Das Mädchen im Fenster



Kriminalromane gehören zu den beliebtesten Büchern. Doch in der ganzen Flut der Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt eine Krimi-Perle zu entdecken, die den Leser in seinen Bann zieht, ist nicht ganz so einfach. Der in Buenos Aires lebende britische Autor James Marrison liefert, nach seinem Sachbuch „The Worlds Most Bizarre Murders“, gleich mit seinem Romandebüt „Das Mädchen im Fenster“ eine solche Perle.

Vermisste Mädchen, ein rätselhafter Leichenfund und ein toter Verdächtiger bieten einen brillanten Plot für einen spannenden Thriller. Die Story spielt in den Cotswolds, eine Region Englands, die mitunter auch als das Herz Englands bezeichnet wird. Es handelt sich um eine hügelige Region, die von Südwesten nach Nordosten durch sechs Grafschaften verläuft. Hier wird auf einem Hügel die Leiche von Frank Hurst gefunden. Einem Mann, der der Polizei kein unbekanntes Blatt ist. Er wurde vor zehn Jahren verdächtigt, an dem Verschwinden zweier junger Mädchen Schuld zu sein. Kurze Zeit später, nach dem Verschwinden der Mädchen, ertrank seine zweite Frau bei einem Badeunfall, wenn es wirklich ein Unfall war.

Als nun die Beamten zu einem Brand in Frank Hurst Haus gerufen werden, finden sie die Überreste einer stark verwesten Mädchenleiche. Könnte es sich hier um eines der verschwundenen Mädchen handeln? Inspektor Graves, neu in die Gegend, muss sich erst einmal mit seinem Umfeld, den neuen Kollegen und vergangenen Kriminalfällen vertraut machen. Insbesondere mit seinem neuen Vorgesetzten Chief Inspektor Downes. Dieser scheint, laut Kollegen, alles andere als ein angenehmer Chef zu sein, und zählt eher zum Außenseiter auf dem Revier. Nichtdestotrotz müssen sie gemeinsam an diesem Fall arbeiten. Und während Graves versucht, die Identität der Frauenleiche zu ermitteln, kommt Downes schon einem dunklen und tödlichen Geheimnis auf die Spur.

Fazit: James Marrison präsentiert hier einen gut lesbaren und flüssig geschriebenen, wie auch spannenden Thriller. In manchen Passagen wechselt die Erzählperspektive von Graves zum dubiosen Chief Inspektor Downes, in denen der Leser dann mehr über die früheren polizeilichen Ermittlungen im Fall Frank Hurst sowie über Downes´ Vergangenheit selbst erfährt. Kurz und gut, mit „Das Mädchen im Fenster“ hat der Autor einen lesenswerten Thriller, mit interessanten und sympathischen Charakteren, vorgelegt, bei dem die Leser wohl noch auf weitere Bände hoffen können. (Bernd Hellweg)

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