Karolina Halbach – Die Falknerin



Fast zentral in der Tschechischen Republik liegt deren Hauptstadt Prag, die eine selbständige Verwaltungseinheit bildet. Es ist die Umgebung von Prag, die schon seit der Frühgeschichte mit einer dichten Bevölkerung auf sich aufmerksam machte. Besonders bekannt wurde Prag in all den Jahren auch durch die reichhaltige Kulturgeschichte, die sich durch viele Sehenswürdigkeiten insbesondere in der Innenstadt zeigt. Aufgrund seiner hohen Bedeutung wurde das historische Zentrum der Landeshauptstadt vor über zwei Jahrzehnten in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Vielen wird zudem der Name „Goldene Stadt“ ein Begriff sein. Sehenswert sind dabei  unter anderem der Altstädter Ring, das Gemeindehaus und auch das Freilichtmuseum Repora. In dieser imponierenden Kulisse spielt die Geschichte „Die Falknerin“, die von Katharina Halbach geschrieben wurde.

Im Mittelpunkt steht dabei auch die Falknerei, bei der auch von der Beizjagd gesprochen wird. Es handelt sich dabei in Bezug auf die Greifvögel um das Abrichten sowie um die Pflege und auch um das Jagen. Zwar handelt es sich dabei um einen Deutschen Namen, der vom Falken abstammt. Allerdings sind auch andere Beizvögel in der Falknerei zu finden. Inzwischen ist die Falknerei  teilweise für einige Staaten auch in der Liste des immateriellen Erbe der UNESCO zu finden.

Und genau diese Falknerei steht neben Margarethe und der Goldenen Stadt Prag im Mittelpunkt der Geschichte. Zurück geht die Reise in das Jahr 1417. Es ist die Zeit, als Königin Sophie an der Seite von Wenzel dem vierten die Geschicke gelenkt hat. Am Hofe lebt auch Margarete, die sich verliebt hat. Allerdings handelt es sich dabei um den Sohn des Herzogs Albrecht. Diese Zuneigung wird von ihm auch erwidert. Nur gibt es da noch diese Standesunterschiede, weshalb das nicht ganz so einfach wird. Schließlich lebt man ja am Prager Hof. Margarethe jedoch, zeichnet sich noch durch eine ganz besondere Kunst aus. Sie kennt sich nämlich mit der Falknerei aus. Das  Leben von Margarethe scheint also fast perfekt zu sein. Doch dann mischt sie die Königin ein und will sie gegen ihren Willen verheiraten. Schon jetzt ist das Entsetzen von Margarethe groß. Noch schlimmer wird es, als sie den ausgesuchten Mann auch noch kennen lernt. Es handelt sich dabei nämlich um einen ziemlich alten Mann. Durch Albrecht ist es Margarethe möglich, die Flucht zu erlangen. Doch damit fängt das Abenteuer erst richtig an.

Geschrieben wurde die Geschichte von Katharina Halbach, die sich unter anderem ganz besonders gut in Regensburg auskennt. Oft wird bei Regensburg auch vom „bayerischen Venedig“ gesprochen. Dieser Stadt fühlt sie sich schon seit Kindertagen verbunden und machte sie auch zum Mittelpunkt ihrer Geschichte „Die Wandersängerin“. Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie in Passau, wo sie auch den Roman die Falknerin geschrieben hat. Erschienen ist der Roman bei Bastei Lübbe.

Die Geschichte ist schön lückenlos geschrieben und überzeugt dabei durch einen sehr flüssigen Schreibstil. Relativ schnell liest man sich in die Charaktere ein und erlebt mit ihnen die Zeit mit. Schließlich spielt die Geschichte ja im Mittelalter. Es gab nur eines, was ich dabei wirklich vermisst habe. Ich hätte gern gewusst, welches Jahr im Prolog angesprochen wird. Dabei ist die Geschichte auch so geschrieben, dass man sich im Prag des Mittelalters wieder finden kann. Zugleich ist die Geschichte auch ein schöner Einblick in das historische Geschehen, das teilweise sogar belegt ist. Darüber Aufschluss bietet das Nachwort, das einen gelungenen Abschluss dieser Geschichte darstellt.  (Marina Teuscher)

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