Nackte Lügen

Erstellt am: Februar 19th, 2008

W.G. Phoenix war eine gute Anwältin, aber das Leben ist halt auch zu guten Menschen unfair. So hat sie ihren Job verloren, weil sie es nicht verantworten konnte, einen Schuldigen vor dem Gefängnis zu bewahren. Nachdem sie monatelang nicht wusste was sie mit sich selber anfangen soll, will sie jetzt herausfinden was ihrer besten Freundin April passiert ist, die anscheinend schon mehr als ein Jahr lang verschwunden ist.

So kommt sie nach Past Peak, dem letzten bekannten Wohnort von April und erfährt, dass diese dort in einem exklusiven Privatclub gearbeitet hat. Phoenix bewirbt sich auch um einen Job und lernt bald, das der Peak Club noch mehr anbietet, als simple Entspannungsmethoden. Er ist sozusagen ein geheimer Treff für Sexorgien.

Da trifft sie auf Roman Wilde, einen Ex-Navy-SEAL, der einer der Miteigentümer des Clubs ist. Phoenix weiß nicht so recht, was sie von dem mysteriösen Mann halten soll. Sie kann nicht wissen das Roman sich ebenfalls undercover in den Club eingeschlichen hat, und ebenfalls nach Informationen über eine gewisse April sucht. Als die beiden sich zusammen tun, ist ihr Leben in Gefahr.

Eigentlich versprach der Roman ganz spannend zu werden, aber Stella Cameron schafft es nicht die Handlung durchgehend fortzuführen, manche Handlungsstränge werden überhaupt nicht erklärt sondern einfach nicht abgeschlossen dem Leser präsentiert. Das verwirrt und steigert nicht gerade das Lesevergnügen. Alles in allem ganz okay, aber kein Buch was man gelesen haben muss.

Kritik geschrieben von Isolde Wehr, Herausgeberin von Die romantische Bücherecke und Moments

Titel: Nackte Lügen
Autor: Stella Cameron
Verlag: Droemer Knaur
Seiten: 495
ISBN: 3426613204

Wer will schon einen Traummann

Erstellt am: Februar 19th, 2008

Cornelia Lichtfied Case hat jahrelang ihre Pflicht getan. Schon von klein auf stand sie im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit. Zuerst als einzige Tochter des Vizepräsidenten und dann als Ehefrau des nunmehr verstorbenen Präsidenten der Vereinigten Staaten. Und als wäre das nicht schlimm genug, verlangt ihr Vater jetzt auch noch von ihr, dass sie weiterhin die Funktion der First Lady ausfüllt, da der neue Präsident niemanden hat, der diese Aufgabe erledigen könnte.

Nealy, wie Cornelia von ihren Freunden genannt wird, steht kurz vor einem Zusammenbruch. Sie hält dieses Leben nicht mehr aus und plant daher ihre Flucht aus dem Weißen Haus. Eines Tages ist es dann so weit und tatsächlich gelingt es ihr, den wachsamen Augen des Geheimdienstes zu entschlüpfen. Endlich frei! Damit man sie auch nicht so schnell wieder findet, verkleidet sie sich als Schwangere.

So trifft sie auf Mat Jorik. Dessen Ex-Frau ist gestorben und hat ihn zum Vormund ihrer beiden Töchter Lucy und Button gemacht, die er beide nicht gezeugt hat. Mat hat nicht vor, plötzlich den Familienvater zu spielen und versucht, die beiden Kinder bei der Großmutter loszuwerden. So trifft er bei einem Stopp, auf der Reise an die Ostküste, auf eine junge schwangere Frau, der gerade das Auto gestohlen wurde. Wenn sie sich bereit erklärt auf die Kinder aufzupassen, ist er durchaus bereit, sie ein Stück mitzunehmen.

Nealy genießt das Abenteuer, aber wie lange kann sie ihren Pflichten davonlaufen?

Ein wirklich beeindruckender Roman. Susan Elizabeth Phillips schafft es mal wieder den Leser zu fesseln und mit einer ungewöhnlichen Story gut zu unterhalten. Einiger Minuspunkt, ich würde mir wünschen, dass sie endlich nicht mehr dreißigjährige Jungfrauen als Heldinnen verwendet.

