Das Ritual der Rache von Andrea Camilleri



Als größte Insel im Mittelmeer erleben Gäste die italienische Insel Sizilien, die südwestlich vor Italien liegt. Gekennzeichnet ist die Insel von einer Kultur, die sehr vielfältig geprägt ist. Dies zeigt schon allein ein Blick auf die Architektur, die mit ihren zahlreichen Bauwerken die Menschen fasziniert. Zeitlich sind diese auf die Zeit der Antike sowie des Barocks und der Zeit der Normannen und der Staufer einzustufen. Ferner haben auch die bildende Kunst und die Literatur tiefe Spuren hinterlassen, was durch Maler wie Pietro Novelli bedingt ist. Aus der Literatur wurden dann auch einige berühmte Werke verfilmt, zu denen die Filme „Der Leopard“ sowie „Der Sizilianer“ gehören. Seit einigen Jahren werden nun auch die Bücher von Andrea Camillieri verfilmt, die sich um Commissario Montalbano drehen. Jetzt ist das neueste Buch mit dem Titel „Das Ritual der Rache“ erschienen.

Die Geschichte im Allgemeinen
Im Mittelpunkt steht zunächst einmal das Umland von Vigata. Dort wird ein Toter gefunden, der sich in einem Plastiksack befindet. Genauer gesagt sind es 30 Teile. Festgestellt werden kann, dass ein Genickschuss vorliegt. Das ist eine Kardinalstraße und lässt Rache als Motiv erahnen. Das jedoch erinnert Commissario Montalbano an das Evangelium. Genauer gesagt, denkt er dabei an die Geschichte aus dem Evangelium, die sich um den Verrat von Judas dreht. Da stellen sich doch glatt einmal zwei Fragen. Handelt es sich jetzt nur um die Fantasie des Commissiario, die ein bisschen zu sehr blüht? Oder gibt es da einen Mafioso, der besonders bibelfest ist?

Ein tieferer Einblick in die Geschichte
Es war eine sehr schöne Nacht und der Commissario gerade am Schlafen. Doch da hämmert es plötzlich an die Tür. Laut und lauter wird das Hämmern eindringlicher, so dass Montalbano wach wird. Irritiert ist er davon, dass nicht geklingelt wird. Allerdings irritiert ihn noch mehr die Antwort, die ihm auf seine Frage gegeben wird, wer vor der Tür steht. Es handelt sich um keinen geringeren als den Polizeipräsidenten. Das ist nun eine ganz heftige Situation, die den Kommissar verwundert. Als er dann die Tür öffnet, sucht sich der Polizeipräsident erst einmal einen Platz zum sitzen und fängt sogleich an zu weinen. Er sucht in dem Haus Zuflucht und Schutz. Schließlich habe nunmehr die Mafia die Macht über die Insel übernommen. Etwas verwundert geht Montalbano in die Küche, da der Präsident etwas zu trinken haben möchte. Als er jedoch wiederkommt, ist dieser nicht mehr da. Stattdessen ist ein anderer Mann da, der jetzt die Regierung bilden will. An den Commissario stellt er die Frage, ob dieser Innenminister werden möchte. Das allerdings stellt diesen vor ein Problem, da er plötzlich eine Waffe im Rücken spürt. Er wird bedroht, erschossen zu werden, wenn er die Frage mit ja beantwortet. Doch dann wird er wach und fragt sich, was dieser Traum denn nun zu bedeuten hatte.

Mehr zu Commissario Montalbano
Der Commissario Montalbano ist ein etwas eigenwilliger Typ und wurde von Andrea Camillieri erst erfunden, als dieser seinen 70. Geburtstag gefeiert hatte. Montalbano ist ein Mann, der die sizilianische Küche liebt. Sein Arbeitsplatz ist in der Stadt Vigata. Manchmal verblüfft der Commissario seine Mitmenschen mit seiner Launigkeit und seiner Reizbarkeit. Allerdings ist er auch stark vom Wetter abhängig. Doch genau so stark hängt er auch an seiner sizilianischen Heimat. Dies ist sein 13. Band, der jetzt erschienen ist. Bisher im Handel erhältlich sind unter anderem folgende Bände:

Die Form des Wassers
Der Hund aus Terracotta
Der Dieb der süßen Dinge
Die Stimme der Violine
Das Paradies der kleinen Sünder
Die Rache des schönen Geschlechts

Mehr zu Andrea Camilleri

Zunächst hat Andrea Camilleri als Regisseur beim Rundfunk und beim Theater gearbeitet. Einige Jahre später unterrichtete er für den Zeitraum von 12 Jahren bis zum Jahr 1970 am Centro Sperimentale di Cinematografia.Ein weiterer großer Meilenstein war seine Professur während der Jahre von 1977 bis 1997. Diese führte ihn an die Nationalakademie der Dramatischen Künste Silvio D’Amico. Im Jahr 1994 erschien dann der erste Roman aus der Reihe rund um Commissario Montalbano. Es wurde der Auftakt zu einer sehr erfolgreichen Krimireihe,

Fazit

Nicht nur die Verfilmungen sind es wert angeschaut zu werden, sondern auch die Bücher. Hält man zum ersten Mal ein Buch in der Hand, schaut man gebannt auf den Schreibstil und bemerkt gleich, dass diese einen guten Aufbau besitzt. Die Handlung beginnt mit einem Traum und führt den Commissario schon wenig später in ein reales Abenteuer. Das hat es allerdings ganz schön in sich. Was die Geschichte dabei noch so interessant macht, sind die allzu menschlichen Eigenschaften, die Montalbano hat. Manchmal mag er dabei ein wenig derb daher kommen, aber er ist so raffiniert menschlich, dass das Lesen der Krimis großen Spaß macht. (Marina Teuscher)

Abgelegt unter Aktuelle Erscheinungen

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