Die schönsten Flussradwege in Deutschland



Neuer Reiseführer stellt 27 abwechslungsreiche Strecken vor

Was gibt es schöneres in der jetzt aufblühenden Natur, als das Fahrrad nach seinem Winterschlaf zu entstauben und erholsame Touren im Grünen zu unternehmen? Wer nicht immer zuhause die gleichen Strecken abfahren will, dem sei das neue Buch „Die schönsten Flussradwege in Deutschland“ mit 27 Strecken empfohlen. Die Auswahl erfolgte nach Kriterien wie Familienfreundlichkeit, Popularität, Infrastruktur und geografische Lage. Wegen der Beliebtheit der Radwege entlang der Flüsse wurde die Qualität des Wegenetzes immer weiter verbessert. So gibt es überall Einmal-Übernachtungsmöglichkeiten und Fahrradwerkstätten. Ein weiterer Vorteil sind die kaum merklichen Steigungen entlang der Flussläufe. Man braucht also nicht das teuerste Tourenrad mit 27 Gängen, um bequem voran zu kommen. Weil Flüsse schon immer wichtige Verkehrsadern waren und die meisten großen Städte an Flüssen liegen, gibt es auf den Touren viele Sehenswürdigkeiten wie Burgen, Schlösser, Paläste oder Kirchen, die zu kurzen Abstechern einladen. Die vorgestellten Touren sind auf Familienfreundlichkeit ausgelegt, wer jedoch allein oder sportlich reisen möchte, kann sich seinen eigenen Rhythmus vorgeben. Neben einer Landkarte werden für jede Strecke in einem Kasten „Touren-Infos“ gegeben. Hier steht alles über Länge, Start, Ziel, Beschaffenheit und Familienfreundlichkeit. Außerdem sind Adressen, auch im Internet, für weitere Informationen angegeben. Ausführliche Beschreibungen mit schönen Fotos sind den touristischen Höhepunkten gewidmet. Für die An- und Abreise zu den Start- und von den Zielorten gibt es genügend Möglichkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Auf schiffbaren Flüssen lässt sich zur Erholung ein Stück des Weges auf einem Schiff zurückzulegen und die Landschaft vom Wasser aus beobachten.

Der große Vorteil des Radwanderns ist, dass man mehr sieht als wenn man eine Gegend langsam durchwandert oder mit dem Auto durchhetzt. Meist sind die Radwege so gelegen, dass man mit ungesunden Autoabgasen nicht in Berührung kommt. Oft verlaufen die Strecken auf gut ausgebauten Wald- und Forstwegen. Wegen zuweilen sandigen und steinigen Untergründen werden möglichst breite Reifen empfohlen. Bei den Streckenbeschreibungen gibt es zwei Möglichkeiten: Rückkehr am Abend an den Startort oder weiterfahren und immer woanders übernachten. Die Ziele der Touren sind in größeren Städten, damit die Heimreise mit der Bahn problemlos möglich ist. Als beste Reisezeit eignet sich Frühjahr oder Sommer. Bei großer Hitze gibt es an Gewässern die Möglichkeit eines erfrischenden Bades. Auch der Herbst mit seinen bunten Farben hat seine Reize. An überlaufenen Strecken wird man dann immer Übernachtungsmöglichkeiten bekommen.

Die 27 vorgestellten Touren decken fast jeden Winkel unseres schönen Landes ab. Besonders beliebt ist der 860 Kilometer lange Elberadweg von Bad Schandau bis Cuxhaven. Bedeutende Sehenswürdigkeiten gibt es in Dresden, Wittenberg, Magdeburg oder Hamburg. Cuxhaven ist auch das Ziel des 500 Kilometer langen Radweges entlang der Weser. Sehenswerte Städte wie Hameln, Minden oder Verden liegen an dieser Strecke, die kaum nennenswerte Steigungen aufweist. Von Berlin aus gibt es an der Havel schöne Tagestouren. Auch entlang der Spree lässt es sich gut radeln. Durch die Lausitz und den Spreewald geht es über Bautzen bis nach Kottmar zu den Spreequellen. Der Ruhrtal-Radweg von Winterberg bis Duisburg hat nur am Beginn eine starke Steigung. Neben den größeren schiffbaren Flüssen mit großen Städten gibt es abgelegene Routen wie den Eder- oder Lahntalradweg quer durch Hessen. Wer zwischendurch einen guten Wein genießen möchte, ist auf dem Mosel-Radweg von Trier nach Koblenz gut aufgehoben. Der längste Radweg führt entlang des Rheins. Von seiner Quelle bis zur Mündung sind es 1230 Kilometer. Im Buch werden die letzten familienfreundlichen 870 Kilometer von Konstanz bis Emmerich beschrieben. Von den Rheinzuflüssen ist der Neckartal-Radweg von Villingen-Schwenningen bis Mannheim empfehlenswert. Er hat zwar einige Steigungen, ist aber perfekt im Wechsel von Natur, Burgen und Städten wie dem romantischen Heidelberg. Im Gegensatz zum Rhein ist die Donau kein typisch deutscher Fluss, dennoch gibt es von Donaueschingen bis Passau einen gut ausgebauten Radweg von fast 600 Kilometern Länge. Im Voralpenland bieten sich die Radwege entlang der Isar von Lenggries bis Deggendorf und dem Inn von Innsbruck bis Passau an.

Fazit: Ein ausgezeichneter Streckenführer für Radtouristen mit 27 Routen auf jeweils sechs bis acht bebilderten Seiten, der neben den Klassikern an Elbe, Main, Donau oder Altmühl auch weniger bekannte Strecken entlang der Wümme, Lahn, Sieg oder Eder präsentiert. (Von Johannes Kösegi)

Die schönsten Flussradwege in Deutschland; 192 Seiten; mit zahlreichen Fotos und Übersichtskarten; € 12,95; ISBN 978-3-87073-501-2; erschienen im BVA Bielefelder Verlag.

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