Jamie und die Schlange im Paradies



Seit vielen Jahrzehnten sind Katzen für viele die wichtigsten Begleiter an ihrer Seite. Dabei zeichnen sich Katzen über das große Erinnerungs- und Lernvermögen aus. Betroffen sind davon der schönste Schlafplatz, der Aufenthalt vom Lieblingsspielzeug sowie der Standort vom Wassernapf. Katzen verstehen zudem schnell, welche Laute bei ihren Besitzern welche Reaktionen hervorrufen. Freilaufende Katzen vergessen ihr Revier nicht so schnell. Bereits bei der Geburt besitzen Katzen einige Fertigkeiten. Andere Verhaltensweisen eignen sie sich jedoch erst im Laufe der Zeit an, so wie das bei Jamie der Fall ist.

Die Einleitung im Allgemeinen

Leidenschaftlich gern ist Rebekka Frey Köchin. Allerdings zeichnet sie sich zusätzlich durch ihre Spürnase aus. Da liegt es nahe, zwischen dem Praktischen und dem Nützlichen eine Verbindung herzustellen. So will sie sich als Foodjournalistin betätigen und sich auf die Suche nach alten Rezepten begeben, die einen traditionellen Charakter haben. Jetzt hat sie wieder einen Rechercheauftrag, der sie ins Alte Land führt. Es sind allerdings nicht kulinarische Höhepunkte, die sie findet. Bei ihrer Suche nach dem Täter ist jemand mit einer ganz scharfen Spürnase an ihrer Seite: Kater Jamie.

Der tiefere Blick in die Geschichte

Zunächst wird in einem Prolog er vorgestellt. An der Nasenspitze wurde er durch die Sonne gekitzelt. Mit geschlossenen Augen träumte er von einem leckeren Gericht. Die zarten Filetspitzen werden mit cremiger Sahnesoße mit Kartoffelpüree sowie mit Brokkeliröschen serviert. Verlockend wäre eine Vanillecreme in Form einer Nachspeise. Erschrocken schlägt er in diesem Moment die Augen auf. Damit waren wieder die Erinnerungen an sie da. So viele Abende hatte er auf dem weichen Sofa neben ihr verbracht, die so einee freundliche Stimme hatte. Sie hätte ihm sicherlich Freiheit und ein Zuhause gleichzeitig geschenkt. Er hätte bei ihr sicherlich drei bis fünf Tage wegbleiben können. Allerdings war er in der Regel meist nur eine Nacht unterwegs. Etwas später war er wieder unterwegs, schaut sich jedoch nochmal um. Dieses reetbedeckte Haus sah schön aus und doch war diesmal alles anders. Nichts klapperte mehr sowie früher in dem Haus. Eines war ihm klar: wenn erlegte Mäuse nicht zurückkehren, ist dies bei Menschen aus der Welt nach dem Leben erst recht nicht möglich.

Dann geht es mit dem ersten Kapitel weiter, in dem Rebekka ihren Auftritt hat. Nach und nach erledigt sie einen Punkt nach dem anderen von ihrer ToDo-Liste. Jedes Mal vor einer Reise geht sie diese Liste akribisch durch. Schon längere Zeit arbeitet sie als feste Freie bei Countryside. Daher befand sie sich mehrmals im Jahr außerhalb ihrer Wohnregion in Osnabrück. Als sie sich das erste Mal auf einer Recherchereise befand, war sie innerhalb von 12 Stunden wieder nach Hause gefahren. Sie war sich nicht sicher, ob sie den Herd ausgeschaltet hatte. Rebekka arbeitete seit dieser Zeit akribisch ihre aufgestellte ToDo-Liste ab. Schließlich wollte sie auf ihren Reisen auf ein paar Annehmlichkeiten nicht verzichten. Von Bedeutung waren daher schon Gegenstände wie ihre Pfanne und die rote Mohairdecke. In diesem Moment klingelte ihr Handy und sie begrüßte den Anrufer mit „Hallo Häuptling“. Schließlich erschien es so, als sei ihr bester Freund York am Telefon. Dabei war es Mari, die sie bei einem Weinfest in der Innenstadt kennengelernt hat. Seit zwei Wochen war diese nun die neue Freundin von York. Daraufhin erklärt ihr Rebekka, das man nicht immer mit dem Tempo von York mithalten könne. Allerdings erklärte ihr Rebekka nicht alle Einzelheiten. Sonst müsste Mari mit der Tatsache leben, dass sie in dem Jahr schon die dritte feste Freundin war, die York sich geangelt hatte. So richtig hatte offenbar Marietta die Bemerkungen nicht verstanden. Sie erklärte Rebekka vielmehr, das York sein Handy vergessen hätte und sie nun von ihr wissen wollte, was er denn so für Vorlieben hätte. Das machte nun Rebekka fast ein wenig verlegen, da sie nie mit York zusammen war. Daher könne sie darüber keine Information gegeben. Doch das ist es nicht, was Mari wissen wollte. Ihr ging es um das Essen. Sie würde gern etwas zubereiten. Doch die Frage ist was?

Etwas später war Rebekka zu einem kleinen Ferienhaus unterwegs. Sie hatte dieses für die nächsten vier Wochen gemietet. Als alles soweit war, ging sie zu ihrem Minicooper und packte die Pfanne sowie die Decke ins Auto. Dann schickte sie York noch eine Nachricht und fuhr mit ihrem vollbeladenen Wagen los. Nach zwölf Stunden bekommt Lydia Besuch von einem Kater, der sie nicht aus den Augen mit ihrem goldfarbenen Rand lässt.

Mehr zur Autorin

Bücher begeistern Ira Severin sehr. Zunächst absolvierte sie ein Studium der Anglistik und der Germanistik. Außerdem sammelte sie Erfahrungen in Berufen mit einem handfesten Hintergrund. Ihr Zuhause befindet sich in einer Großstadt im Norden von Deutschland. Katzen leben allerdings nicht an ihrer Seite.

Weitere Titel der Autorin

Lebkuchenküsse

Fazit

Das Buch setzt auf vielfache Weise sympathische Akzente. Schließlich steht anders als in den typischen Krimis nicht die ermittelnde Person im Mittelpunkt. Hier ist es der schwarze Kater Jamie, den man schon aufgrund seiner Schwäche für das feine Essen schnell in sein Herz schließt. Nach Rebekka’s Ankunft wird bald deutlich, das im Alten Land nicht alles so ruhig ist, wie es den Anschein hat. Und doch wirkt der Krimi dabei nicht zu überzogen, sondern überzeugt eher durch ein gewisses Maß an Gemütlichkeit. In diesem Katzenkrimi sorgt Kater Jamie so noch für einige Überraschungen. Sehr schön wirkt die menschliche Note, wie dass Rebekka nach Hause fährt, weil sie nicht weiß, ob sie ihren Herd ausgeschaltet hat. So hat schließlich jeder Mensch seine kleinen Schwächen, die ihn ein wenig sympathischer wirken lassen und die manchmal auch etwas witziges haben. Wer einen Krimi ohne viel Hektik sucht, liegt mit diesem Buch richtig. Als besondere Note gibt es noch einige Rezepte zum Nachkochen wie Kartoffelkuchen. (Marina Teuscher)

Abgelegt unter Aktuelle Erscheinungen

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