Wirst Du nicht vom Blitz erschlagen, lebst Du noch in 100 Jahren



Voller Gefahren sei das Leben – so sagen manche. Ist das jedoch wirklich so? Zahlreiche Statistiken bieten dazu interessante Informationen. Allerdings ist die Frage, ob diesen Statistiken wirklich gefolgt werden kann. Mitunter können diese eine große Panik verbreiten. Das hat Michael Blastland und David Spiegelhalter auf den Plan gerufen. Sie haben sich damit beschäftigt, was dem an Geschehnissen tatsächlich im Laufe des Jahres auf Menschen zukommen kann. Vor allem ging es dabei um die Wahrscheinlichkeit des Eintreffens. Nur allzu oft werden Risiken falsch eingeschätzt. Deutlich wird dies daran, dass ein hoher Schutz der Kinder vor Jalousienschnüren erfolgen sollte. Dagegen ist die Gefahr des Straßenverkehrs etwas geringer einzuschätzen. Präsentiert werden Geschichten von Adrenalienjunkies und Angsthasen. Diese Geschichten zeigen auf, worauf jeder verstärkt achten sollte. Gleichzeitig sollte der Blick nicht allzu stark auf Statistiken ruhen sollte.

Der tiefere Blick in die Geschichte

Zunächst wird in einer Einleitung darauf geschaut, was wirklich Gefahr ist. Dabei wird der Blick auf drei Menschen geworfen, die sich in einer U-Bahn befinden. Würde sich nun in dem Abteil eine Tasche befinden, würde jede der drei Personen eine andere Einstellung dazu haben. Während einer darin nur eine harmlose Tasche sieht, macht sich jemand anderes vielleicht darüber Gedanken, ob der Inhalt der Tasche vielleicht zu explosiv ist. Im Anschluss werden ein paar Zahlen betrachtet. Es geht dabei um einen Unglücksfall in London vom 7. Juli 2005, der schwerwiegende Folgen nach sich zog. Das Jahr 2011 brachte den Fund von 30.000 herrenlosen Taschen mit sich. Nach einigen weiteren Geschichten und Informationen beginnen die Betrachtungen richtig. In Kapitel 1 beginnt alles mit einer Verkettung unglücklicher Umstände. Gin konnte er nicht ausstehen und aufgrund dieser Tatsache kippt er den Gin einfach in das Aquarium. Das dieses den Fischen nicht so gut bekommt, lässt sich erahnen. Daraus ergibt sich eine Vielzahl von weiteren Situationen, die ihn dazu bringen, über die vielfältigen Wendungen des Lebens nachzudenken. Risiken, Zufälle – wie entscheidend sind sie wirklich für das Leben. Es stellt sich natürlich die Frage nach den so genannten Mikromorts und deren Bedeutung. Es heißt sogar, dass sich akute Gefahr in Mikromorts messen lässt. Dazu ist in dem Buch eine Infografik abgebildet, der Mikromorts für verschiedene Aktivitäten zu entnehmen sind. Es lassen sich dort Zahlen für Fallschirmspringen, Marathonlauf, zwei Tage Skifahren und 43 Kilometer gehen entnehmen. Behandelt werden außerdem Kapitel wie die Kindheit, Glücksfälle, Zufälle und Strahlenschäden. Dabei steht erneut Prudence, wie in einigen anderen Kapiteln im Mittelpunkt. Unterwegs ist sie mit ihrem Kind, als dieses Stofftiere entdeckt. Doch im Grund mag sie keine Stofftiere. Schließlich taucht dabei viel zu viel Staub auf. Dies gefällt ihr nicht wirklich. Schließlich hat doch auch ihr Mann unter einem Husten zu leiden. Allerdings nimmt er lieber den Husten in Kauf als eine einmalige Strahlenbelastung durch eine Untersuchung.

Mehr zu den Autoren

Michael Blastland hat bei der BBC gearbeitet. Er gilt als Experte für Zahlen und Stastiken. Risiken geht er nach Möglichkeit kaum ein. Das er manchmal seinen Fahrradhelm nicht trägt, liegt allerdings an seiner Faulheit.

Bei David Spiegelhalter handelt es sich um einen Professor für Statistik mit Sitz in Cambridge. Sein Glück fordert er schon seit frühester Kindheit ständig heraus. Sein Zuhause hat er heute in einem Hochwassergebiet. Seine größte Sorge stellt allerdings das ständige Verlegen seiner Schlüssel dar.

Fazit

Oh ja, eines der wohl schwierigsten Themen sind Statistiken. Sie lassen sich in die vielfältigsten Richtungen interpretieren. Zur Anwendung gelangen die Statistiken in den unterschiedlichsten Bereichen wie in der Geografie. Es lässt sich dabei viel aus einer Statistik ablesen, was an der Bevölkerungsentwicklung deutlich wird. Aus diesen Informationen können wiederum andere Angaben abgeleitet werden. Da ist zudem viel wahres an der These, dass Statistiken oder Studien für die Information von Menschen genutzt werden. Dazu nehmen die Autoren Stellung und führen ihre Bedenken aus. Sie unterstützen ihre Thesen dadurch, dass sie viele Situationen anhand von Beispielen aufzeigen. Allein daraus wird deutlich, wie unterschiedlich Menschen denken. Daher werden einige Menschen sich leichter von Statistiken beeinflussen lassen, während andere Menschen die Informationen einfach nur zur Kenntnis nehmen. Ebenso sieht es mit der Beeinflussung der Menschen aus. Einer nimmt die Informationen mehr in sich auf, so dass er leicht in seinem Denken und Handeln beeinflusst werden kann. Andere wiederum bekommen diese Statistiken zwar mit, kümmern sich jedoch nicht näher darum und leben unbeschwert. Genau darauf weisen die Autoren in ihrem Buch hin. Sie öffnen die Augen, dass es doch besser ist, sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren und dabei die wichtigsten Dinge des Lebens nicht oder niemals aus den Augen zu verlieren. Leicht könnte einem sonst entgehen, dass sehr viel mehr Vorsicht bei den Schnüren von Anoraks für Kinder oder bei den Kinderbetten angesagt ist. Vor allem beschäftigen sie sich ebenfalls mit der These, dass es wichtig ist, sich selbst zu vertrauen. All diese Informationen sind informativ und verständlich aufgeführt. (Marina Teuscher)

Abgelegt unter Aktuelle Erscheinungen

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