Was brauchen Jungs, um Leser zu werden? Trendbericht Kinder- und Jugendbuch auf der Leipziger Buchmesse



Mädchen lesen und Jungen spielen. Stimmt das und – wenn ja – was brauchen Jungen, um zum Leser zu werden: Männliche Buchhändler? Mehr Abenteuer im Buch? Vorlesende Väter? Oder Fußballer als Lesevorbilder? „Neue Vorbilder, andere Geschichten – Holen die Jungen auf?“ ist das Thema des Trendberichts Kinder- und Jugendbuch 2014. Am Freitag, 14.3.2014, um 10 Uhr diskutieren auf der Leipziger Buchmesse u. a. Vertreter der Buchbranche, Pädagogen und ein jugendlicher Leser. Herausgegeben wird der Trendbericht von der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen (avj), dem Arbeitskreis für Jugendliteratur, der Stiftung Lesen und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

Die Fakten und Zahlen

Bücher und Lesen sind traditionell Frauendomänen. Der Anteil der Sechs- bis 13-Jährigen, die jeden oder fast jeden Tag Bücher lesen, ist laut aktueller KIM-Studie bei den Mädchen dreimal so hoch wie bei den Jungen. Auch bei den Jugendlichen liest jedes zweite Mädchen, aber nur knapp jeder dritte Junge regelmäßig Bücher, so das Pendant, die JIM-Studie. Doch es kommt Bewegung in diese Verteilung.

Unter den Käufern von Kinder- und Jugendbüchern sind immer mehr Jungen und Männer. Der Anteil der männlichen Käuferschaft ist in den vergangenen Jahren gestiegen, vor allem bei den jungen Käufern. Die Entwicklung, die der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen (avj) im Herbst präsentiert haben, stimmt positiv. Werden wir in Zukunft öfter Jungen sehen, die heimlich unter der Bettdecke lesen und den Fußball oder die Spielkonsole gegen ein Buch eintauschen?

Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst das Leseverhalten von Jungen und Mädchen. Wie erfolgt die Mediensozialisation im privaten und schulischen Umfeld? Welche Lesevorbilder finden Kinder zuhause vor? Vor allem die Väter übernehmen eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Leseverhaltens. Nur jeder zehnte Vater liest seinen Kindern vor, während fast jede dritte Mutter es tut. Denn erwiesen ist: Jungen, denen vorgelesen wurde, lesen später selbst mehr.

Podiumsdiskussion
Neue Vorbilder, andere Geschichten – Holen die Jungen auf?
Trendbericht Kinder- und Jugendbuch 2014
Moderation: Dr. Susanne Helene Becker (Fachjournalistin und Lehrerin)Teilnehmer: Silke Huge (Schulleiterin), Stefanie Leo (Journalistin / Bloggerin, www.buecherkinder.de), Frank Maria Reifenberg (Kinder- und Jugendbuchautor, angefragt), Konstantin Werner (Mitglied der Leipziger Jugend-Literatur-Jury).
Freitag, 14.3.2014, 10-11 Uhr, CCL, Mehrzweckfläche 2

Abgelegt unter Aktuelle Erscheinungen

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