Kritik geschrieben von Isolde Wehr, Herausgeberin von Die romantische Bücherecke und Moments

Titel: Wer will schon einen Traummann
Autor: Susan Elizabeth Phillips
Verlag: Blanvalet
Seiten: 414
ISBN: 3442353947

Keine Zeit für Millionäre

Erstellt am: Februar 19th, 2008

Samantha Lark hat ein Gestüt. Seit Jahren verbirgt sie vor ihren Nachbarn ihre finanziellen Schwierigkeiten, indem sie bis zum Umfallen arbeitet. Da kommt plötzlich Cullen Mackenzie nach Hause, ihr Jugendfreund. Cullen glaubt seit vielen Jahren in Whitney Sheridan verliebt zu sein, Samanthas Freundin. Als er seiner Angebeteten jedoch einen Heiratsantrag macht und sie ablehnt, ist er so sauer, das er zusammen mit Samantha einen Plan schmiedet. Die beiden wollen so tun als hätten sie plötzlich ihre Liebe füreinander entdeckt, um Whitney so eifersüchtig zu machen.

Cullen hat sich seit Jahren von seinem Zuhause fern gehalten, da er noch immer von Schuldgefühlen geplagt wird. Bei einem Autounfall den er vor vielen Jahren hatte wurde sein jüngerer Bruder getötet, während er überlebt hat. Jahrelang hat er sich die Schuld dafür gegeben und daher hat er den Job seines Bruders übernommen und das Familienvermögen vergrößert, um Whitney einen tollen Lebensstandard bieten zu können. Die hat auch durchaus vor Cullen zu heiraten, immerhin ist er stinkreich, will ihn jedoch noch etwas zappeln lassen.

Natürlich geht der ganze Schuss nach Hinten los, als Samantha und Cullen plötzlich entdecken, wie viel ihnen die gemeinsame Arbeit bedeutet und das ihre Gefühle füreinander doch weit über eine platonische Freundschaft hinausgehen. Gibt es einen Ausweg aus den von ihnen produziertem Chaos?

Leider ist „Keine Zeit für Millionäre“ nicht mehr so gut wie „Die Schwindlerin“. Irgendwie gelingt es Michelle Martin nicht den Humor in dieser Geschichte echt wirken zu lassen. Außerdem wirkt die Handlung manchmal lieblos aneinander gestückelt und ist für den Leser nicht nachvollziehbar. Trotz allem jedoch noch ein gutes Lesevergnügen für einen verregneten Nachmittag.

Kritik geschrieben von Isolde Wehr, Herausgeberin der romantischen Bücherecke

Titel: Keine Zeit für Millionäre
Autor: Michelle Martin
Verlag: Blanvalet Taschenbuch
Seiten: 350
ISBN: 3442353300

Das Lied der Insel

Erstellt am: Februar 19th, 2008

Ein kleines irisches Eiland mit Namen Inis Murúch: „Insel der Meerjungfrauen“. Dieser Ort verbindet drei Generationen von Frauen, die ihm einerseits entfliehen wollen, andererseits immer wieder dorthin zurückkehren. Die Großmutter Cliona verließ die Insel einst, um als Kindermädchen in Amerika Geld zu verdienen und sich als Krankenschwester ausbilden zu lassen. Als sie unerwartet schwanger wird, muss sie all ihre Pläne verwerfen. Für Jahre kann sie Irland nicht wiedersehen, und ohne dass sie es will, hasst sie ihre Tochter Grace dafür. Grace wächst mit wenig Liebe heran. Sie erlebt ihre Mutter als unnahbar und überaus streng. Ihre Zuneigung holt sie sich vor allem bei Männern, und da sie eine echte Schönheit ist, fällt ihr das nicht schwer. Als Cliona ihre Tochter eines Tages dann doch mit auf jene irische Insel nimmt, erlebt Grace den Ort wie ein Gefängnis, dem sie möglichst schnell entfliehen will. Fünf Jahre hält sie es dort aus, heiratet sogar und bekommt eine Tochter: Gráinne.

