Karim Miske: Entfliehen kannst Du nie



Die französische Hauptstadt Paris, die in der Ile-de-France liegt, präsentiert sich mit unglaublich vielen Facetten. Geteilt wird die Stadt durch die Seine, wobei sich dort bekanntermaßen viele faszinierende Möglichkeiten des Spaziergangs anbieten. Dabei präsentiert sich die Stadt zugleich mit 20 Stadtbezirken, bei denen zugleich von den Arrondissements gesprochen wird. Außerdem handelt es sich bei der Stadt um den größten Verkehrsknotenpunkt, den es in Frankreich gibt. Ein weiteres Highlight zeigt sich dadurch, dass sich in der französischen Hauptstadt die Sitz der internationalen Organisationen ICC, OECD und der UNESCO befinden. In einer solch großen Stadt, deren Vielfalt noch breiter ist, gibt es natürlich auch immer die unterschiedlichsten Ereignisse. Daher legen so manche Autoren ihre Geschichten in Paris an, wie das jetzt auch Karim Miske tat. Erschienen ist jetzt sein Werk „Entfliehen kannst Du nie“, dessen Veröffentlichung durch Bastei Lübbe erfolgte.

Infos rund um die Rahmenhandlung
Das Zuhause von Ahmed ist nicht gerade das schönste. Es handelt sich um ein multikulturelles Viertel in Paris, das ziemlich verwahrlost ist. Er sieht sich also täglich mit einer sehr tristen Realität konfrontiert. Allerdings findet er in einer besonderen Beschäftigung halt, bei der es sich um das Lesen handelt. Vorzugsweise gilt seine Aufmerksamkeit dabei den Kriminalromanen in ihrer ganzen Vielfalt. Dann wird er eines Tages am Morgen wach und bemerkt, dass irgendwo etwas tropft. Herausfinden kann er, dass es sich dabei um Tropfgeräusche handelt, die vom Balkon nebenan kommen. Dieser gehört zu der Wohnung seiner Nachbarin Laura, wobei sie allerdings nichts mehr davon haben wird, handelt es sich doch um ihr tropfendes Blut. Prompt wird dabei die Polizei eingeschaltet. Beauftragt werden genauer gesagt mit dem Fall Jean Hamelot und Rachel Kupferstein. Bald schon finden sie weitere Hintergrundspuren, die darauf schließen lassen, dass es einen Komplott gab, der ein weitreichendes Ausmaß hat. Dabei soll es sich um religiösen Fanatismus und um Designerdrogen handeln. Nicht klar ist allerdings, welche Rolle Ahmed in dem Spiel zukommt.

Genauerer Einblick in die Geschichte
Es ist ein recht ruhiger Tag, an dem Ahmed das Haus nicht verlassen hat. Schließlich hat er noch genug zu Essen zu Hause. Nachdem er die Wolken betrachtet hat, entschließt sich Ahmed, sich den am Vortag gekauften Büchern zu widmen. Dabei war er in dem Geschäft von Monsieur Paul, der sein Geschäft in der Rue Petit hat. Bei ihm haben die Bücher keinen Preis. Vielmehr verkauft er die Bücher nach dem Gewicht. Gerade jetzt hat Ahmed wieder mehr als drei Kilogramm an Bücher mit nach Hause geholt. Dem Buchhändler fühlt sich Ahmed auch zu Dank verpflichtet. Vielleicht wäre Ahmed ohne die Bücher ganz abgestürzt. Sollte Ahmed danach gefragt werden, was er denn am liebsten liest, so würde er die Gedichte anführen. Allerdings liest er auch Krimis, wobei er sich die Namen jedoch nicht immer so merken kann. Trotz allem genießt er den Nachmittag und die Zeit mit seinen Büchern, da er viel liest. Dann kommt allerdings der Moment, in dem etwas feuchtes auf ihn tropft…

Informationen über den Autor
In Abidjan wurde Karim Miske im Jahr 1964 geboren. Sein Lebens- und Arbeitsmittelpunkt stellt die französische Hauptstadt Paris dar. Tätig ist er heute als Regisseur und als Journalist, wobei er für das französische Fernsehen arbeitet. Sein Aufgabenschwerpunkt liegt auf der Produktion von Dokumentarfilmen. Begonnen hat er dabei mit seiner Arbeit im Jahr 1988 mit dem 26minütigen Dokumenationsfilm „Economie de la debrouille a Nouakchott“. Inzwischen hat er mit dem Werk „Entfliehen kannst Du nie“ sein Debüt als Schriftsteller gegeben. Für diesen Roman erhielt er im Jahr 2012 den bekannten Preis „Grand Prix de Litterature Policiere“.

Entstanden ist eine Geschichte, bei der man bald schon neugierig auf die Charaktere wird. Deutlich spürbar wird dies an Ahmed, der schon am Anfang ein paar Fragen aufwirft. Dabei wird er zu Beginn so beschrieben, dass ein wenig seine Denkweise zu verstehen ist. Besonders angenehm ist es dabei, dass man nicht allzu lange warten muss, bis die Geschichte richtig beginnt. Laura wird aufgefunden und nichts ist mehr so wie es wahr. Die weitere Erzählung ist auch recht spannend aufgezogen, so dass sich keine lange Weile einstellt. Man mag sich dabei gern ins Lesen vertiefen, auch wenn manchmal der Satzanfang etwas holprig erscheint. Es ist allerdings auch eine Geschichte, die durch so manche Hervorhebung punktet. (Marina Teuscher)

Abgelegt unter Aktuelle Erscheinungen

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