Neuer Ratgeber „Fahrradreparaturen“ von der Stiftung Warentest – Reparaturen selber machen – schnell und günstig



FahrradreparaturenDie Stiftung Warentest bringt einen neuen Ratgeber für alle Fahrradfahrer heraus. „Fahrradreparaturen – Alle Reparaturen Schritt für Schritt erklärt“ von Ulf Hoffmann schließt eine wichtige Marktlücke. Der Band ist umfassend, für jeden verständlich geschrieben und mit sehr vielen illustrierenden Fotos für jeden auch noch so kleinen Handgriff ausgestattet. Rund 100 Schritt-für-Schritt-Anleitungen für alle beschriebenen Reparaturen wurden eigens für dieses Buch fotografiert. Detaillierte Suchbäume helfen dabei, möglichen Störungen schnell auf die Spur zu kommen. So lässt sich etwa schnell feststellen, was zu tun ist, wenn plötzlich die Bremswirkung nachlässt. Wer jetzt noch weiterfährt, ohne Justage, Reinigung oder notfalls den Austausch der Bremsbeläge, riskiert leichtfertig sein Leben und gefährdet andere Verkehrsteilnehmer. Auch eine funktionierende Lichtanlage ist besonders in der dunklen Jahreszeit eine Lebensversicherung. Für jede einzelne Tätigkeit werden zum Vergleich die Kosten in der Werkstatt, der Zeitaufwand und Schwierigkeitsgrad sowie die erforderlichen Werkzeuge genannt. So kann jeder selbst entscheiden, ob sich der Aufwand lohnt. Denn neben schmutzigen Händen und Kleidung gibt es öfters auch Anschaffungskosten für Material und Spezialwerkzeuge, die nicht zur Grundausstattung eines häuslichen Handwerkerkastens gehören. Machbar sind auch die schwierigsten Handgriffe für jeden, aber manche Arbeiten nehmen doch viel Zeit in Anspruch, die nicht jeder hat, der sonst noch einem anderen Beruf nachgeht. Für alle Fahrradfahrer lohnen sich in Eigenregie kleine Eingriffe wie Kettenschaltungen einzustellen. Die Wartung des Konus-Innenlagers im Tretlager erfordert zwar keine Ersatzteile, ist aber nicht ganz einfach und dauert fast eine Dreiviertelstunde. Hier wird man genauer überlegen, ob sich die 30 Euro Werkstattkosten lohnen, bei einem kalkulierten Stundensatz von 42 Euro.

Der reich bebilderte Ratgeber hilft beim Umgang mit allen gängigen Fahrradtypen und Komponenten, vom Kinderrad über das Stadtmodell bis zum Trekkingbike, Rennrad, Mountainbike bis zu Pedelecs und E-Bikes. Bevor es in den Einzelkapiteln an die speziellen Komponenten geht, werden zunächst die grundlegenden Wartungen und Reparaturen beschrieben. Neben den Fachbegriffen am Fahrrad stellen hilfreiche Fotos alle benötigten Werkzeuge mit ihrem jeweiligen Einsatzzweck vor, denn ein umfangreiches Werkzeugsortiment ist unerlässlich. Jeder Radfahrer sollte mit einer Basis-Ausrüstung für unterwegs beginnen, die er für Notfälle mit sich führt, etwa einen Ersatzschlauch und eine Luftpumpe. Zur Grundausstattung für die Heimwerkstatt gehören neben üblichen Schlüsseln, Zangen, Schraubendrehern und Hämmern noch einige Spezialwerkzeuge wie Speichenschlüssel, Tretlagerwerkzeuge, Kettenpeitsche oder Pedalschlüssel.

Dieser Ratgeber hilft umfassend bei allen Arbeiten, und seien sie noch so speziell. Sinnvollerweise geht das Buch vom Allgemeinen zum Besonderen. So werden zunächst die gängigen Arbeiten beschrieben, die jeder Radfahrer beherrschen sollte. Nach der Fehlersuche, die mit hierarchisch und baumartig angeordneten Tabellen erklärt wird, folgen zunächst die wichtigsten Reinigungs- und Pflegearbeiten. Sie sind immer nötig, sei es bei starker Nutzung oder nach einer längeren winterlichen Ruhepause des Drahtesels im Keller. Auch so elementare Tätigkeiten wie Reifenflicken wollen gelernt sein. So lassen sich schnell gute 30 Euro und ein neuer Schlauch einsparen.

Fazit: Die meisten können Fahrradfahren, doch selbst für kleine Reparaturen bringen sie ihr Zweirad in die Werkstatt. Dabei kann man mit ein paar Werkzeugen, Ersatzteilen, etwas Zeit und diesem Ratgeber der Stiftung Warentest vieles selbst erledigen. Alle wichtigen Arbeiten werden in bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitungen vorgestellt. Was zu tun ist, wenn die Bremse durchrutscht, eine Speiche reißt, das Licht nicht mehr funktioniert oder die Federung nicht mehr wirkt. Profis und Reparatur-Neulinge bekommen in diesem Buch alle Antworten auf ihre Fragen. Detaillierte Suchbäume helfen schnell, die Ursache für zahlreiche Probleme zu finden. Dabei werden alle Fahrradtypen vom Stadtfahrrad bis zum Mountainbike beschrieben. Ein eigenes Kapitel beschäftigt sich mit Elektrofahrrädern für den Fall, dass ihre Elektronik streikt. Wie flickt man bei diesen immer mehr in Mode gekommenen Modellen einen platten Reifen, wenn der Motor im Laufrad integriert und dieses gar nicht so leicht zu entfernen ist? Originell ist das abschließende Kapitel „Pannenhilfe“ mit Tipps, wie man sich bei unliebsamen Überraschungen helfen kann. So hilft bei einem kleinen Loch im Reifen ein doppelter Knoten, bei einem größeren Loch das Ausstopfen mit Gras, was zumindest für nicht allzulange Strecken und am Vorderrad hilft. (Johannes Kösegi)

Ulf Hoffmann: Fahrradreparaturen; Stiftung Warentest, Berlin; 1. Auflage, 2014; 336 Seiten; ISBN: 978-3-86851-068-3; Preis 24,90 Euro im Handel oder online unter www.test.de/fahrradreparaturen

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