Friesisches Gold – Buch



In Niedersachsen ist im Nordwesten der Landkreis Friesland zu erreichen. Zwar befindet sich der Landkreis auf dem Gebiet von Ostfriesland, gehörte allerdings aus politischer Sicht niemals zu der Region. Und doch hat das Friesland soviel mehr zu bieten, wie allein die Seezeichen verdeutlichen. Und die Seefahrt steht im Mittelpunkt des Buches, dessen Geschichte mitunter bis in das Jahr 1803 zurückführt.

Die Einleitung im Allgemeinen

Der Tatort ist Norderney. Dabei handelt es sich um Rieke Bernstein zweites Abenteuer. Frühsommerlich ist die Atmosphäre auf der Insel angehaucht. Doch diese Idylle wird eines Tages getrübt. Norderney wird von einem Todesfall erschüttert. Die Leiche eines Apothekers wird am Strand aufgefunden. Es steht noch nicht fest, ob es ein Mord oder ein Unfall war. Behörden wollen Gewalt nicht ausschließen. Aus diesem Grund kommt es zur Anforderung von Rieke Bernstein, die beim LKA arbeitet. Vor Ort auf Norderney ist auch eine Journalistin. Zusammen begeben Sie sich auf eine Spurensuche. Ihre Aufmerksamkeit fällt auf eine Fehde, die es seit Jahrhunderten gibt. Betroffen davon sind eine Hoteldynastie und die Familie von einem toten Apotheker. Schon früher gab es deshalb Tote. Rieke macht sich ihre eigenen Gedanken dazu. Sie glaubt, dass die Antwort dazu in der Vergangenheit von Norderney zu finden ist.

Der tiefere Blick in die Geschichte

Zunächst gibt es einen Überblick über die beteiligten Personen. Dabei führt die Geschichte über einen Zeitraum von 1803 bis zum Jahr 2016. Zusätzlich beinhaltet das Buch einen kleinen Familienstammbaum, so dass die Verbindungen innerhalb der Familie Lüders deutlich wird. Es folgt der Prolog bei dem es um eine Waffe geht. Dann führt die Geschichte ins Jahr 1803 zurück. Dabei fährt er nun endlich wieder zur See. Allerdings schrumpft seine Barschaft langsam. Das lag an den Huren von Amsterdam. Sie nahmen mehr Geld wie die käuflichen Frauen von Lissabon, Kapstadt, Montevideo oder Venedig. Allerdings gab es für ihn den Vorteil der leichteren Verständigung. Zu der Zeit wohnte er im Gasthaus Kapitein Kok. Der Besitzer des Hauses schröpfte ihn allerdings nicht zu wenig. Doch es gab noch etwas anderes, was Johann Barghus bewegte. Die Sehnsucht nach der Weite des Meeres war deutlich zu spüren. Auch wollte er die Unendlichkeit des Horizonts bestaunen. Daher zog es ihn verstärkt in den Hafen, da er dort am ehesten Gelegenheit hatte, eine neue Heuer zu erhalten. Zwar war er nicht der einzige, der diesen Wunsch hat.  Doch verspürte er einen Vorteil gegenüber anderen Seeleuten. Schließlich war er kräftig, jung und groß. Noch immer befanden sich Münzen in seinem Beutel. Daher schlug er auch die schlechten Angebote aus. In der Regel handelte es  sich um verlotterte Maate, die ihren Dienst auf Schiffen versahen, die herunter gekommen waren. Zudem hatte er auch weitere Ansprüche. Als zukünftiges Schiff für die Arbeit käme auch kein Kohlentransporter oder Sklavenschiff in Betracht. Allerdings wurde das Geld langsam knapper. Jedoch wollte er sich an einen Heuerbaas erst wenden, wenn er bei der Suche nach einer Heuer nichts erreichen würde.

