen hat, obwohl es die Handlung nicht in allen Punkten konsequent fortsetzt. Am Ende trifft der Leser dann auf einen alten Bekannten aus anderen Büchern des Autors.

Das Buch selbst gehört zu den besseren Romanen Asimovs und er zeigt sowohl bei der Zeichnung der Charaktere als auch bei der Handlung seine gewohnten Stärken.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at.

Titel: Die Rückkehr zur Erde
Autor: Isaac Asimov
Verlag: Heyne
Seiten: 571
ISBN: 3453127757

Das Foundation-Projekt

Erstellt am: Dezember 4th, 2007

Die Menschheit hat Millionen Planeten in der Galaxis besiedelt. Seit Tausenden Jahren besteht dieses galaktische Imperium unter der Führung eines Kaisers auf Trantor. Ihm zur Seite steht ein Kanzler, der zur Zeit Eto Demerzel heißt, in Wirklichkeit aber der Roboter Daneel ist.

Von ihm unterstützt, arbeitet Professor Hari Seldon an der Universität hartnäckig an der neuen Wissenschaft Psychohistorik. Seine Karriere und sein Kampf gegen den Untergang des Imperiums mit Hilfe seiner Familie und Freunde nehmen immer neue, oft unerwartete Wendungen.

In der Fortsetzung zu „Die Rettung des Imperiums“ schildert Asimov gleichzeitig mit dem Leben der Hauptfigur Hari Sheldon eine Art historischen Abriss einer fiktiven, zukünftigen Zivilisation. Obwohl diese Zukunft nicht sehr wahrscheinlich erscheint, weil es kaum wahrscheinlich ist, dass die Menschheit in Tausenden Jahren so wenig Fortschritte macht, ist es trotzdem ein sehr guter Science Fiction-Roman. Nicht umsonst zählt der Autor zu den unbestrittenen Klassikern in diesem Genre.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at.

Titel: Das Foundation-Projekt
Autor: Isaac Asimov
Verlag: Heyne
Seiten: 478
ISBN: 3453127706

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