Das Auge des Leoparden – Henning Mankell



Der Schwede Henning Mankell ist als Schriftsteller und als Theaterregisseur tätig. Geboren wurde der Autor in Stockholm, wo er schon früh ein abwechslungsreiches Leben führte. Im Alter von etwa 25 Jahren schrieb er seinen ersten Roman, der in Schweden im Jahr 1973 erschien. Bis zum Jahr 1990 hatte er bereits 11 Romane geschrieben. Dann folgte ein Jahr später die erste Veröffentlichung mit Kommissar Wallander. Noch mehr als zehn Geschichten folgten. Zwischendurch hat der schwedische Autor noch viele weitere Bücher geschrieben. Dazu gehörte der Roman „Das Auge des Leoparden“, welcher in Schweden im Jahr 1990 erschien. Veröffentlicht wurde der Roman in Deutschland zum ersten Mal im Jahr 2004. Jetzt ist die Geschichte in diesem Jahr erneut veröffentlicht worden.

Hans Olofson ist relativ früh nach Aufrika ausgewandert. Jedoch sollte es ursprünglich nur eine Reise sein, die nicht so lange dauert. Allerdings ist er dann viel länger geblieben. Viele Jahre später ist er schwer erkrankt und blickt auf sein Leben zurück. Alles fing an, als er in Lusaka war. Damals erfolgte durch ihn die Übernahme einer Hühnerfarm, die er von einer weißen Engländerin übernahm. Dabei setzt er sich auch Ziele, weil er einiges verändern möchte. So will er neue Häuser bauen und den Bewohnern des Landes, die für ihn arbeiten, bessere Löhne zahlen. Einer seiner Träume ist zudem, dass er für die Kinder eine Schule errichten kann, damit sie eines Tages eine bessere Welt erreichen können. Seine Aufmerksamkeit erregt er auch die Witwe eines Handwerkers, die vier Töchter hat. Gerade bei der jüngsten Tochter von ihr, merkt er, dass er Vatergefühle für sie hegt. All seine Pläne verfolgt er dabei zunächst ehrgeizig. Schon bald merkt er allerdings, dass er nichts wirklich so leicht ändern kann. Dies wird schon daran deutlich, dass einige seiner wie er weißen Nachbarn massakriert werden. Während dessen wird nach etwa einem Jahr Leerstand das Haus des Richters wieder bezogen. Bald lernt er einen Sohn des Richters kennen, da die Familie direkt in dem Haus wohnt, dass sich an Hans seinen Wohnort anschließt. Außerdem spitzt sich die Lage durch den einzigen Freund zu, über dessen Rat er sich doch wundert. Schließlich empfiehlt er Hans, dass dieser doch das Land verlassen und nicht mehr wiederkehren soll.

Erneut veröffentlicht wurde der Roman im Deutschen Taschenbuchverlag. Das Copyright 2004 der deutschsprachigen Ausgabe liegt beim Wiener Paul Zsolnay Verlag.Gestaltet wurde der Umschlag vom Atelier für Gestaltung Wildes Blut.

Mit dem Buch bleibt Henning Mankell erneut seiner Linie treu. Zum einen steht wieder Afrika im Mittelpunkt der Geschichte. Das ist ein Kontinent, der ihn schon als Kind beschäftigt hat. Als er 24 Jahre jung war, hat er diesen Traum in die Tat umgesetzt. Geblieben ist er auf dem afrikanischen Kontinent zwei Jahre. Noch heute verbindet ihn viel mit dem Kontinent, da er oft mehrere Monate im Jahr in Mosambik lebt. Insofern erklären sich die afrikanischen Einflüsse in die Handlung sehr gut. Dies merkt man beispielsweise auch an der Art, wie die Geschichte einer jungen Mutter geschildert wird, die gerade ihr Kind an der simplen Krankheit Masern verloren hat.
Interessant liest sich auch das Spiel mit den Zeiten, da die Geschichte ja mit einem Malariaanfall beginnt. Die Schilderung des Krankheitsverlaufs erfolgt dabei auch ziemlich intensiv. Insgesamt zeigt er ein ziemlich realistisches Bild von Afrika, einem Kontinent, auf dem scheinbar doch nichts so leicht geändert werden kann, wenn man sich mit den Schilderungen beschäftigt. Es ist somit auch nicht verwunderlich, dass das Buch den Weg ist die Bestseller-Liste vom Spiegel gefunden hat. (Marina Teuscher)

Abgelegt unter Aktuelle Erscheinungen

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