PHP 4. Die Referenz
Erstellt am: Januar 2nd, 2008PHP ist eine plattformenunabhängige Web-Scriptsprache die es ermöglicht, dynamische Webseiten ohne großen Aufwand zu erstellen. PHP kann mit anderen Sprachen, wie JavaScript oder HTML problemlos umgehen und kombiniert werden. Mittels PHP können beispielsweise Auswertungen, Kontakt-Formulare, Online-Shops oder Verwaltungstools realisiert werden.
Das Buch „PHP4 – Die Referenz“ stammt von einem der wohl fachkundigsten Autoren dieses Bereichs. Jörg Krause. Krause liefert Ihnen eine umfangreiche Befehls- und Funktionsreferenz, die Ihnen als sinnvolle Ergänzung zur Dokumentation der „PHP Documentation Group“ dienen soll. Der Arbeitsstand entspricht der aktuellen Version PHP 4.0.5.
Die Sprachsyntax aller behandelten Funktionen wird ausführlich behandelt. Besonders positiv ist zu bemerken, dass sämtliche Funktionen mit didaktisch sinnvollen Beispielen versehen wurden. Zu jedem Befehl und jeder Funktion wird die Versionsnummer der PHP-Version angegeben, in der dieser Befehl zur Verfügung steht.
Aus dem Inhalt:
- Sprachliche Besonderheiten
- Befehlsreferenz
- Funktionsreferenz
- Datenbankfunktionen
- Systemnahe Funktionen
- Konfigurationsanleitung
- Cross Reference zu Perl und VBScript
Der Klappentext stellt bereits die Informationen zur Zielgruppe bereit: „Aktiven PHP-Programmierern wird damit ebenso wie Anfängern und Profis ein wertvolles Werkzeug in die Hand gegeben, um schnell und effektiv gute Skripte zu entwerfen. Umsteigern mit Kenntnissen anderer Programmiersprachen dient diese Referenz als Erfolgsgrundlage von der ersten Minute an.“
Diese Aussage kann nur bestätigt werden. Programmierer mit PHP-Kenntnissen sind heute gefragter den je. Um Ihr Fachwissen zu erweitern benötigen Sie eine Referenz, in der die Syntax und Sprache erläutert wird. Das Buch von Jörg Krause ist so eine Referenz. (Marco Müller)
Windows ME – Das Handbuch
Erstellt am: Januar 2nd, 2008Windows Millennium Edition – kurz Windows ME – ist das neue Betriebssystem für den privaten Anwender, der sich ein schnelles, zuverlässiges und einfach zu bedienendes System wünscht. Vier Themen stehen bei Windows ME im Vordergrund: digitale Medien (digitale Musik, Fotos, Videos), die einfache Bedienung des PCs, die hohe Systemzuverlässigkeit und das Internet.
„Windows ME Das Handbuch“ von Microsoft Press, ist ein Fachbuch für Einsteiger und Profis gleichermaßen, welches nicht nur durch den strukturierten Aufbau, sondern auch durch die beigelegte CD, ebenfalls als Nachschlagewerk geeignet ist. Alles was zur Beherrschung des Betriebssystems benötigt wird, erscheint mehr als ausführlich, ohne langweilig zu wirken. Detaillierte Bebilderungen und komplexe Beschreibungen zeigen dem User Schritt für Schritt, wie er seine Arbeitstechniken vereinfachen und schneller erledigen kann. Parallelen zu früheren Windows Versionen und Tipps von Profis werden hervorgehoben, um dem User eine optimale Nutzung zu ermöglichen.
„Die ersten Schritte“ behandeln vorzugsweise die Arbeitstechniken der Laufwerke, Ordner, Dateien und Dokumente. Die erweiterten Funktionen von Netzwerk, Verknüpfungen, Darstellung, Desktop und Druckens zeigen schon zu Anfang, wie viel Potential in dem neuen Betriebssystem steckt.
Text- und Grafikbearbeitung, Multimedia, Media Player, digitale Bilder, Movie Maker, einst eigenständige Produkte von Microsoft, wurden integriert und wie der Internet Explorer, zu mächtigen Werkzeugen mit dem kompletten System verschmolzen. Installation, Wiederherstellung und Update werden so selbstverständlich beschrieben, wie die der Systemsteuerung, Netzwerkkonfiguration, Plattenkonfiguration und Systemoptimierung.
Da auch an Spezialisten gedacht wurde, gibt es auch hier Fachwissen in den Bereichen Registrierung und dem Einsatz des Windows Script Host (WSH).
