Das Bild – Rose Madder



Rose Daniels ist mit einem Polizisten verheiratet und ihre Ehe ist die Hölle. Die schweren Misshandlungen gehen so weit, dass sie eines Tages sogar ihr ungeborenes Kind verliert. Schließlich flieht sie von ihrem Mann, setzt sich in einen Überlandbus und fährt in eine weit entfernte Stadt. Dort findet sie Aufnahme in einem Frauenhaus und langsam in ein normales Leben zurück. Als sie bei einem Pfandleiher den Wert ihres Eherings herausfinden will, entdeckt sie dort ein Bild, das sie seltsam anzieht. Sie bekommt es im Tausch gegen ihren Ring und hängt es in ihrer neuen kleinen Wohnung auf.

Doch Norman, ihr Mann hat sie nicht vergessen und verfolgt mühsam aber immer erfolgreicher ihre Spur. Rose bekommt einen gut bezahlten Job angeboten und lernt einen sympathischen jungen Mann kennen, aber das Bild in ihrer Wohnung entwickelt seltsame Phänomene.

Schließlich taucht Norman in der Stadt auf und verliert bei der Suche nach ihr jede Zurückhaltung und zunehmen seinen Verstand. Die Situation eskaliert zunehmend und treibt auf ein aberwitziges Finale zu.

In der ersten Hälfte des Romans passiert ziemlich wenig und selbst der brillante Geschichtenerzähler King schaffte es hier nicht immer, Längen zu vermeiden. Erst ungefähr ab der Mitte kommt die Geschichte durch das verstärkte Auftauchen übersinnlicher Aspekte in Schwung um gegen das Ende immer mehr an Spannung und Tempo zu gewinnen. Nur im letzten Kapitel geht es wieder ruhiger zu.

Es ist wohl kaum das beste Buch von King aber trotzdem durchaus lesenswert. Wer nur seine Horrorromane kennt, wird aber möglicherweise enttäuscht sein. Obwohl auch in „Das Bild“ übersinnliches eine Rolle spielt, spielt sich der Großteil der Handlung in einem mehr oder weniger normalen Umfeld ab und auch der „Horror“ entstammt einem zwar nicht ganz normalen, aber durchaus realistischen Menschen.

Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at

Titel: Das Bild – Rose Madder
Autor: Stephen King
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 588
ISBN: 3453116143

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