Regulator



An einem schönen Sommertag in der Poplar Street im idyllischen Wentworth in Ohio taucht plötzlich ein etwas futuristisch aussehender Lieferwagen auf und seine Insassen erschießen scheinbar grundlos einen Zeitungsjungen und einen Hund. Bald nachdem die Bewohner und zufällig dort anwesende Personen sich etwas von dem ersten Schock erholt haben und vergeblich Hilfe mit dem plötzlich nicht mehr funktionierenden Telefon holen wollen, taucht der gleiche Wagen mit einigen ähnlich aussehenden Autos auf und es werden erneut Menschen erschossen. Nur die auch in der Poplar Street wohnende Audrey und ihr autistischer Neffe Seth erscheinen bei dem ausbrechenden Chaos nicht im Freien. In Nevada in der Nähe des Städtchens Desperation betreibt die Firma Deep Earth in der „China-Grube“ genannten, oberirdischen Kupferabbaustätte und hat bei einer Sprengung den legendären Stollen „Rattelesnake Nummer eins“ freigelegt. Seth ist mit seiner Familie auf einer Straße in der Nähe unterwegs und wird plötzlich von etwas unwiderstehlich in diesem alten Stollen angezogen. Er kann die Familie zu einem Besuch bei der Mine überreden und gelangt in einem unbeobachteten Augenblick für kurze Zeit in den alten Stollen. Bald darauf wird seine ganze Familie getötet und er kommt zu seiner Tante Audrey nach Ohio. Doch Seth hat „Tak“, ein uraltes und böses Wesen in sich und das Leben Audreys und ihres Mannes beginnt sich bald zu ändern.

Stephen King hat mit den Romanen „Desperation“ und „Regulator“ zwei Bücher aus dem selben Grundstoff geschrieben. Für „Regulator“ hat er für diesen Zweck sein altes Pseudonym „Richard Bachman“ noch einmal benutzt. Beide Romane sind in etwa dem gleichen Stil geschrieben und haben eine eher actionlastige Handlung. Sie sind aber verschieden genug, dass es nicht im Geringsten stört, wenn man vorher das jeweils Andere gelesen hat. Wem Kings typische Horrorromane wie „Es“ oder „Tommynockers“ gefallen haben, wird auch in „Desperation“ und „Regulator“ bestens bedient.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von www.buchkritik.at

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