Fazit:
Wer mit dem neuen Betriebssystem arbeiten möchte, ohne dieses als „Spieleplattform“ zu missbrauchen, tut gut daran sich dieses Buch zu kaufen. Anders als die anderen Fachbücher wird hier mehr vermittelt als nur die reine Handhabung. Auch die beigelegte CD zeigt einmal mehr, wer der Herr der Betriebssysteme im Homebereich ist. (Stephan Dunker)
Windows XP
Erstellt am: Januar 2nd, 2008Das neuste Betriebssystem aus dem Hause Microsoft „Windows XP“ bringt einige Neuerungen und eine völlig überarbeitete Benutzeroberfläche. Der Autor Udo Schmidt beschreibt in seinem Buch alle wichtigen Bereiche des neuen Betriebssystems.
Angefangen bei der Installation, über Konfiguration bis zum Internetzugang erfährt der Leser alles um mit Windows XP richtig umgehen zu können. Einfach zu verstehende Erklärungen und viele Bilder werden Einsteiger begrüßen. Themen wie Heimnetzwerke, Mobiles Windows XP bleiben nicht länger ein Buch mit sieben Siegeln. Insbesondere auf Sicherheit und Leistungsoptimierung wird in abgeschlossenen Kapiteln eingegangen. Der Autor beschränkt sich auf das Wesentliche und geht besonders auf die Windows integrierten Programme ein. Dadurch spart sich der Leser die ein oder andere Anschaffung teurer Zusatzsoftware. So ist zum Beispiel das Senden und Empfangen von Faxen auch ohne Fremdsoftware möglich. Weitere Themen wie Bildbearbeitung und das Schneiden von Videos zeigen dem Leser, wie aus dem PC eine echte Multimediamaschine wird.
Auch an die Umsteiger von früheren Windowsversionen wurde gedacht. Ausführlich werden Unterschiede und der Umgang mit der neuen Arbeitsoberfläche vermittelt.
Auf der beiliegenden CD-ROM findet der Leser das Anti-VirenKIT von G DATA als zeitlich begrenzte Vollversion, viele Sharewaretools für das Netzwerk, LOGOX WebSpeech, 50 True-Type-Schriften sowie Bilder und Cliparts.
Mit dem detaillierten Inhaltsverzeichnis ist das Gesuchte schnell gefunden. Die Glossare im Anhang erklären die unbekannten Begriffe. So wird Einsteigern im Fremdwortdschungel schnell auf die Sprünge geholfen. Das Stichwortverzeichnis komplettiert „Windows XP“. So findet das Buch auch als späteres Nachschlagewerk Verwendung.
Fazit: Leider fehlen Internetverweise auf weitergehende Informationsquellen. Ansonsten ist das Buch für Einsteiger eine gute Wahl.(Stefan Andreas Scheipers)
Jetzt lerne ich SuSe Linux
Erstellt am: Januar 2nd, 2008Linux hat sich immer mehr zu einer ernstzunehmenden Alternative zu Windows entwickelt und glaubt man einigen eingeschworenen Linux-Fans, so hat es dem Schützling von Bill Gates schon längst den Rang abgelaufen. Soweit ist es zwar bis jetzt noch nicht, aber der Siegeszug von Linux hält nach wie vor unbestritten an. Lediglich die im Gegensatz zu Windows schwere Bedienung und die Angst vor komplizierten und ausufernden Einstellungsorgien halten viele Interessierte noch davon ab, Linux zu ihrem Betriebssystem zu erklären. Abhilfe schafft da „Jetzt lerne ich SuSe Linux“, da sich Autorin Stefanie Teufel primär auf Einsteiger konzentriert. Eine weitere Konzentration liegt bei der Softwareschmiede vor, deren Linuxversion benutzt wird: Ausschließlich SuSe-Linuxnutzer werden mit dem Buch glücklich, wie sich bereits im Titel herauskristallisiert.
