Der Preis der E-Books: Wer hat künftig in Europa das Sagen?

Vor zehn Jahren wurde die Buchpreisbindung in Deutschland gesetzlich verankert. Bis dahin war die Preisbindung von Büchern und Fachzeitschriften bereits mehr als 100 Jahre im deutschen Sprachraum über das Sammelreverssystem vertraglich geregelt. Doch wer bestimmt künftig in Europa, wie viel ein E-Book kostet? Der Verlag, der stationäre Buchhändler, Apple oder Amazon? Ein Verfahren der Europäischen Union um ein behauptetes Kartell beim Vertrieb elektronischer Bücher hat jetzt das Thema in die öffentliche Diskussion gebracht. Unter dem Titel „Zehn Jahre gesetzliche Buchpreisbindung in Deutschland – ein Erfolgsmodell auch für E-Books“ diskutieren Hartmut Jedicke (Geschäftsführer der Bonnier Media Deutschland GmbH) und Dr. Stephanie Pautke (Rechtsanwältin, Commeo LLP), was das EU-Verfahren für den Handel mit E-Books national und international bedeutet, warum die in Deutschland seit 2002 gesetzlich verankerte Buchpreisbindung trotzdem gilt und warum das ein Glücksfall für die Bücherlandschaft ist. Angefragt ist zudem Paul Aiken (Executive Director, Authors Guild, USA), der Hintergründe liefern kann zum US-Verfahren über die kartellrechtliche Auseinandersetzung in Bezug auf E-Books.

Podiumsdiskussion
„Zehn Jahre gesetzliche Buchpreisbindung in Deutschland – ein Erfolgsmodell auch für E-Books“
Moderation: Dr. Christian Sprang, Justiziar des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels
Donnerstag, 11.10.2012, 10 Uhr, Halle 4.C, Raum Consens.