Dann nimmt das Schicksal seinen Lauf. Ein Bootsmann kehrt im richtigen Augenblick in das Kaptein Kok ein. Die Gaststube des Hauses war an jedem Abend gut besucht. Mitten drin im Getümmel waren einige Straßendirnen. Sie hofften in dieser Nacht jemand zu finden, der ihre Dienste in Anspruch nimmt. Rufen, lachen, verhandeln – alles war in dieser Nacht zu vernehmen. Und dann waren da noch die Gäste, die sich mit Würfelspielen die Zeit vertrieben. Sagte ihnen das Ergebnis zu, so begannen sie laut zu johlen. Die Luft war von einer Mischung aus billigem Parfüm, dem Schweiß der Männer sowie dem Qualm des Tabaks geschwängert. Etwas später befand er sich auf einem Schiff. Waren die Worte von Caspar zu beachten, so galt ein gewisser Marinus Mulder zu den Anführern. Diese wurden sofort eingreifen, wenn es Unruhe gibt und die Anstifter auspeitschen lassen. Vielleicht würden sie gar zum Kielholen greifen.

Als Mulder das Oberdeck betrat, strahlte seine Haltung etwas von einem hohen Maß an Autorität aus. Nur einige Stunden später verließ die Bark Amsterdam. Diese Momente hatten für Johann Barghus immer etwas erhabendes. Da er dieses Bild gern wahrnahm, war er früh aufgestanden und schlich sich auf das Deck.

Einige Zeit später kommt es u einem Sprung ins Jahr 2016. Im Mittelpunkt steht zunächst Frank Lüders. Bei ihm nahte langsam der 50. Geburtstag. Im Herzen fühlte er sich viel jünger. Der auf Norderney geborene und aufgewachsene Frank Lüders stellte sich vor, dass er sein Leben auf der Insel verbringen würde. Seinen Vater versuchte Frank in unruhigen Stunden mit den Worten zu beruhigen, dass er nicht nehmen solle, was in der Apotheke verkauft wird. Dann würde das mit einem guten Leben schon klappen.

Während der Sommermonate lief er abends zum Strand und schwamm. In den kalten Monaten fuhr er dann in den Schnee. Nach seiner Scheidung hatte er sein Leben verändert und einige Sportarten mehr in sein Trainingsprogramm aufgenommen. Zur Zeit hatte er besonders gute Laune. Schließlich bahnte sich ein Coup an, mit dem er sich einen Lebenstraum verwirklichen könnte. Was er an diesem Abend beim Schwimmen jedoch nicht bemerkte, war der Mann in sandfarbener Kleidung, der sich in den Dünen befand.

Weitere Werke des Autors

Friesische Rache

Mehr zum Autor

Studiert hat Wolf S. Dietrich Theologie und Germanistik. Im Rahmen seiner beruflichen Laufbahn nahm er die Rolle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters wahr. Später arbeitete er als didaktischer Leiter an einer Gesamtschule. Mittlerweile lebt und arbeitet der freie Autor an der Nordsee und in Göttingen.

Fazit

Einstellen müssen sich Leser auf einige Zeitsprünge. Diese lassen sich aufgrund der guten Schreibweise und der angenehmen Länge der Kapitel gut verarbeiten. Allerdings ist dies erforderlich, um die Familiengeschichte insgesamt zu verstehen. Und da zeigen sich erstaunlich viele Zusammenhänge. Einen Einblick erhält man außerdem in die Ermittlungsarbeit, die sich sehr umfangreich gestalten kann. Die Geschichte geht allerdings auch mit der Zeit und zeigt eine junge Frau, die zu ihren Leidenschaften steht. Außerdem ist eine Frau zu sehen, die ihre Wege erfolgreich beschreitet und Lösungen findet. Trotz der vielen Jahressprünge in den Kapiteln bleibt die klare Struktur der Geschichte erkennbar. (Marina Teuscher)

Abgelegt unter Aktuelle Erscheinungen

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