484 Seiten nimmt sich die Autorin Zeit, um alles Unentbehrliche zu vermitteln: Systemadministration, die Arbeit mit der Kommandozeile und was bei der Arbeit mit Dateien und Verzeichnissen beachtet werden muss. Auch tiefergehende Informationen zur Neukonfiguration des Kernels finden sich ebenso wie eine detaillierte Anleitung zur Nutzung des Internets unter Linux. Notwendige Straffungen finden nur sehr selten statt, so dass immer umfangreiche und kompetente Tipps, Tricks und einfach nachvollziehbare Schritte auf den anfangs unbedarften Leser warten, der sich im Laufe der Lektüre zu einem Profi entwickelt. Ohne Multimedia macht natürlich kein Betriebssystem Spass, deshalb widmet sich Teufel auch diesen Aspekten ausführlich und stößt das Tor in die Welt der MP3s, DVDs und Fernsehen unter Linux weit auf. Ebenfalls sehr sinnvoll ist ein kurzer Ausflug, in dem Cron betrachtet wird und die damit verbundenen Möglichkeiten, Aufgaben zu automatisieren. Die beiliegende CD enthält die aktuelle Version 73. mit KDE 2.2, so dass alles Erlernte und Gelesene sofort ausprobiert werden kann, allerdings sollte man bei der Parallelinstallation zu einem bereits vorhandenen Betriebssystem ein wenig Vorsicht walten lassen.
Fazit: „Jetzt lerne ich SuSe Linux“ konzentriert sich vor allen Dingen auf die Bedürfnisse von Einsteigern in die ernsthafte Alternative zu Windows. Mit der beiliegenden Linux-Version kann man die Inhalte des Buchs schnell in die Tat umsetzen. (Tino Hahn)
Linux – Just for Fun
Erstellt am: Januar 2nd, 2008Mehr durch Zufall als durch Absicht revolutionierte der junge Finne Linus Torvalds 1991 die Computerwelt: Vergeblich suchte Torvalds nach einem Betriebssystem, das seinen hohen Ansprüchen gerecht werden konnte, doch seine Suche war vergebens. Also blieb ihm nichts anderes übrig, als sich selber sein gewünschtes Betriebssystem zu programmieren und LINUX wurde geboren. 10 Jahre später läuft LINUX auf über 12 Millionen Rechnern weltweit und das sowohl im Anwender- als auch im Serverbereich und Torvalds wurde vom jungen Computerfreak zur Symbolgestalt in der Open Source-Szene.
In einer Mischung aus Selbstportrait und Biographie erzählt Linus Torvalds zusammen mit David Diamond in „Just for Fun – Wie ein Freak die Computerwelt revolutionierte“ von seinem Leben und natürlich speziell von LINUX. Das Vorwort stammt von Dirk Hohndel, einem Vorstandsmitglied der SuSe Linux AG, die entscheidend von Torvalds’ Produkt profitiert haben, entsprechend glorreich fällt das Vorwort dann auch aus.
Das Endergebnis der Bemühungen von Torvalds und Diamond ist ein sehr gut geschriebenes, die Materie sehr gut erhellendes und gleichzeitig lustig und spannend zu lesendes Buch geworden. Schon allein der Untertitel des 1. Kapitels „Sex, Krieg und Linux“ zeigt den Sinn des Lebens auf eine Art und Weise, wie er wohl nur Linux-Freaks vorkommen mag. Zu Anfang beschreibt Torvalds sein Leben als Kind, was sich zwar nicht gravierend vom Leben anderer Kinder unterschied, doch anstelle heimlich Playboy unter der Bettdecke zu lesen, sprang Torvalds immer sofort wieder zurück an seinen Computer, sobald es Schlafenszeit war. Außerdem war es für ihn ein großes Vergnügen, auf dem VIC-20 Computer seines Großvaters die ersten selbstgeschriebenen Programme zu entwickeln, die quasi den Grundstein für seine spätere Begeisterung legten. Im weiteren Verlauf seines Selbstporträts gehen Torvalds und Diamond dann stärker auf die Wirkung von Linux ein, das wie eine Bombe auf dem Computermarkt einschlug: Plötzlich waren sogar Giganten wie Microsoft beeindruckt von einem Produkt, das nicht ihrem Haus entsprang und eine turbulente Zeit begann, von der Torvalds süffisant und zwischen Ironie und Sarkasmus pendelnd erzählt. Dadurch ist „Just for Fun“ die Biographie eines computerbesessenen Teenagers geworden, dessen Entwicklung zum Mann gleichzeitig mit der Entwicklung seiner Schöpfung zu einem der respektiertesten Betriebssysteme der Welt stattgefunden hat. Viele wissenswerte Informationen und Dutzende von lustigen und bizarren Anekdoten reichern das Buch zusätzlich an und machen das Lesen zu einem wahren Genuss.
