Todesengel von Andreas Eschenbach



Bevor aus Andreas Eschenbach ein erfolgreicher Schriftsteller wurde, hat er als Software Entwickler und als Unternehmer. Mit der Zeit hatte er als Schriftsteller immer mehr Erfolg. So schrieb er unter anderem Romane, Jugendromane und Kurzgeschichten. Für seine Arbeit wurde er inzwischen auch mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. Unter anderem erhielt er mehrfach den Deutschen Science Fiction Preis und den Deutschen Phantastik Preis. Nunmehr ist sein neuestes Werk bei Lübbe erschienen, dass den Titel „Todesengel“ trägt.

Es beginnt mit einem Rückblick auf frühere Tage. Dort wird Erich die Zivilcourage durch seine Schwiegertochter entgegen gebracht. Dazu hat Erich allerdings seine eigene Meinung. Schließlich musste er zu den Zeiten, als noch die Mauer existent war, Dienst an der Grenze tun. Und das war nicht immer einfach. Seinerzeit wurde auch von einem anti-imperialistischen Schutzwall gesprochen. Dort hat er lange Zeit seinen Dienst getan. Nun ist diese Zeit schon lange vorbei. Und es sind neue Zeiten angebrochen. Doch ob er wirklich alles so schön in diesem neuen Leben finden sollte, wußte er nicht. Noch lange dachte er über die Diskussion nach, als er sich in die U-Bahn begab. Die Bahn sollte in 12 Minuten kommen. Da hört er laute Geräusche und geht dem nach. Es sind zwei Jugendliche, die eine Bank zertrümmern wollen. Als Erich sich einschaltet, hören sie auf und greifen Erich nun an. Unerwartet bekommt dieser allerdings Hilfe, als er sich fast schon seinem Schicksal ergeben hat. Als seine Hilfe weg ist, sind es die beiden Jugendlichen Angreifer, die nichts mehr tun können, während er sich weiter durch das Leben bewegen darf. Die Geschichte allerdings sorgt für reichlich viel Aufsehen, wobei auch die Polizei ermittelt. Natürlich erklärt Erich den Polizeibeamten, was passiert ist. Jedoch glauben diese ihm nicht und verdächtigen ihn, die Schüsse abgegeben zu haben. Eine passende Vergangenheit hat er ja schließlich, wenn man an seinen Einsatz an der deutsch-deutschen Grenze denkt. Erich findet allerdings mit Ingo Praise jemand, der sich für die Geschichte interessiert. Und dieser findet allerdings tatsächlich Beweise, dass die von Erich beschriebene Person existiert. Jemand ist in der Stadt unterwegs und versucht, die Unschuldigen zu beschützen, die in Not geraten. Ingo findet die Geschichte äußerst interessant und macht den Unbekannten zu einem Star, werden doch durch ihn viele Fragen über das Urteilen der Gerechtigkeit aufgeworfen.

Beim Lesen allein des Vorspanns ergibt sich schon eine Gänsehaut, weil man sich an reale Geschehnisse erinnert. Mich fasziniert dabei immer wieder, wie nahtlos sich die Geschichte aufbaut und einen in seinen Bann zieht. Vor allem werden dabei ja gleich viele Themen aufgegriffen. Es geht ja darum, dass ein alter Mann in eine Notsituation kommt und wie das dann zunächst falsch ausgelegt wird. Dazu kommt die Konfrontation in Punkto Selbstjustiz gegen die Macht des Staates. Gerade das ist heute auch ein sehr sensibles Thema und zieht oft die Aufmerksamkeit auf sich. Anhand viele gesetzlicher Regelungen fühlen sich nicht alle immer optimal behandelt. Wenn da jetzt jemand ist, der Gerechtigkeit walten lässt, dann trifft das nicht bei allen auf Begeisterung. Gut wird dabei gezeigt, wie der Journalist versucht, alle Details aufzudecken. Umgesetzt wurde die Handlung in dem Buch sehr spannend, so dass es garantiert viele Anhänger finden wird. Schließlich kommen auch recht sensible Themen wie die Zeit der Mauer in dem Buch vor. (Marina Teuscher)

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