High and Down

Erst 20 Jahre ist Tatjana Paschmann, die sich nunmehr schon seit 11 Jahren mit dem Schreiben beschäftigt. Im Laufe der Jahre hat sie sich intensiv mit den Dramen beschäftigt, die sich bei Jugendlichen abspielen können. Darunter fällt auch ihr Debütroman „High and Down“. Hierbei beschäftigt sie sich gleich mit einem ganz sensiblen Thema, nämlich den Drogen und was dabei alles im Umfeld kaputt gehen kann.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Jessy zusammen mit ihrer Schwester Jenny, die den absoluten Mittelpunkt für ihre Eltern darstellt. Wie es scheint überstrahlt sie mit ihrer Schönheit einfach alles. Überhaupt scheint sie all das zu haben, was Jessica – Jessy – gern für sich gehabt hätte. Dementsprechend ist Jessy natürlich auch von ihren Eltern etwas enttäuscht. Doch dann trifft die Familie der Schicksalsschlag und sie müssen erkennen, dass ihre „Lieblingstochter“ Drogen nimmt. Eine Überdosis Kokain bringt alles an den Tag. Obwohl die typischen Anzeichen da waren, hat sie niemand wirklich für voll genommen. Da alle Versuche ihr zu helfen nicht greifen, kommt sie in eine Therapieanstalt. Während des Aufenthaltes von Jenny in dieser Anstalt, steht nunmehr Jessy im Mittelpunkt. Leider hält dies jedoch nicht allzu lange an, schließlich steht der Tag der Entlassung an.

So blickt Jessy am Anfang der Geschichte zurück auf die Zeit, wie es dazu kam. Dabei kommen auch Jan und Jenny zu Wort. Jessy schildert dann auch, dass die Welt zunächst in Ordnung zu sein scheint. Dann kommt die Zeit, dass Jenny wieder unterwegs ist und auch Jessy diese Welt zeigt. Schließlich scheint es ja ganz was Besonderes zu sein, wenn man diesen Lifestyle mitmachen kann. Jedenfalls denkt es Jenny und nimmt Jessy mit, die auch bald eine erste Tablette bekommt.

Allerdings muss Jessy zu Hause schnell wieder feststellen, dass Jenny wieder im Mittelpunkt bei ihren Eltern. Daher entscheidet sich Jessy nun eigene Wege zu gehen und haut ab zu Jan.

Gefühlvoll schildert die junge Autorin aus der Sicht der drei Protagonisten, wie schwierig der Umgang mit Drogen sein kann. Dabei fällt es nach kurzem Einlesen auch leicht, sich in die Rolle der drei jungen Leute hinein zu versetzen. Für die einen ist ein Ausstieg aus dieser Szene möglich, für andere wiederum nicht. Diese können dann einen Neuanfang wagen. Es wird aber auch deutlich gezeigt, dass Drogen keine Lösung sein können.

Und über das Thema Drogen kann auch heute gar nicht oft genug geredet werden. Schließlich geht es wohl allen Eltern so, dass sie ihre Kinder davor beschützen möchten. Doch dieser Weg, das wird auch einfühlsam von der jungen Autorin gezeigt, ist nicht immer leicht. Für einen Debütroman ist der Autorin meines Erachtens der Einstieg sehr gut gelungen, zumal sie sich ja damit keines einfachen Themas angenommen hat. Es dürfte wohl Spannung angesagt sein, was sie als nächstes veröffentlichen wird. Ich wünsche ihr auf jeden Fall viel Erfolg.  (Marina Teuscher)