Ein Bauernsohn macht sich vom Acker



In Deutschland gibt es zahlreiche Gebiete mit ländlichem Raum. Unbeschreiblich schön gelegene Dörfer laden oft zum Entspannen ein. Viele werden dabei auch besonders den Urlaub auf dem Bauernhof schätzen. Es eröffnen sich dabei oft weite Felder, die durch ihre ruhige Umgebung den Menschen viel Erholung schenken. Was für den einen Erholung bedeutet, bringt auf der anderen Seite natürlich auch für die Besitzer der Bauernhöfe viel Arbeit mit sich. Oft genug ist die Nacht früh vorbei, da die Aufgaben auf dem Bauernhof sehr vielfältig ausgeprägt sind. Mitunter ist dabei auch die nächstgrößere Stadt etwas weiter entfernt, so dass stundenlanges Fahren angesagt ist. Nicht jeder möchte das ganze Leben auf dem Land verbringen und zieht es vor, in die Stadt zu gehen. So erging es auch Volker Surmann, dem Autor des Buches „Ein Bauernsohn macht sich vom Acker“, das jetzt im Handel erhältlich ist.

Eine allgemeine Einleitung zum Buch
Die Kindheit verläuft nicht unbedingt einfach, wenn Kinder auf dem Bauernhof aufwachsen. Sie werden manchmal auch als Kinder betrachtet, die vom Planeten Acker kommen. Gravierend fällt dies dann ins Gewicht, wenn auf die Schuhe Kinder von Anwälten, Bausparkassenleitern und Lehrern gehen. Doch auch zu Hause hat er es nicht ganz so leicht. Da verliert er ganz einfach seine Lieblingskuh auf eine heimtückische Weise. Auch beim Treckerfahren zeigt er sich nicht unbedingt als begabt. Im zarten Alter von neun Jahren nimmt er sich bereits vor, dass er dem Landleben doch eines Tages lebe wohl sagen wird.

Der genauere Blick in die Geschichte
Geboren wurde Volker Surmann im Teutoburger Wald, wo er auf einem Bauernhof aufwuchs. Zu den Themen, die damals sein Leben bestimmten, gehörten Cordlatzhosen, Frottee und der Ackerbau. Was er allerdings als begrüßenswert empfand, war die Tatsache, dass der liebevoll „Teuto“ genannte Wald zum Greifen nah war. Wie er darauf verweist, besitzt der Wald schon durch seine Weite eine einzigartige Idylle. Er erzählt auch von seiner Sandkastenfreundin und von seiner ersten großen Liebe, bei der es sich um eine schwarzbunte gehandelt hat. Dabei kommt er auch auf die Farbenlehre in der Milchwirtschaft zu sprechen. Gleichzeitig erzählt er, in was für Verbindungen die Farben zum Leben auf dem Land stehen können. Als weitere interessante Facette aus seinem Leben schildert er die allererste Fahrstunde. Erstaunen hat er nämlich mit der Tatsache hervorgerufen, dass er keinen Führerschein für die Trecker besaß. Da kann so mancher Satz eine besonders tiefe Bedeutung erfahren.

Mehr zum Autor
Volker Surmann arbeitet nicht nur als Autor, sondern ist zugleich auch Buchmacher und Kabarettist. In der Lesebühne „Brauseboys“ ist er Mitglied. Außerdem wirkt er als Autor bei zahlreichen Produktionen mit dem Schwerpunkt Fernsehcomedy mit. Zum einen ist er zur Zeit für das Magazin „Titanic“ tätig. Auch arbeitet er beim Hauptstadtmagazin „Siegessäule“ sowie beim Kabarett „Die Stachelschweine“ mit. Im Jahr 2010 hat er mit dem Roman „Die Schwerelosigkeit der Flusspferde“ sein erstes Werk veröffentlicht. Nun ist mit diesem Buch sein zweites Werk erhältlich.

Was mir bei diesem Buch schon einmal gut gefällt, ist der Untertitel: Meine Jugend in Freilandhaltung. Das allein zeigt schon, dass eine gewisse humoristische Note in dem Buch steckt. Dabei sollte als Leser auch auf die Fußnoten geachtet werden, die einen teilweise recht heftigen Humor besitzen. Es lohnt sich einfach ins Schmunzeln zu kommen, da das Lachen wichtig ist. Zu spüren ist das auch, wenn der Autor an seine schönsten Sportunfälle zurückdenkt. Geweckt wird dabei eine Seite, bei der man selbst etwas mehr Natürlichkeit erfährt – so beispielsweise auch beim Thema Schulsport, den nicht jeder mochte, ihn aber später für sich entdeckt hat. Er schildert dabei auch noch weitere Erlebnisse, die die ganze Geschichte lesenswert machen. Ein schönes Buch mit einer hohen Garantie zum Schmunzeln. Damit machen auch die Fahrten in der Bahn in Richtung Feierabend viel Spaß.

Übrigens ein ganz kleiner Rüffel muss allerdings sein: Wieso steht in dem Buch im Jahr 2014 etwas von „Ostberlin“. Das ist einfach Berlin und hört sich so viel besser an. (Marina Teuscher)

Abgelegt unter Aktuelle Erscheinungen

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