Als sich Grace dann schließlich bei Nacht und Nebel auf den Weg zurück nach Boston macht, hinterlässt sie gebrochene Herzen, aber es ist ihr egal. Sie will frei sein, frei vor allem von ihrer Mutter, von der sie sich niemals akzeptiert gefühlt hat. Ihre Tochter Gráinne lässt sie jahrelang fest in dem Glauben, sie habe keinen Vater und auch sonst keine Familie mehr.

Erst als Grace stirbt, erfährt Gráinne von ihren irischen Verwandten. Für die junge Frau beginnt eine aufwühlende Zeit. Das Erwachsenwerden verunsichert sie ohnehin und nun, nach dem Verlust ihrer Mutter, steht sie mit vielen unbeantworteten Fragen alleine da. Kein Wunder, dass sie ihr neues Zuhause, die irische „Insel der Meerjungfrauen“, erst einmal ablehnt.

Eine Familiensaga die einerseits märchenhaft und fremdartig erscheint, anderseits aber auch die Geschichte vieler Frauen bis heute wiederspiegelt. Aus der Perspektive dreier verschiedener Generationen wiederholen sich immer gleiche Motive: die Sehnsucht nach Geborgenheit, aber auch der Wunsch nach Selbständigkeit, der Konflikt zwischen Mutter und Tochter.

Fazit:
Das Lied der Insel lässt sich gut und flüssig lesen, könnte aber ein wenig spannender sein. (Silvia Dunker)

Titel: Das Lied der Insel
Autor: Lisa Carey
Verlag: Knaur Verlag
Seiten: 345
ISBN: 342661829X

Karriere ins Jenseits

Erstellt am: Februar 18th, 2008

‚Sie nickte, als hätte sie nichts anderes erwartet. „Gut. Um es kurz zu machen, Frau Rubach, wären Sie bereit, meine Nachfolgerin zu werden?“ Ich glotzte wohl wie ein Kalb bei seinem ersten Gewitter. Ich. Keine Familie, nicht einmal geschieden. Nicht etabliert in diesem Ort. Lehrerin war ich, weil mir nichts anderes eingefallen war.‘

Wenige Tage später, als Marlene Rubach abermals von der Schulleiterin zum Gespräch gebeten wird, ereilt dieser Zustand der Einfallslosigkeit sie erneut: Heike Obermeier, die sich regelmäßig zur Deutsch-Nachhilfestunde bei ihrer Lehrerin einfand, hat sie bei der Rektorin der sexuellen Belästigung bezichtigt.

Marlene Rubach, die daran gewöhnt ist, ihr Leben in die Hand zu nehmen, ist keinesfalls gewillt abzuwarten, welchen Lauf diese Anschuldigung nimmt und gleichzeitig dem Karrierezug hinterher zu winken. Überzeugt, das Mädchen zu Reue und Dementi bewegen zu können, sammelt sie Informationen über die Hintergründe der infamen Intrige. Dank ihres ebenso einflussreichen wie skrupellosen Liebhabers Josef, ihrer Freundin Judith und ihrer Kollegin Inge, die in wegweisende Familiengeschichten und den Dorfklüngel involvierter ist, als ihr lieb ist, kommt Marlene Rubach dem Geheimnis auf die Schliche. Es ist allerdings ein lebensgefährlich hoher Preis, den sie dafür zahlen muss.

Sofort spürt man beim Lesen von „Karriere ins Jenseits“, dass hier eine Autorin am Werk war, die sich auskennt – mit dem Alltag in Klassen- und Lehrerzimmern und mit dem des Lebens in der Provinz. Dieser unverschleierte Blick hinter die Kulissen ist es, der für Spannung sorgt und dafür, dass der Leser unisono mit der gebeutelten Heldin und Ich-Erzählerin immer wieder vor die Vertrauensfrage gestellt wird. Gleichermaßen einfühlsam wie komisch und selbstironisch schildert Rita Knott die unglückselige Situation, in die Marlene Rubach ohne eigenes Zutun geraten ist. Doch nicht nur die weiß sich mit unkonventionellen Mitteln zu helfen, wie man am Ende erfährt.

