Die Gagarin-Story
Die sich langsam öffnenden sowjetischen Archive erlauben einen Blick auf die tatsächlichen Ereignisse beim ersten Raumflug eines Menschen durch Juri Gagarin. Peinlich darauf bedacht keine Pannen zuzugeben, griff die sowjetische Führung allzu oft zum Verschweigen, Vertuschen und auch zur glatten Lüge.
Alles um das Raumfahrtprogramm wurde mit strengster Geheimhaltung behandelt, selbst wenn der Westen schon alles wusste. Um die Eintragung als Rekord nicht zu Gefährden, wurde der Anschein erweckt, Gagarin sei das letzte Stück nicht mit dem Fallschirm sondern mit der Landkapsel zur Erde zurückgekehrt.
Sowohl die Schicksale der Personen als auch des gesamten sowjetischen Raumfahrtprogrammes werden von ihren erfolgreichen Anfängen bis zum traurigen Zustand des russischen Raumhafens auf dem Gebiet Kasachstans in dem Buch erzählt. Der Autor verwirft auch viele der in den letzten Jahren auftauchenden Gerüchten, wie das Gagarin gar nicht geflogen wäre und ähnliche sensationsträchtige Geschichten geschäftstüchtiger Bücherschreiber.
Ein Buch über von ihrer Aufgabe begeisterte und besessene Menschen und die Verlogenheit und Verdrehtheit des sowjetischen Regimes.
Kritik geschrieben von Alfred Ohswald, Herausgeber von Buchkritik.at
Titel: Die Gagarin-Story
Autor: Gerhard Kowalski
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
Seiten: 265
ISBN: 3896021842
Abgelegt unter Kultur und Geschichte