Fazit: „Just for Fun“ ist ein herrliches Selbstportrait des Mannes, der das Betriebssystem mit dem Pinguin als Markenzeichen geschaffen hat. Interessant und sehr unterhaltsam geschrieben ist es sehr lesenswert für alle, die sich für Biographien als auch die große, weite Computerwelt und die daraus resultierenden Wunderkinder interessieren. (Tino Hahn)
Windows – Leichter Einstieg für Senioren
Erstellt am: Januar 2nd, 2008Bücher über und für Computer gibt es wie Sand am Meer. Bücher über den Einstieg für Senioren und Anfänger ebenso. Das ist auch gut so, da es immer wichtiger wird sich mit dem Computer auseinanderzusetzen. Vorzugsweise ältere Menschen haben das Verlangen die Materie Computer kennen zulernen und zu verstehen.
„Windows- leichter Einstieg für Senioren“ von Günter Born, befasst sich mit genau diesem Thema. Einen leichten Einstieg in das Mysterium Computer und Computerprogramme zu vermitteln. Es wird gezielt auf die Gruppe der Einsteiger eingegangen, welche zum allerersten mal vor einem Computer sitzen. Was für Erfahrene- oder geübte PC-Benutzer eine Selbstverständlichkeit ist, ist für einen Newbie, so wird ein PC-Anfänger auch genannt, allergrößte Anstrengung. Einer der Gründe warum der PC so verachtet wird, ist das Versagen schon zu Anfang. Der Einstieg. Ist die größte Hürde genommen, ist es für den Anwender leicht nachvollziehbar was mit einem Computer gemacht und vollbracht werden kann. Der Sinn, die Erscheinung und die Zukunft des Computers sind einzig und alleine durch den richtigen Einstieg zu verstehen.
Mit den kleinsten Schritten Angefangen lernt der Anwender wie sein PC funktioniert. Wie Programme geöffnet und geschlossen werden. Welche Bedeutung Laufwerke und Dateien haben und für was diese stehen. Auch wird vermittelt, wie Dokumente und Zeichnungen erstellt werden. Kurz gesagt, dieses Buch beginnt ganz von vorne und ist entsprechend leicht und verständlich geschrieben. Bilder und Zeichnungen, als auch Übungen, so wie erläuterte Fachbegriffe runden das Gesamtbild ab.
Sollte der Eindruck entstehen das Buch zielt lediglich auf Standardanwendungen, der irrt. Multimedia und Spiele werden ebenso angegangen.
Auch an den Umgang mit der Hardware wurde gedacht. In einer kleinen Computerkunde werden u.a. Tastatur, Monitor, Laufwerke und deren Handhabung beschrieben. Des weiteren wird vermittelt, wie ein Computer anzuschließen ist und wie dieser gepflegt werden sollte.
Das dieses Buch ein guter Begleiter ist liegt wohl auch daran, dass der Autor auch ein erfahrener und weltweit erfolgreicher Kinderbuchautor ist, welcher auch schwierige Sachverhalte in leicht verständlicher Sprache vermitteln kann.
Die Aufmachung des Buches ist für ältere Menschen, oder Brillenträger trefflich, da große Buchstaben und Zeichnungen gewählt wurden.
Markt und Technik versteht es immer wieder die richtigen Autoren für seine Fachbücher zu gewinnen und diese entsprechend umzusetzen. Spitze ! (Stephan Dunker)
Der Schacht
Erstellt am: Januar 2nd, 2008Chicago ist die Hölle und da treffen sich Jonathan, Cruz und Jamaika. Aus unterschiedlichen Gründen auf der Flucht, durchleben die drei einen Alptraum in einem heruntergekommenen, unheimlichen Hotel. Das Kenilworth Arms.
Noch ahnen sie nicht welchen Trip dieses Gebäude durchlebt. Das Kenilworth Arms altert und erhält sich selbst. Seine Bewohner haben keine Ahnung, dass ihre eigene Verzweiflung ein Protein ist, das das Gebäude braucht um sich zu erhalten. Es nimmt die menschlichen Dramen nicht war, die sich innerhalb seines alternden Körpers abspielen. In den Räumen, Zimmern und Fluren ist schon immer Blut vergossen worden. Es ist in die Wände und die Teppichläufer geflossen.
Für die richtige Dosis sorgt ein Bandwurm, er hat das Haus in den Opiumrausch des Blutes eingeführt. So wie jemand mit Alzheimer eine klare Phase haben kann und sich mit Drogen zuschüttet, um der kommenden Agonie des Vergessens zu entgehen, so will auch das Kenilwoth Arms jetzt mehr von diesem Stoff, der es so wunderbar sorglos sein lässt.
