Sonnentaucher

Die Menschen haben die Delphine und Schimpansen zu intelligenten Wesen gemacht und mittels eines Tests alle potenziell gefährlichen Personen mit einem Sender versehen und zu ständig überwachten sogenannten Probanden gemacht. Bereits seit einiger Zeit haben sie Kontakt mit verschiedenen Aliens, die in vielfältiger Form auf ihnen zugewiesenen Gegenden der Erde anzutreffen sind. Diese Außerirdischen haben untereinander und mit den Menschen ein streng geregeltes System und stellen beschränkt Wissen und Technik zur Verfügung.

Als in der Außenzone der irdischen Sonne möglicherweise intelligente Wesen entdeckt werden, wird auch Jakob Alvarez Demwa von seinem außerirdischen Freund Fagin zu dem Forscherteam hinzugezogen. Außer ihnen, den übrigen menschlichen Forschern und einem Schimpansenwissenschaftler ist noch der einer alten und angesehenen Alienart, den Pila zugehörige Bubbacub mit Culla dabei. Culla ist ein Pring, die einst von den Pila zu intelligenten Wesen gemacht wurden und damit diesen auf sehr lange Zeit zu Dienerschaft verpflichtet sind.

Noch bevor Jakob die erste Reise mit einem speziellen Raumschiff zur Sonne unternehmen kann, stirbt der Schimpanse bei einem solchen Unternehmen und es weist vieles auf einen Sabotageakt hin. Bald ist auch ein Täter gefunden. Doch einige Ereignisse während und nach seiner ersten Fahrt mit einem Sonnenschiff zum Zentralgestirn machen ihn mißtrauisch und er beginnt hinter den Kulissen nachzuforschen.

In dieser flott erzählten Science Fiction-Geschichte steckt so ziemlich von allem etwas. Sie ist eine Space-Opera und gleichzeitig ein Krimi, beinhaltet eine kräftige Form Sozialkritik und bietet eine komplexe und durchdachte Hintergrundwelt. Auch die darin handelnden Personen sind nicht allzu eindimensional dargestellt.

Ein Roman, der gleichzeitig unterhaltsam und spannend zu lesen ist, ohne nur eine phantasielose, einspurige Heldengeschichte zu erzählen.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at