Die Gefallenen – Buch



Die Insel Alcatraz ist mit Sicherheit eine der berühmtesten Insel weltweit. Zum einen erfolgte auf der Insel der Bau des ersten Leuchtturm an der Westküste der USA. Aufsehen hat diese Insel zudem insbesondere aufgrund der einstigen Position als Gefängnisinsel erregt. Genauer gesagt befand sich auf der Insel ein Hochsicherheitsgefängnis. Geführt wurde das Gefängnis bis zum Jahr 1963. In dem Jahr wurde das Gefängnis geschlossen, so dass die Insel unbewohnt ist. Eine Gefängnisinsel steht auch im Mittelpunkt dieses Romans.    
Die Einleitung im Allgemeinen

Clancy war einst Gauner, dessen Missetaten ihm eine Inhaftierung auf einer Gefängnisinsel eingebracht haben. Zugleich handelt es sich bezogen auf alte Menschen um eine Endstation. Schließlich leisten diese angeblich keinen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft. Mit dieser Situation will sich Clancy nicht einfach abfinden und zettelt einen Aufstand an. Auf diesem Weg kann er auf das Festland fliehen. Allerdings ist dort auch nichts mehr wie es früher einmal war. Dies zeigen die Lebensumstände. Geprägt wird das Bild überall von Gewalt und Grausamkeit – egal wo er hinschaut. Dabei bemerkt er deutlich, dass er erst noch mit dem Kampf beginnen muss, der sich diesmal gegen das System richtet.

Der tiefere Blick in die Geschichte

Eines stand und steht für ihn fest: Die Gitterstäbe können die Menschen nicht zerbrechen. Es ist der Himmel zwischen den Stäben, der die Menschen zerbrechen kann. Dabei spielt es keine Rolle, endlich froh zu sein, weil man in dem festen Glauben ist, dass man sein spezielles Gefängnis verlassen hat. Plötzlich erwartet einen die Feststellung, dass die Welt tatsächlich einen noch viel schlimmeren Ort zu bieten hat. Daher will er mit Lena von der Insel flüchten. Dazu dient ihnen eine kaum schwimmfähige Holztür. Unterwegs sind Lena und er zusammen mit Delilah, Jimmy und den Kindern. In diesem Moment spürt er das ganz große Glück in sich. Schließlich verlässt er endlich diesen Müllberg, auf dem er so viele Jahre unfreiwillig festsaß. Zudem war er auch nicht allein. Er hatte eine Frau bei sich, die wie für ihn geschaffen war. Beide liebten sich tief und innig. Sie spürten zudem eine Welle von Freude und Optimismus. Fast schon schien eine logische Konsequenz zu sein, eine Polonaise über das Wasser zu tanzen – doch nur fast. Alle waren auf der Suche nach einem neuen Leben, das besser war als das bisherige Leben. Jedoch scheint alles zu Ende zu sein noch bevor es richtig begonnen hat. Da fällt ihm dieser uralte Spruch ein, der noch immer stimmt: Es geht mitunter direkt vom Regen in die Traufe. Doch selbst das passt nicht auf den Anblick, der sie erwartete. Schon lange vor der Ankunft am Ufer wusste er, dass etwas nicht stimmt. Dabei befand er sich nicht wirklich auf der Flucht. Vielmehr wollte er nach Hause zurückkehren. Mehr als 50 Jahre hat er schließlich in der Stadt gelebt. Fast jeden Tag hat er voller Sehnsucht zu der Stadt geblickt. Je mehr sich die Stadt näherte, desto mehr verflog die einst vertraute Basis. Dies lag nicht allein daran, dass sich gerade mehrere Satelliten gegenseitig zerstörten. Dadurch entstanden in der Stadt Brände, die sich mehr und mehr ausbreiteten. Fast schien es, als wäre Lava am Brodeln. Auf der einen Seite war das Gefühl von unbeschwerter Freiheit. Und doch waren es die Feuer, die eine große Skepsis hervorriefen. Noch immer bedauert er es dabei sehr, dass er kein ausreichend großes Boot gefunden hat. Zudem verschlimmerte sich jetzt auch der Seegang, so dass sich das Meer stärker aufbäumte. Da beginnen sich Clancy und Lena zu unterhalten. Lena ist von dem Geruch irritiert, die sie wahrnimmt. Der Geruch macht keinen sehr angenehmen Eindruck. Er versuchte gegenüber Lena einen ruhigen und gelassenen Eindruck zu hinterlassen. Allerdings bewegten ihn einige Fragen. Die Satelliten, die jetzt in lodernden Flammen aufgingen, waren ursprünglich für die Bestrafung gedacht. Was würde allerdings sein, wenn es die Satelliten nicht mehr gibt. Schließlich stellten diese die Polizei, aber auch die Ordnungsmacht überhaupt dar. Es würde keine Regeln mehr geben, keine Vorschriften, keine Urteile? Würde dies wirkliche eine so erstrebenswerte Zeit sein?

Mehr zum Autor

Geboren ist Peter Liney in Wiltshire. Jedoch war er die meiste Zeit seines Lebens in Übersee zu Hause. Für das amerikanische und britische Fernsehen in Form von Channel 4 und ABC schrieb er Sitcoms. Außerdem verfasste er Dramen für das südafrikanische Radio sowie die BBC. Der Roman „Die Gefallenen“ ist sein zweites Werk. Aufmerksamkeit hat er mit dem Werk „Die Verdammten“ erregt.

Fazit

Clancy ist zurück und befindet sich erneut in einem dunklen Abenteuer. Nur ist die Ausgangsposition diesmal anders. Im ersten Abenteuer befand er sich auf einer Insel von Verbrecher und konnte sich dort frei bewegen. Diese Entfaltungsmöglichkeit fehlt ihm diesmal. Zunächst befindet er sich im Gefängnis, aus dem er ausbrechen möchte. Doch es erwarten ihn neue Unruhen, wobei die Erzählweise mitunter etwas irritierend wirkt. Diesen zeigen auch die von ihm geschilderten Eindrücke, als er erkennt, dass er doch noch nicht zur Ruhe kommen kann. Da erwarten Clancy und Lena einige Abenteuer der besonderen Art. Deutlich wird dies in dem Moment, als sie von der Insel fliehen und erkennen, dass das Leben in der Stadt nicht einfacher wird. Spannend geschrieben bietet es eine gute Unterhaltung, auch wenn die ganz großen Elemente für einen Thriller fehlen. (Marina Teuscher)     

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