Die vergessenen Kinder



An die Atlantikküste führt die Reise ins spanische Baskenland. Diese Landschaft liegt zugleich zwischen Frankreich und Spanien. Dabei besteht die Autonome Gemeinschaft Baskenland aus drei Provinzen. Des Weiteren gehören die Provinz Navarra sowie das nördliche französische Baskenland in die Gesamtregion. Begrenzt wird das Baskenland vom kantabrischen Meer, auch als Golf von Biskaya bekannt. Am Atlantischen Ozean zieht erstreckt sich diese Bucht von Galicien bis zur französischen Bretagne. Inmitten dieser Region lebt Inspectora Amaia Salazar. Auf sie wartet ein äußerst kniffliger Fall.

Die Einleitung im Allgemeinen

In Pamplona steht Jason Medina vor Gericht. Es handelt sich um einen Mörder und Vergewaltiger. Dieser muss sich für einige Zeit aus dem Gerichtssaal entfernen. Plötzlich kommt es zu Aufruhr im Gebäude. Die Verhandlung muss sogar abgebrochen werden. Der Angeklagte wird auf der Toilette des Gerichtsgebäudes gefunden. Es scheint so, als wäre er für diese Tat selbst verantwortlich. Die Ermittler finden eine rätselhafte Nachricht bei ihm, die für Inspectora Amaia Salazar bestimmt ist. Sie hatte ihn vor einem Jahr überführt. In dieser Nachricht ist nur ein einziges Wort enthalten: Tarttalo. Dabei handelt es sich um den Namen von einem Ungeheuer, das in der Mythologie des Baskenlandes zu finden ist. Dieses Unwesen ist begierig auf der Suche nach Menschfleisch. Nun stellt sich nur die Frage, was Medina der Inspectora damit sagen möchte.

Der tiefere Blick in die Geschichte

Zunächst kommt es mit Itxusuria zu einer Einleitung. Dann beginnt die Geschichte mit dem Aufenthalt im Gerichtsgebäude. Dort findet sich noch Inspectora Amaia ein, deren Niederkunft unmittelbar bevorsteht. Im Gebäude kommt sie dann mit anderen ins Gespräch, wobei es um Johanas Mutter geht. Padua erklärt ihr, dass diese da sei und von einer deutlichen Nervosität gekennzeichnet sei. Doch da wird die Ankunft des Gefängnistransporters vermeldet, in dem Jason Medina sitzt. Daher begibt sich Padua nach unten, während Amaia den Verhandlungssaal betritt. Dort treten sie und Johanas Mutter in Blickkontakt. In diesem Moment spürte Amaia, das sich Johanas Mutter noch immer nicht mit dem Gedanken abfinden konnte, dass diese das Monster sogar selber in ihr Haus geholt hat. Daher ist ihr Blick von tiefer Bitterkeit geprägt, als der Name von Jason Medina aufgerufen wird. Plötzlich taucht jedoch ein Polizist auf, wobei es zu einem kurzen leisen Wortwechsel kommt. Da wird die Verhandlung plötzlich vertagt. Während Johanas Mutter die Welt nicht versteht, wird Inspector Amaia Salazar ins Untergeschoß gebeten. Jason Medina wollte auf die Toilette, was jedoch vielmehr mit einem anderen Entschluss zu tun hatte. An der Wand stehen jetzt ein Gefängniswärter und ein Polizist mit bleichen Gesichtern. Sie sind aufgrund des Anblicks sehr geschockt. Es gibt noch eine Nachricht für die Inspectora, der nur das Wort Tarttalo zu entnehmen ist. Zwischen Padua und Amaia kommt es zu einem Gespräch, doch letzten Endes zu keiner plausiblen Erklärung. Amaia versteht nicht, warum Jason Medina ihr die Nachricht schickt. Damit sie nicht auf die Mutter von Johana trifft, verlässt Amaia das Gerichtsgebäude durch den Hinterausgang. Sie wusste in diesem Moment nicht, was sie der Mutter erzählen sollte. Allerdings wollte sie auch noch nicht nach Hause. Schließlich sind dort vor zwei Wochen ihre Schwiegereltern eingezogen. Das machte das Leben dadurch auch nicht unbedingt leichter. Daher wollte sie ein Cafe aufsuchen. Auf einmal spürt sie eine Wehe und das Glück, dass in ihr ein kleines Wesen wächst und demnächst das Licht der Welt erblickt. Drei Monate sind inzwischen vergangen und Amaia plant nach der Geburt nun wieder ihren Dienst aufzunehmen. Schon bald wird sie an einen Ort gerufen, der in 50 Kilometer Entfernung liegt. Dort ist es zu einer Kirchenschändung gekommen.

Mehr zur Autorin

Im spanischen Baskenland wurde Dolores Redondo geboren. Sie studierte Jura und schrieb später ihren ersten Roman, der gleichzeitig den Weg in die Bestsellerlist fand. Mit ihrem zweiten Buch startete sie auf Platz 1 durch. Heute ist sie in der Region Navarra zu finden zu Hause. Dort befindet sich der Schauplatz ihrer Geschichten, die in 20 Sprachen übersetzt werden.

Fazit

Dass das Buch auf Platz 1 in der spanischen Bestsellerliste steht, ist völlig berechtigt. Bereits der Beginn mit der Einleitung von Itxusuria lässt düstere Gedanken aufkommen – und das obwohl die Einleitung nur kurz ausfällt. Als die Geschichte richtig losgeht, kommen zunächst spannende und atemberaubende Stimmungen auf. Schließlich flücht sich der Täter einfach vor der Verantwortung und das auf einem sehr düsteren Weg. Dies soll jedoch nicht die einzige Tat dieser Art bleiben. Es kommt zudem zu Kirchenschändungen. Dabei zieht sich der geheimnisvolle Gedanke immer wieder durch das Buch. Bis zum Ende bleibt die Geschichte spannend, wobei es immer wieder zu Wendungen zu nicht vorhersehbaren Wendungen kommt. Es ist somit ein Thriller, der eine Menge Abwechslung bietet. (Marina Teuscher)

Abgelegt unter Aktuelle Erscheinungen

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