Das Haus versucht, durch Drogen betäubt, das zu verwenden was es weiß oder sich noch vorstellen kann. Tief im Drogenrausch versunken hat es etwas, was man als einen Traum bezeichnen kann aus dem wohl keiner der Bewohner entkommen kann.
Dieser Roman über die Drogenszene, die in den Kellern von Chicagos Mietshäusern wuchert betäubt von der ersten bis zur letzten Seite. David J Schow prägte den Begriff “Splatterpunk”. Gemeint sind jene Geschichten von Autoren, denen es weniger auf die literarische Qualität ankommt, sondern mehr auf rohe Gewaltdarstellung. Splatterpunk ist ein Name für einen Trend, ein Begriff für Horror extrem, für das Grauen an sich, für die Abgründe der menschlichen Psyche und nicht zuletzt so sarkastisch, das es schon wieder zum lachen ist. Schow gehört wohl zweifelsohne zur ersten Garde zeitgenössischer Horrorautoren.
In Zeiten, in denen Große Verlage davor scheuen das Wörtchen “Horror” auch nur ansatzweise in den Mund zunehmen, bietet der Blitz-Verlag diesen Roman für angemessene DM 29.80 an. (Silvia Dunker)
Der Wurm Ouroboros
Erstellt am: Januar 2nd, 2008Bei der Geburtstagsfeier von Juss, dem Herrscher von Dämonenland taucht ein Bote Hexenlands auf und fordert im Namen Königs Gorice XI. ihre Unterwerfung. Fürst Goldry Bluszco fordert darauf hin den als unbesiegbar geltenden Gorice XI. zu einem Ringkampf. Falls er gewinnt, soll Hexenland von seinem Herrschaftsanspruch absehen und bei einem Sieg von Gorice gibt es Krieg. Der König nimmt die Herausforderung an und wird bei dem Kampf tödlich verletzt.
Doch Gorice wird durch Magie immer wieder Wiedergeboren und kommt als mächtiger Magier und Gorice XII. auf seiner Festung Carce zurück. Er denkt nicht daran, sich an die Abmachung mit den Dämonen zu halten und ruft mit Hilfe des listenreichen Fürsten Gro ein schreckliches Wesen aus der Unterwelt herbei und schickt es gegen seine Gegner.
Die Dämonen werden auf der Heimreise von diesem Wesen angegriffen und Fürst Goldry Bluszco ist danach verschwunden. Darauf hin greifen die Dämonen mit den mit ihnen verbündeten Kobolden die Festung Carce an und nach einer verlustreichen Schlacht geraten König Juss und Fürst Brandoch Daha in Gefangenschaft. Als La Feurioz, der Herrscher von Gnomenland am Hofe von Gorice XII. weilt, erfährt er von ihrer Gefangenschaft und befreit sie wegen einer alten Schuld ihnen gegenüber. Zurück in Dämonenland träumt König Juss, dass Goldry Bluszco noch lebt und auf einem Berg am Rande der Welt gefangen gehalten wird. Er bricht mit einem Heer auf, um Goldry Bluszco zu retten. Während er unterwegs ist benutzen die Hexen seine Abwesenheit bald zu einem Angriff auf Dämonenland.
In fast jeder Diskussion über die Anfänge der Fantasy-Literatur taucht nach dem unvermeidlichen “Der Herr der Ringe” auch irgendwann das noch ältere “Der Wurm Ouroboros” auf. Es liest sich irgendwie wie die Nibelungen in der Sprache Shakespeares geschrieben. Mächtige, unfehlbare und grenzenlos von sich selbst überzeugte Helden ohne die geringsten persönlichen Eigenschaften in ebenso prächtigen und mit einer geschwollenen elisabethanischen Sprache endlos beschriebenen Rüstungen und Burgen. Zu nichts anderem als übermenschlichen Heldentaten, fast immer im blutigen Kampf, fähig und sich darüber auch noch in elendslangen Dialogen gegenseitig beweihräuchernd sind sie gänzlich anders als Tolkiens Helden. Selbst ihre Gegner sind meist kaum facettenreicher.