Rita Knott, 1951 geboren, wuchs in der Oberpfalz und in Niederbayern auf. Sie studierte Germanistik und Geschichte, lebte und arbeitete anschließend in München, Stockholm, Nürnberg und Berlin und ist seit den 90-er Jahren als Realschullehrerin in Oberbayern tätig. (Ensa Maurer)

Titel: Karriere ins Jenseits
Autor: Rita Knott
Verlag: Grafit Verlag
Seiten: 217
ISBN: 3894252545

Liebestod

Erstellt am: Februar 18th, 2008

Am 10. August 1973 widerfährt dem Elternpaar Paul und Oda das, was in der ‚Hierarchie des Schmerzes‘ ganz weit oben steht: sie verlieren ihre Tochter Vera, die in einen unbeobachteten Moment im Swimming-Pool der Nachbarn ertrinkt.

Dieses Erlebnis reißt in der Beziehung beider, die schon vorher mehr von Schwierigkeiten denn von Leichtigkeit geprägt war, tiefe, schier unüberwindbare Gräben auf. Um der zunehmend frostigeren Distanziertheit Odas zu entgehen, lässt sich Paul für mehrere Jahre nach Surinam versetzen. Im November 1980 kehrt er zurück, muss jedoch nach einem kurzen Intermezzo entflammter Wiedersehensfreude feststellen, dass die zeitweilige Trennung den in der Partnerschaft schwelenden Flächenbrand nicht löschen konnte. Als Oda ihn schließlich des gemeinsamen Schlafzimmers verweist und ihm das ehemalige Kinderzimmer der toten Vera als Quartier zuteilt, kommt er nicht umhin, sich eingestehen zu müssen, dass sein Leben und seine Ehe zu einer Katastrophe mutiert sind.

„Liebestod“ ist einerseits ein wahres Feuerwerk bizarrer Einzelheiten und geistreich erdachter Situationen, andererseits jedoch ist es eine einfühlsame, leise Studie über die Macht des Unerwarteten, über die Vergänglichkeit von Lebensentwürfen und die Traurigkeit, die den Moment der Konfrontation mit dieser Erkenntnis begleitet. Mit leiser Ironie zeichnet van den Boogaard die Charaktere seiner Hauptfiguren und arbeitet mit einem beachtlichen Feingefühl ihr Mit- und Gegeneinander heraus. Dank seiner bemerkenswert poetischen, auf Überflüssiges gänzlich verzichtenden Sprache und der wirkungsvollen Änderungen im Erzähltempo und -stil wird schließlich aus dem schmalen Büchlein ein großer Roman.

Oscar van den Boogaard, der Autor von „Liebestod“, wurde 1964 geboren und wuchs in den Niederlanden und in Surinam auf. Nach einem Jura- und Französisch-Studium arbeitete er in einer Brüsseler Anwaltskanzlei. 1990 erschien sein erster Roman „Dentz“; 1997 wurde als erstes seiner Bücher „Julias Herrlichkeit“ ins Deutsche übersetzt. Inzwischen hat van den Boogaard der Juristerei gänzlich abgeschworen und lebt als Schriftsteller und Galerist in Brüssel. (Ensa Maurer)

Titel: Liebestod
Autor: Oscar van den Boogaard
Verlag: S. Fischer
Seiten: 158
ISBN: 3100078071

Ich muss los

Erstellt am: Februar 18th, 2008

Eine ganz und gar merkwürdige Geschichte ist diese Erzählung über den Sonderling Dorst! Still und schweigsam lebt er in seiner Welt. Lakonisch und stoisch beobachtet er, was um ihn herum geschieht. Schnell macht er sich mit dem Ruf: „Ich muss los“ davon, wenn ihn etwas stört, langweilt, ihm zu nah kommt, oder er Erwartungen erfüllen soll. Durch sein Verhalten im Umgang mit seinen Mitmenschen zeigt er eine unvergleichliche Distanz, die ihn von allen anderen trennt und unterscheidet. Er versteht nichts vom Sterben seines Vaters, denn er glaubt, dieser hungere sich zu Tode. Seine Mutter, verstört und umtriebig , nervt ihn ebenso wie ihr Bekannter, Herr Quoirin, oder verschiedene seiner Freunde. Auch den Freundinnen gegenüber bleibt Dorst stumm, scheu und manchmal ein bisschen wie ein tumber Tor, wenn er sich nähert und rasch wieder entzieht. Er bleibt von klein auf bis ins Erwachsenenalter ein stiller Betrachter und Teilhaber in seiner Welt.

