Charlotte und die Geister von Darkling



Was heutzutage die Erzieherin ist, war vor einigen Jahrhunderten die Gouvernante. Das dieser Begriff heute nicht mehr verwendet wird, liegt vor allem auch an dem strengen Kleidungsstil. Doch auch zur damaligen Zeit mussten die Gouvernanten mitunter etwas Strenge an den Tag legen. Sie wurden nämlich sehr oft von Familien des Hochadels verpflichtet, damit sie sich um die Kinder der Familien kümmern sollten. Später waren es sogar bürgerliche Familien, die eine Gouvernante engagiert haben. Eine solche steht bei der Geschichte „Charlotte und die Geister von Darkling“ im Mittelpunkt, die jetzt als Taschenbuch erhältlich ist.

Einblick im Allgemeinen
Im Mittelpunkt steht das Anwesen Everton. Dort lebt auch Charlotte, die als Gouvernante arbeitet. Auf dem Anwesen leben neben dem Hausherrn auch seine beiden Söhne, über die Charlotte die Obhut hat. Vor kurzem hat die Familie das Schicksal hart getroffen. Sie müssen den Verlust der Ehefrau und Mutter verkraften. Eines Tages gehen Charlotte und die beiden Jungs durch den Wald, als sie etwas ungewöhnliches bemerken. Sie stoßen auf eine sehr dichte Nebelwand, durch die sie dann gehen. Was sie dort finden, überrascht sie doch sehr. Es ist eine Welt, die ganz anders ist. Inmitten dieser Welt befindet sich das Haus Darkling, das sich durch einen sehr wundersamen Charakter auszeichnet. Es ist nicht für jedermann erreichbar, auch nicht für den Tod. Dort lernen die Jungen einige sehr skurrile Wesen kennen. Und sie treffen jemand wieder, den sie sehr vermissen. Es ist nämlich ihre Mutter, die sie dort finden. Sie wiedersetzt sich dem Tod in der Hauptsache aufgrund ihrer beiden Kinder. Allerdings ist der Preis, den sie dafür zahlt, nicht gerade niedrig. Natürlich halten die Unruhen und auch die Emittlungen eine ganze Weile an. Und gerade als es ruhig zu werden scheint, erreicht Charlotte mit den beiden Jungs ein Haus, nachdem der Nebel verflogen ist. Gerade für die Jungs ist es ein ziemlich aufwühlendes Treffen, befindet sich dort doch jemand, der wie ihre Mutter aussieht.

Einblick in die genauere Geschichte
Charlotte befindet sich nun schon seit einiger Zeit auf dem Anwesen, das im Aussehen einige kleine Mängel besitzt. In der Nacht hat sie des Öfteren Träume, bei denen sie die Toten wiedertrifft. So kann sie sich dabei schon einmal in einem Ballsaal wiederfinden. Scheinbar perfekt wird die Atmosphäre dann, wenn sie auf ihren schon voraus gegangenen Ehemann Jonathan trifft. So tanzen sie dann durch die Nacht und fast scheint die Welt in Ordnung zu sein. Doch nur fast – weil manches Mal ein Schrei alles verändert. Dann ist die Nacht vorbei und ein neuer Tagbricht an. Dieses Mal wird jedoch alles ein bisschen anders verlaufen. Es fehlt nämlich jemand am frühen Morgen – das Kinderfräulein von Paul und James. Noch ist Charlotte der Überzeugung, das alles gut werden wird. So geht dann der kleine James auch wieder ins Bett. Etwas später jedoch bricht die heile Welt entzwei. Nanny Prüm, das Kinderfräulein der beiden Jungs, ist gefunden worden – oder besser das was es noch von ihr gab.

Mehr zum Autor
Geboren wurde Michael Boccacino in New York. Seine Kindheit verbrachte er allerdings in Florida, wo er aufwuchs. Schon früh entdeckte er die Liebe zu den Büchern. Es war das Buch vom „Herrn der Ringe“, das ihm von seinem Vater vorgelesen worden ist. Da war Michael gerade einmal sechs Jahre jung. Später hat er dann den Studiengang im Kreativen Schreiben erfolgreich abgeschlossen. Eine seiner Dichtungen wurde jetzt sogar die Ehre zuteil, dass sie in der St. Petersburg Times veröffentlicht worden ist. Jetzt hat Michael Boccacino mit „Charlotte und die Geister von Darkling“ sein Debütroman geschrieben.

Bei dem Buch fällt zunächst einmal auf, dass die Gestaltung des Covers sehr gut gelungen ist. Dort ist Charlotte mit den beiden Jungs zu sehen, wie sie auf dieses sagenumworbene Haus trifft. Die Kulisse ist dabei sehr gut wiedergegeben worden. Es ist zudem eine Geschichte, bei der Charlotte als typische Gouvernanten sehr schön zu erkennen ist. Und doch ist das nicht eine typische Geschichte, wie sie scheinbare Gouvernanten erleben. Von Anfang an geht es um Charlotte recht mysteriös zu, wie auch anhand ihrer Träume deutlich wird. Interessant ist dabei auch, dass die ersten Verwicklungen nicht lange auf sich warten lassen. (Marina Teuscher)

Abgelegt unter Aktuelle Erscheinungen

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