Und die Welt war voller Asche



Der 11. September 2001 begann als ganz normaler Tag und sollte doch die Welt ganz erheblich verändern. Während in anderen Teilen der Welt, wie in Deutschland, der Tag größtenteils normal verlaufen sollte. Dort hatte der späte Nachmittag bereits begonnen, während es in den USA noch früh am morgen war. Doch als gegen 8.10 Uhr besonders laute Motoren von Flugzeugen zu hören sind, ist zu erahnen, dass möglicherweise Unheil bevor steht.

Zu den Menschen, deren Leben sich für immer ändern sollte, zählt Herbert Bauernnebel. Er lebt heute noch in New York und arbeitet dort unter anderem für die Bild. Auch am 11. September war er gerade auf der Arbeit, als das Unfassbare geschah und vier Flugzeuge New York ansteuerten. Während er anfangs noch aufgrund des Schreckens etwas zögerte, so begann er doch zu Handeln. Allerdings erlebte er Momente, die nicht schlimmer sein konnten.

Das was er seinerzeit erlebt hat, ist jetzt dem Buch „Und die Welt war voller Asche“ zu entnehmen. Der Untertitel des Buches lautet 9/11 – Der Tag, der mein Leben veränderte. Begonnen wird damit, wie der Autor aufmerksam auf die Luftgeräusche wurde. Und dann konnte er die Einschläge und die Nachwirkungen beobachten. Alles liegt voller Trümmer und die Gegend ist von Asche übersät. Unmittelbar nach den Einschlägen sitzt ihm der Schrecken in den Gliedern. Doch schafft er es, seinen Chefredakteur ans Telefon zu bekommen. Nach Fragen in Bezug auf einen Bericht abgeklärt sind, bemüht er sich um weitere Informationen über das Fernsehen. Schon bald wird deutlich, dass entgegen erster Informationen es sich um ein größeres Flugzeug gehandelt haben muss. Doch da taucht plötzlich erneut das Geräusch eines Flugzeuges auf, das immer näher kommt.

Dann blickt der Autor auf die Zeit zurück, als er mit seiner Frau nach New York gezogen ist. Nach Ankunft in der Stadt erwarten die beiden gewaltige Eindrücke, was unter anderem auch noch an dem zu dieser Zeit intakten World Trade Center liegt. Zu dieser Zeit ahnt noch niemand, dass eines Tages Unheil bevorstehen wird. Betrachtet werden auch die dabei im Nachhinein bekannt gewordenen Aktivitäten der Menschen in der Zeit vor dem 11. September 2001, die verantwortlich für die vier Terrorflüge sind. Auch wird darüber berichtet, wie Herbert Bauernebel mit seiner Frau die Zeit vor diesem Unglückstag verbracht hat. Außerdem werden Momentaufnahmen in der Zeit vor den Einschlägen aufgeführt. Später geht er dann runter, um sich unten umzuschauen und zum Ort des Geschehens zu gehen. Was er und andere zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen, ist, dass das Grauen noch nicht lange nicht beendet ist…

Im Anhang erwartet die Leser eine ausführliche Erklärung von Abkürzungen und Begriffen. Außerdem wird der 11. September noch einmal in einer Chronologie gezeigt. Ferner gibt eine Vielzahl von Anmerkungen, die ausführlicher erklärt werden.

Veröffentlicht wurde das Buch im Lübbe Verlag als Hardcover-Ausgabe. Gleichzeitig ist das Buch auch als E-Book lieferbar. Der Autor hat das Buch seiner Familie gewidmet. Als Cover für den Umschlag wurde ein Motiv gewählt, welches ganz deutlich das Chaos zeigt, was nach den Anschlägen und den Einstürzen der Zwillingstürme geherrscht hat.

Seit dem 11. September 2001 ist das Leben nicht mehr so einfach wie vorher. Die Auswirkungen dieses Tages sind auch bis in die heutige Zeit zu spüren, wie er sehr schön in dem Buch ausführt. Dort werden eben nicht nur die dramatischen Stunden vor zehn Jahren beleuchtet, sondern auch die Jahre danach. Außerdem werden Einblicke deutlich, was die ganzen Aktionen gegen den Terror gebracht haben. Es ist also ein Bericht geworden, der sich viel mehr Facetten der Zeit nach dem 11. September 2001 widmet.  (Marina Teuscher)

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