Jenseits des Bösen



„Memory, prophecy and fantasy – the past, the future and the dreaming moment inbetween – are all one country, living one immortal day. To know that is Wisdom. To use it is the Art.“

Nachdem mir „Galileo“ so super gut gefallen hatte, wollte ich natürlich sofort weitere Clive Barker Bücher lesen. „The Great and Secret Show“ schien mir genau das Richtige zu sein.

Es gibt wohl einen Grund, warum auf dem Buchrücken keine Inhaltsangabe abgedruckt wurde. Es ist so ziemlich unmöglich, in wenigen Sätzen die komplexe Geschichte dieses 688-Seiten-Wälzers zusammenzufassen. Clive Barker erschafft eine neue Welt, die neben der uns bekannten Realität existiert. Nur wenige Menschen erkennen, dass es diese Welt gibt. Und nur einer (Randolph Jaffe) kommt darauf, wie er sie für sich nutzen kann. Aus dem einen Menschen, der Randolph dabei hilft, wird sein erbittertster Feind und im Laufe dieser Feindschaft bleibt es nicht aus, das die bekannt und unbekannte Realität aufeinanderprallen, was natürlich katastrophale Folgen hat.
Die Geschichte ist höllisch komplex und faszinierend. Es bleibt einem nur Bewunderung für so viel Phantasie übrig. Interessante Charaktere und spannende Handlungsstränge sind auch dabei, sodass dieser Roman eigentlich ein rundrum gelungenes Leseerlebnis sein sollte. Aber es ist zu langatmig. An einigen Stellen könnte man gut und gerne 20-30 Seiten überspringen, ohne dass man was verpasst. Aber das weiss man ja leider vorher nicht. Den zweiten Teil dieses Buches werde ich auf jeden Fall so bald nicht lesen. Da warte ich lieber auf den zweiten Teil von „Galileo“. (Dorothee Büttgen)

Titel: Jenseits des Bösen
Autor: Clive Barker
Verlag: Harper Paperbacks
Seiten: 688
ISBN: 0061099015

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