Auch die erzählte Geschichte bietet weder Überraschendes noch originelle Einfälle und hätte ohne Verlust in einem Bruchteil der benutzen Seiten erzählt werden können. So ist das Buch wohl nur für hartgesottene Fantasy-Leser interessant, die etwas über die Anfänge dieses Genres erfahren wollen. Die Einführung sollte man übrigens besser vorerst überblättern und zum besseren Verständnis erst nach der Geschichte lesen.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Fliegende Fetzen
Erstellt am: Januar 2nd, 2008Als aus dem Meer zwischen Ankh-Morpork und Klatsch eine Insel erhebt, beginnt ein immer schlimmer ausartender Streit zwischen den beiden Ländern darum. Mumm, Karotte und die anderen Wächter in Ankh-Morpork haben alle Hände mit fremdenfeindlichen Mobs zu tun, als auch noch ein Attentat auf einen Prinzen aus Klatsch verübt wird. Bei der Aufklärung dieses Anschlages stoßen sie auf immer mehr Rätsel und Ungereimtheiten (JFK lässt grüßen).
In Ankh-Morpork übernehmen kriegslüsterne Bürger die Macht, und als ein weibliches Mitglied der Wache auf einem kurz danach in See stechenden Schiff in Gefangenschaft gerät, befinden sich schnell alle Protagonisten auf See. In einem Fall in einem etwas seltsamen Gefährt.
Prattchett zieht in diesem Scheibenweltroman mit der altbekannten Stadtwache als Hauptdarsteller mit Ironie und klugen Witz gegen Krieg und Fremdenfeindlichkeit ins Feld. Er gibt ein wahres Feuerwerk seines typischen Humors zu Besten und zeigt sich hier in absoluter Hochform. Selten ist die Unendlichkeit menschlicher Dummheit treffender bloßgestellt worden.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Katzenhaus
Erstellt am: Januar 2nd, 2008Das Buch beinhaltet drei in der Frühzeit von Nivens Ringweltuniversum spielende Geschichten von jeweils einem der Autoren. Alle befassen sich mit der Auseinandersetzung der Menschheit mit den Kzin, einer katzenartigen, sehr kriegerischen Alienart.
Die Krieger
27 Seiten
Bei einem der ersten Vorstöße der Menschen über ihr Sonnensystem hinaus wird ihr unbewaffnetes Raumschiff von den ihnen bisher unbekannten Kzin angegriffen.
Die kurz gehaltene und nicht besonders originelle Pilotgeschichte über den Beginn des Konfliktes.
Eisen
209 Seiten
Eine Gruppe Forscher reist zu einem wissenschaftlich interessanten Sonnensystem. Dort stoßen sie überraschend auf Kzin und bemerken, dass diese den ihnen bisher nicht bekannten Hyperraumantrieb besitzen. Da ihr Raumschiff unbewaffnet ist und sie auch nicht mehr entkommen können, beschließen sie zu verhandeln. Vorher versteckt sich aber ein Teil ihrer Mannschaft mit ihren zwei Beibooten in diesem Sonnensystem. Bei den Verhandlungsversuch wird die Mannschaft ihres Mutterschiffes gefangen genommen und es stellt sich heraus, dass sie einen Kzin-Spion in ihren Reihen hatten. Damit beginnt die ungleiche Auseinandersetzung zwischen den gut gerüsteten Kzin und den hoffnungslos im System festsitzenden Menschen.
Eine ansprechende Story mit einer einfallsreichen Handlung und komplexen Hintergrund. Die Geschichte strotzt geradezu von originellen Einfällen bei Weltraumphänomenen und bietet dazu eine Menge Action.
Katzenhaus
158 Seiten
Als ein ihr Raumschiff von den Kzin angegriffen wird, überlebt der Ethnologe Locklear als Einziger und wird gefangen genommen. Doch das Kzin-Schiff verirrt sich und stößt auf einen seltsamen Planeten, der abgetrennte Lebensbereiche verschiedener Planeten enthält und anscheinend als eine Art Zoo gedient hat. Durch geschickte Manipulation gelingt es Locklear, dass er dort abgesetzt wird um später wieder abgeholt zu werden. Doch die Kzin setzen ihn in der Enklave ihres eigenen Heimatplaneten ab und nicht in der Erde. Nach einigen Erforschungen entdeckt Locklear in Stasis gehaltene Lebewesen des Kzin-Planeten, darunter auch Kzin selbst. Nach einiger Überlegung beschließt er eine weibliche Kzin ins Leben zurückzuholen, weil diese kleiner als die Männer sind. Damit beginnt ihm jedoch alles etwas aus der Kontrolle zu gleiten.
“Katzenhaus” ist eindeutig die Beste der drei Storys. Einfallsreich, witzig und voller guter Ideen schildert sie das aufeinanderstoßen zweier sich völlig fremder Kulturen.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
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