Die Kälte des Feuers



Jim Ironheart führt ein zurückgezogenes Leben und ist wegen eines Haupttreffers in der Lotterie auch finanziell unabhängig. Doch von Zeit zu Zeit bekommt er von einer Art höheren Macht den Auftrag, sich an einen bestimmten Ort zu begeben und dort einen oder mehrere Menschen vor einem gewaltsamen Tod zu erretten.

Bei einer solchen Gelegenheit trifft er auf die Journalistin Holly Thorne und sie ist sowohl von seiner Tat als auch von seiner Person fasziniert. Sie forscht seine Adresse aus und während eines Urlaubs reist sie in seinen Heimatort und beginnt über ihn nachzuforschen. Als er sich wieder per Flugzeug auf eine Rettungsmission begibt, haftet sie sich heimlich an seine Fersen. Er bemerkt sie und offenbart ihr, dass das Flugzeug einen Unfall haben wird und er an Bord ist um ein kleines Mädchen und seine Mutter zu retten. Nun versucht er auf ihr Drängen, den Unfall zu verhindern aber es gelingt ihm nur, die Zahl der Toten geringer als von ihm selbst vorausgesehen zu halten. Nach diesem Ereignis verschwindet er wieder, doch Holly bleibt hartnäckig und sucht ihn bei ihm zu Hause auf.

Schon seit einiger Zeit wurden beide von schlimmen Alpträumen heimgesucht, in denen ein unheimliches Wesen versucht in die Welt zu gelangen. Jetzt bekommt Jim von der mysteriösen Macht den Auftrag, den Ort seiner Kindheit aufzusuchen und sie machen sich gemeinsam auf den Weg. Doch in Jim Ironheart schlummert noch mehr, als Holly erwartet hat.

Solider, ziemlich geradliniger Mysteryroman von Koontz, in dem er auch, wie z.B. in „Drachentränen“ dem Übersinnlichen eine tragende Rolle sielen lässt.

„Die Kälte der Feuers“ gehört zwar nicht zu seinen besten Büchern, ist aber, wie eigentlich so ziemlich alles von ihm, gute und spannend geschriebene Unterhaltung. Er übertreibt es diesmal auch nicht allzu sehr mit seinen sonst typischen Klagen über Kriminalität und Politiker. Kein Buch, das man gelesen haben sollte, aber auch kein Langweiler, den man nach der Lektüre nur verärgert aus der Hand legt.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

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