Die Erzählung ist in ihrer sprachlich spartanischen Ausdrucksweise teilweise komisch bis ernst und kritisch .Die Eigenheiten des spießigen Kleinbürgerlebens, die Einfalt der Mutter in ihrem späten Lebensgenuss mit ihrem Bekannten werden fast ein wenig lächerlich beschrieben wird.

Die Mutter steht ratlos vor dem unerwarteten Treiben ihres Sohnes. Was soll sie auch davon halten, wenn ihr Sohn sich zum Stadtführer aufschwingt, der den Leuten Geschichten auftischt, die er als eine Art “ anderer Stadtführung“ verkauft? Bei der es um Metzgerläden und erdichtete Geschichten über Häuser und Balkone geht, die Dorst sich gerade erst ausdenkt?

Es geht alles seinen sonderbaren Gang bis er Elner trifft! Sie ist lebhaft, lebendig, natürlich, warmherzig und offen. Er scheint zum ersten Male aufzutauen. Sie hat es ihm angetan. Und eine schönere Liebeserklärung als die, die er ihr macht, habe ich selten gelesen. Sie zeugt von einer tiefen menschlichen Sehnsucht! Aber natürlich,–Dorst bleibt der , der er ist!

Ein eigenartiges, psychopathologisches Leben breitet sich vor dem Leser aus. Die Sätze sind meisterhaft knapp geschrieben. Mit diesem Erzählstil wird die Verschlossenheit des besonderen Charakters von Dorst noch hervorgehoben.

Dabei ist Dorst an der Grenze zur Sonderbarkeit gar nicht so weit von der Normalität entfernt: gilt es doch die Feinheiten des menschlichen Lebens zu beobachten und einfach nur zu Protokoll zu nehmen.

„Ich muss los“ ist ein feinsinniges, eigenes, witziges und lesenswertes Buch . (Claudine Borries)

Titel: Ich muss los
Autor: Annette Pehnt
Verlag: Piper Verlag
Seiten: 126
ISBN: 3492043267

Kissengeflüster

Erstellt am: Februar 18th, 2008

Margaret „Meg“ McKenzie Cooper Ponthier hat es nicht gerade leicht im Leben. Sie ist eine Witwe mit drei Kindern und einem Schuldenberg, den ihr verstorbener Mann ihr hinterlassen hat. Da kam ihr das Angebot von Jules Ponthier gerade recht, ihn für eine Menge Geld zu heiraten. Allerdings ist der frischgetraute Ehemann, bereits nach dem ersten Tag ihrer Ehe tot. Und Meg sieht sich plötzlich ihrem gutaussehenden Schwager gegenüber, Parker Ponthier. Der kann nicht glauben das dieses bezaubernde Wesen die Witwe seines Bruders sein soll.

Liebend gern würde Meg die Flucht ergreifen und zu ihren Kindern nach Las Vegas zurückkehren, aber nachdem sie den Ponthier Clan kennen lernt, sitzt sie in New Orleans fest. Alle erwarten von ihr, das sie die trauernde Witwe spielt. Aber dafür hat Meg überhaupt keine Zeit, denn es gilt mit dieser chaotischen Familie klar zu kommen.

Parker kann immer weniger verstehen, wie ausgerechnet sein Bruder Jules so eine bezaubernde Frau heiraten konnte, eigentlich stand der doch auf einen ganz anderen Typ von Frau. Und auch Meg fühlt sich zu ihrem Schwager immer mehr hingezogen, doch was passiert wenn er die Wahrheit über die kurze Ehe herausfindet?

„Kissengeflüster“ hat mir sehr gefallen, ein unterhaltsamer Roman. Die Art von „Ich heirate eine Familie“-Geschichten, sind in den letzten Jahren sowieso eher selten geworden. Umso erfreulicher mit diesem Roman endlich mal wieder ein bisschen Abwechslung zum Lesen zu bekommen.

