Ashes: Die Stunde Null



„Ben begrub seinen zweiten Bruder und dessen Familie in einem flachen Gemeinschaftsgrab. Nachdem er den ganzen Nachmittag gearbeitet hatte, wurde ihm schließlich klar, wie sinnlos das alles war.

Millionen, Milliarden von Leuten waren tot, überall auf der Welt, ohne Würde gestorben. (Gibt es beim Sterben überhaupt jemals Würde?) Warum sollte es seiner Familie anders ergehen? Was, zur Hölle, war der Sinn und Zweck all dessen?“

Der Autor William W. Johnstone wurde 1938 als jüngstes von vier Kindern im Süden von Missouri geboren. Nach der Beendigung seiner schulischen Karriere folgten einige Jahre als Deputy und bei der Army, bevor er fast 16 Jahre lang bei einem Radiosender arbeitete. Während dieser Zeit ergriff ihn die Schreiblust und seitdem hat er 85 Romane verfasst, die sich größtenteils in die Genres Dark Fantasy, Science Fiction und Western einordnen lassen. Der vorliegende erste Band seiner großen Ashes-Serie gehört zu den erfolgreichsten Werken, die er verfasst hat: Über 10 Millionen Exemplare wurden allein in den USA verkauft. Offensichtlich hatte William W. Johnstone mit seiner Mischung aus Action, Sozialkritik und Science Fiction einen Nerv getroffen, denn innerhalb kurzer Zeit formierten sich viele Fans, die die Ansichten des Autoren bzw. seiner Protagonisten teilten.

Dabei ist die Ashes-Serie, genauso wie die anderen Werke von Johnstone, auf keinem besonders hohen literarischen Niveau verfasst, sondern lässt sich am ehesten in die Kategorie der Groschenromane einsortieren. Der Inhalt der Serie ist in wenigen Worten zusammengefasst:

Eine Schar von Rebellen löst innerhalb des amerikanischen Militärs einen Atomkrieg aus, der Milliarden Menschenleben kostet. Doch die Menschheit lernt nichts aus ihren Fehlern, denn bald breitet sich von Chicago aus ein neues, faschistisches System aus und infiltriert das ganze verwüstete Land…

Für Fans von Dark Science Fiction und platter Sozialkritik genau das richtige, aber mit dieser Thematik gibt es wesentlich bessere Bücher, die sich wohltuend vom Niveau dieser Serie abheben.

Fazit: „Ashes – Die Stunde Null“ ist eine weitere Endzeit-Saga, die kaum innovative Ansätze bietet, sondern lediglich oft Gelesenes auf mittelmäßigen Niveau unwesentlich variiert. (Tino Hahn)

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