Der Stiefbruder

Selina König ist ein ganz normaler Teenager, wie jeder andere auch. Sie wächst im Saarland auf, ihr Vater ist Architekt und sie kämpft mit einigen Pölsterchen zuviel an den Oberschenkel. Ihr absoluter Traumtyp ist Dennis aus ihrer Clique. In ihn ist sie schon seit fast einem Jahr verliebt. Und gerade hat er mit seiner Freundin Maren Schluss gemacht und zeigt erstmals echtes Interesse an Selina, besser kann es für sie doch gar nicht sein. Einziger Wehmutstropfen, Selinas Vater will wieder heiraten. Mit seiner Freundin Janna versteht sich das junge Mädchen meistens ziemlich gut, nur ihren neuen Stiefbruder Jens, der etwas älter ist als sie, mag sie nicht besonders leiden. Sie hält ihn für einen eingebildeten Kerl.

Bei einem gemeinsamen Ausflug nach Holland kommen sich Selina und Dennis näher. Sie glaubt sich am Ziel ihrer Wünsche, das Leben könnte einfach nicht schöner sein. Mit Jens kommt sie mittlerweile auch ganz gut klar. Allerdings versteht sie nicht, warum er nie wirklich glücklich aussieht. Irgendetwas scheint ihn zu belasten. Aber Selina hat keinesfalls vor, herauszufinden was das ist, soweit gehen ihre Gefühle für den Stiefbruder nun doch nicht.

Dann jedoch tritt etwas ein, womit sie nicht gerechnet hat und Selina ist plötzlich auf Jens angewiesen. Er scheint der einzige zu sein, der ihre Situation versteht und ihr helfen will.

Was mich am meisten an dieser Geschichte beeindruckt hat ist, dass Susanne Britz-Becker sich keinesfalls davor gescheut hat, die Handlung in Deutschland spielen zu lassen. Endlich mal ein Handlungsort bei dem man erkennt, die Autorin weiß, wovon sie schreibt. Eine schöne Teenager-Lovestory für einen kurzweiligen Leseabend.

Kritik geschrieben von Isolde Wehr, Herausgeberin der romantischen Bücherecke und Moments

Titel: Der Stiefbruder
Autor: Susanne Britz-Becker
Verlag: Verlag Ernst Probst
Seiten: 188
ISBN: 3935718268