Kritik geschrieben von Isolde Wehr, Herausgeberin der „romantischen Bücherecke“

Titel: Kissengeflüster
Autor: Hailey North
Verlag: Blanvalet
Seiten: 316
ISBN: 3442354013

Die Männerfängerin

Erstellt am: Februar 17th, 2008

Jenny Elsholm genießt das Leben in vollen Zügen. Ihrem Vater gehört eine große Kosmetikfabrik, also hat sie keine Geldsorgen und daher nimmt sie auch ihr BWL-Studium nicht so ernst, wie sie eigentlich sollte. Was soll’s, hat sie halt eine nächste Matheklausur verhauen. Ihre Freundin Judith Lewandowski versucht immer wieder an Jennys schlechtes Gewissen zu appellieren, schließlich hat Judith ihr Studium selber finanzieren müssen, aber auch das wirkt nicht.

Da Jenny eine Schönheit a la Claudia Schiffer ist, braucht sie sich auch um Männerbekanntschaften, keine Sorgen zu machen. Eine Freundin von ihr hat eine Begleitagentur bei der Jenny ab und an arbeitet und sie liebt es, die Männer an der Nase herumzuführen. Diesmal hat sie einen Termin mit einem gewissen Leif Conrad. Der Ferrarri-Fahrer zeigt sich jedoch vollkommen unbeeindruckt von Jennys Schönheit. Komisch, das ist ihr noch nie passiert.

Je länger Jenny mit Leif zusammen ist, desto weniger versteht sie diesen Mann. Und sie stolpert von einer Katastrophe in die nächste.

Ich freue mich jedes Mal, wenn ich eine deutsche Autorin entdecke, die sich auch traut unterhaltsame Geschichten zu schreiben. „Die Männerfängerin“ von Marte Cormann wird zurecht auf dem Cover als romantische Liebeskomödie bezeichnet. Ein wunderbar unterhaltsames Buch!

Kritik geschrieben von Isolde Wehr, Herausgeberin der „romantischen Bücherecke“.

Titel: Die Männerfängerin
Autor: Marte Cormann
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 300
ISBN: 3453173244

Die Naschkatzen

Erstellt am: Februar 17th, 2008

Oh-oh, diese Stadt wird ihnen jede Menge Probleme bereiten, das jedenfalls denkt sich Sophie Dempsey, als sie mit ihrer Schwester Amy in der Kleinstadt Temptation in Ohio ankommt. Eigentlich wollten sie hier nur einen Dokumentarfilm über eine alternde Schauspielerin drehen. Doch kaum in Temptation angekommen, brodelt auch schon die Gerüchteküche und es heißt, Sophie und Amy würden einen Softporno produzieren.

Das ruft den Bürgermeister Phin Tucker auf den Plan. Das letzte was er in seiner Stadt momentan gebrauchen kann, sind Unruhestifter, denn immerhin stehen die nächsten Bürgermeisterwahlen vor der Tür und ein Tucker verliert niemals. Sein ärgster Konkurrent jedoch versucht krampfhaft zu beweisen, das die Dempsey Schwestern einen Pornofilm drehen.

Sophie startet bald darauf eine heiße Affäre mit dem gutaussehenden Bürgermeister, obwohl er für sie genau den Typ darstellt, um den sie normalerweise einen großen Bogen macht. Auch Phin verfällt Sophies Reizen und kurz darauf ist ihm sein wohlgeordnetes Leben gar nicht mehr so wichtig.

Wow diese Jennifer Crusie Geschichte ist einfach nur gigantisch gut!!! So fantastisch unterhalten hat mich ein Roman schon lange nicht mehr. Lesespaß mit jeder Menge heißem Sex, gepfefferten Dialogen, einmaligen Hauptfiguren und einem „farbigen“ Wasserturm! Wer das Buch verpasst, ist selber Schuld. (Isolde Wehr)

Titel: Die Naschkatzen
Autor: Jennifer Crusie
Verlag: Goldmann Verlag
Seiten: 479
ISBN: 3442448964

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